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Konjunktur Kalte Dusche für die Maschinenbauer

02.07.2008 ·  Der Monat Mai ist schlecht für den erfolgsverwöhnten Maschinenbau gelaufen. Doch es ist zu früh, das Ende eines fünfjährigen Aufschwungs auszurufen. Noch stellen die Unternehmen Mitarbeiter ein. Das würden die übervorsichtigen Mittelständler nicht tun, wenn sie eine große Krise ausmachen würden.

Von Rüdiger Köhn
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Die Aussage ist schnörkellos. Der Monat Mai ist schlecht für den erfolgsverwöhnten Maschinenbau gelaufen. Noch ist es zu früh, das Ende eines fünfjährigen Aufschwungs per 31. Mai auszurufen. Doch der Auftragsrückgang von zwölf Prozent ist unverzerrt und hat damit Gewicht.

Der bisherige Jahresverlauf ist überdies schwankend gewesen. Das bedeutet weniger Stabilität und Berechenbarkeit. Die Branche ist nicht immun gegen internationale Konjunkturflaute, Ölpreisexplosion und Finanzkrise. Das Jahr 2008 wird mit einem Produktionsplus von mindestens fünf Prozent abschließen. Genauso unbestritten ist jedoch, dass 2009 schwierig wird.

Die Frage ist, wie hart die Landung ausfällt. Es gibt die Hoffnung, dass das Angebot der Deutschen etwa für Anlagen mit sparsamem Umgang mit Energie und Rohstoffen vor allem im Ausland auf Interesse stößt und Rückschläge auf anderen Gebieten abfedert.

Die Hoffnung scheint berechtigt. Denn die Maschinenbauer stellen Mitarbeiter ein. Bis Ende April hat es 20.000 neue Beschäftigte gegeben. Viele Jahre wurde mit dem Aufbau gezögert, aus Angst vor einem plötzlichen Einbruch. Die übervorsichtigen Mittelständler handelten nicht so, wenn sie eine Krise ausmachen würden.

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Jahrgang 1958, Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

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