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Konjunktur Handwerk sieht Ende der Talsohle

15.11.2006 ·  Der Zentralverband des Deutschen Handwerks hat seine Umsatzerwartung für das laufende Jahr kräftig erhöht und rechnet mit einem Wachstum von 2,5 Prozent. Dennoch werden vermutlich 50.000 Stellen abgebaut.

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Das deutsche Handwerk erwartet für das laufende Jahr erstmals seit 1999 wieder ein Umsatzplus. Die Erlöse dürften 2006 um 2,5 Prozent zulegen, wie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) am Mittwoch in seinem Herbst-Konjunkturbericht mitteilte.

Nach fünf Jahren der Rezession erwarte das Handwerk damit erstmals wieder einen Umsatzanstieg, sagte ZDH-Generalsekretär Hanns-Eberhard Schleyer am Mittwoch in Berlin. Im Frühjahr war der ZDH von einer „schwarzen Null“ beim Umsatz ausgegangen. Umsatz, Betriebsauslastung und Auftragsreichweite seien jedoch zum Teil sprunghaft gestiegen.

Stellenabbau längerfristig noch nicht gestoppt

Auch der Arbeitsmarkt zeige sich spürbar belebt. „Die Betriebe stellen wieder vermehrt Arbeitskräfte ein“, sagte Schleyer. Dennoch sei insgesamt für Deutschland im Handwerk 2006 ein Beschäftigungsverlust um 50.000 Stellen zu befürchten.

Im vergangenen Jahr 2005 gingen im Handwerk rund 138.000 Arbeitsplätze verloren. Im nächsten Jahr geht das Handwerk von einer Umsatzstagnation aus. „Für das Handwerk haben wir die Sorge, daß die Umsätze im nächsten Jahr nicht steigen und es damit einhergehend immer noch zu Beschäftigungsverlusten kommt“, sagte Schleyer. Der Beschäftigungsabbau werde allerdings nochmals geringer ausfallen als im laufenden Jahr und bei 30.000 Stellen liegen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters, Dow Jones
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