Im abgelaufenen Jahr waren so viele Menschen in Deutschland erwerbstätig wie noch nie zuvor. Im Schnitt des Jahres 2012 registrierte das Statistische Bundesamt 41,5 Millionen Beschäftigte mit einem Wohnort in Deutschland, wie das Amt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Das waren 416.000 Menschen oder 1,0 Prozent mehr als im Jahr zuvor.
Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte schwächte sich das Job-Wachstum aber im Zeichen der konjunkturellen Flaute ab. 2011 war die Beschäftigtenzahl noch um 1,4 Prozent gewachsen. Für das gerade begonnene Jahr 2013 erwarten Experten eine weiter abnehmende Dynamik, aber immer noch leicht steigende Beschäftigtenzahlen. Zum Ende des vergangenen Jahres haben Unternehmen in Deutschland weniger neue Arbeitskräfte nachgefragt. Der Stellenindex BA-X der Bundesagentur für Arbeit (BA), der diese Nachfrage abbildet, sank im Dezember auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Die Arbeitslosenzahlen für Dezember 2012 will die BA an diesem Donnerstag in Nürnberg veröffentlichen.
Die gesunkene Nachfrage nach Arbeitskräften ist dabei aber ein Eintrübung in einem sehr stabilen Arbeitsmarktumfeld. Der neue Beschäftigungsrekord für 2012 ist der sechste Höchstwert in Folge. Seit 2005 ist die Zahl der Erwerbstätigen damit um insgesamt 2,66 Millionen Personen (+ 6,8 Prozent) gestiegen, teilte das Bundesamt weiter mit. In der gleichen Zeit hat die Zahl der Erwerbslosen um 2,23 Millionen oder 48,8 Prozent abgenommen und sich damit nahezu halbiert. 2012 zählten die Statistiker noch 2,34 Millionen Erwerbslose. Das waren 162.000 Menschen oder 6,5 Prozent weniger als im Schnitt des Vorjahres.
Am stärksten wuchs erneut die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die mit rund 37 Millionen auch weiterhin die größte Gruppe stellen. Ihre Zahl nahm im Jahresschnitt um 410.000 Menschen oder 1,1 Prozent zu. Kaum Zuwachs (+0,1 Prozent) gab es hingegen bei den Selbstständigen und ihren mithelfenden Familienangehörigen, die rund 4,55 Millionen zählten.
Industrie und Baugewerbe lagen mit Beschäftigtenzuwächsen von 1,2 beziehungsweise 1,3 Prozent über dem Durchschnitt. Sämtliche Dienstleistungen zusammengefasst lagen genau im Schnitt bei 1,0 Prozent, während Land- und Forstwirtschaft mit einem Mini-Plus von 0,1 Prozent stagnierten.
Wenn man aus einer Vollzeitstelle drei Teilzeitstellen macht!
Heino Ewerth (Illoinen)
- 04.01.2013, 16:26 Uhr
Die Lissabon-Strategie und Workfare – Perspektiven einer
kohärenten Europäischen Sozialpolitik
Florian Adler (Florianadler)
- 02.01.2013, 23:24 Uhr
Willkommen im neuen Jahrtausend!
Nils Ueno (NiW00)
- 02.01.2013, 22:33 Uhr
Hier geht es um eine Statistik
Marie Gruber (mariluI)
- 02.01.2013, 21:17 Uhr
Früher war nur von Arbeitsplätzen die Rede
Peter Müller (teufelstein)
- 02.01.2013, 18:36 Uhr