12.09.2012 · In Deutschland sind die Verbraucherpreise im August so stark gestiegen wie seit April nicht mehr. Die Jahresinflationsrate erhöhte sich überraschend von 1,7 Prozent im Vormonat auf 2,1 Prozent. Das Statistische Bundesamt revidierte damit eine frühere Schätzung.
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Nach Adam Riese ergäbe eine Inflationsrate von null Prozent Preisstabilität.
"Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht Preisstabilität
bei einer Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent als
gesichert." Wer so großzügig rechnet, kann leicht ins
Fahrwasser der Beliebigkeit geraten. Statt zwei Prozent könnte die
EZB doch eines unschönen Tages auch drei, vier, fünf...
Prozent Inflation jährlich als "preisstabil" bezeichnen.
Sind wir vor derart willkürlichen Methoden der Berechnung wirklich
zukunftssicher? Oder kann etwa Inflation zu
einer angeblichen Preisstabilität umgemünzt werden, wenn das
der EZB oder anderen Entscheidungsträgern genehm scheint?
Abgesehen davon, dass die Inflationsrate ohnehin geschönt ist (wer
braucht schon alle drei Monate einen neuen Fernseher?), wird man schon
bald dem Vorbild der USA folgen und die Preise für Energie und
Nahrungsmittel aus dem Warenkorb herausnehmen. Wer braucht denn schon
täglich Nahrungsmittel, Benzin und Heizöl?
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