Das Geschäftsklima hat sich in der EU seit Oktober vergangenen Jahres insgesamt verschlechtert. In Deutschland, Spanien und Italien ist die Stimmung allerdings deutlich düsterer als anderswo. Dies geht aus einer am Montag in Brüssel veröffentlichten Statistik der EU-Kommission hervor.
Demnach sank der „Economic Sentiment Indicator“ (ESI) im Februar in der EU gegenüber dem Vormonat um knapp einen Punkt auf 102,1 Punkte, in den zwölf Euro-Staaten sogar um zwei auf 98,9 Punkte. Nach einem Allzeit-Tief vom März 2003 bis Oktober 2004 war der Index noch angestiegen. In Deutschland stürzte der Index der Geschäftsaussichten innerhalb eines Monat um knapp drei auf 95,5 Punkte ab, in Italien sank er von 100,3 auf 96,6 und in Spanien von 98,4 auf 95,3 Punkte.
Sehr viel positiver sah die Wirtschaft in Großbritannien in die Zukunft, wo der Index von 108,0 auf 113,4 Punkte schnellte. Auch in in Polen (137,2 auf 142,8 Punkte) herrschte Optimismus.
„Der anhaltende Rückgang seit November“ im Bereich der Industrie ist nach Angaben der EU-Kommission „Grund zur Sorge“. Vor allem die Auftragseingänge wurden im Februar deutlich schlechter als im Vormonat beurteilt. Der Industrieindex der Geschäftserwartungen lag bei -5 in der EU und bei -7 in den Euro-Staaten. In Deutschland fiel er in einem Monat von -6 auf -9 Punkte. Auch im Dienstleistungssektor und im Einzelhandel verschlechterte sich EU-weit die Stimmung.
Das Vertrauen der Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung blieb seit September 2004 mit einem Wert von -13 unverändert. In Deutschland und Frankreich allerdings fiel der Indexwert alleine von Januar auf Februar um drei Punkte.