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Konjunktur GfK: Konsumenten werden pessimistischer

29.03.2004 ·  Die Stimmung unter Deutschlands Verbrauchern ist wieder schlechter geworden. Derzeit ist vom Konsum keine Belebung der Konjunktur zu erwarten. Das hat der Marktforscher GfK analysiert.

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Die deutschen Verbraucher haben im März nach Einschätzung der GfK-Marktforscher mit Sorge auf die deutsche Wirtschaftsentwicklung geblickt und daher auch größere Bedenken über ihre eigene finanzielle Zukunft.

Der auf Basis der März-Umfrage berechnete und um kurzfristige Schwankungen bereinigte Konsumklima-Indikator habe für April zwar auf dem revidierten Niveau von 5,1 Punkten im März verharrt, erklärte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Montag in Nürnberg. GfK-Experte Rolf Bürkl kommentierte aber: „Damit zeigt sich, daß der Konsum kurzfristig keine wesentlichen Impulse für die konjunkturelle Entwicklung setzen kann.“ Er fügte hinzu: „Der Konsumfrühling bleibt derzeit aus.“

Sorgen über das künftige Einkommen

Neben dem schwindenden Vertrauen in die gesamtwirtschaftliche Erholung machten sich die Bürger wieder deutlich mehr Sorgen über ihr künftiges Einkommen als zuletzt.

Noch im Februar hatten die Konsumenten die wirtschaftliche Entwicklung so optimistisch wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr bewertet. Im März jedoch sank der entsprechende Indikator deutlich auf minus zwölf von plus zwei Punkten und erreichte den tiefsten Stand seit vergangenen Juli. „Die Stimmung hinsichtlich der zu erwartenden wirtschaftlichen Lage in Deutschland hat einen spürbaren Dämpfer bekommen", sagte Bürkl. Er verwies darauf, daß die aktuelle Umfrage zum Zeitpunkt der Madrider Anschläge am 11. März weitgehend abgeschlossen gewesen sei und die Auswirkungen deshalb noch nicht erfaßt seien. Bürkl rechnet jedoch nicht damit, daß die Anschläge die Stimmung der Verbraucher deutlich eingetrübt haben.

Minimal verbesserte Neigung zu langlebigen Produkten

Anders als im vergangenen Monat gingen auch die Einkommenserwartungen der Verbraucher wieder deutlich zurück. Der Indikator sank um gut sieben Punkte auf minus 7,5 Zähler. „Es sind keine Fortschritte erkennbar, die Einkommensstimmung tritt seit Mitte vergangenen Jahres mehr oder weniger auf der Stelle", sagte Bürkl. Die Verunsicherung der Menschen wegen der eigenen finanziellen Entwicklung sei vor allem wegen Belastungen durch die Gesundheitsreform noch nicht verschwunden.

Minimal positiv entwickelte sich lediglich die Absicht der Verbraucher, sich langlebige Produkte wie Sofas oder Fernseher zu kaufen. Der entsprechende Indikator verbesserte sich um 0,7 Punkte auf minus 25 Punkte, lag nach GfK-Angaben aber insgesamt noch auf einem schwachen Niveau. „Vor allem die hohe Arbeitslosigkeit ist vermutlich in den Augen der Konsumenten ein wesentliches Hemmnis für ein Wiedererwachen der Kauflust", resümierte Bürkl.

Die GfK berechnet auf Basis einer monatlichen Umfrage unter 2.000 Personen im Auftrag der EU-Kommission jeweils das Konsumklima für den Folgemonat.

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Von Holger Steltzner

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