10.08.2005 · Im Frühjahr noch ohne Schwung wird sich die Konjunktur nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in der zweiten Jahreshälfte aufhellen. Die Wirtschaft werde um 0,5 Prozent zulegen.
Die deutsche Wirtschaft hat im Frühjahr nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) deutlich an Schwung verloren. Wie bislang schätzt das DIW den Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Vierteljahr auf 0,2 Prozent, nachdem die Wirtschaft zu Jahresbeginn noch um ein Prozent gewachsen war, wie aus dem am Mittwoch vorgestellten DIW-Konjunkturbarometer hervorgeht.
Allerdings überwindet Deutschland nach Ansicht des DIW die Flaute bereits im Sommer wieder: „Das reale Bruttoinlandsprodukt dürfte im dritten Quartal um etwa 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal steigen.“ (vergleiche dazu den FAZ-Konjunkturbericht: F.A.Z.-Konjunkturbericht August: Auf schwachen Beinen)
Die meisten Ökonomen gehen wie die Bundesbank davon aus, daß die Wirtschaftsleistung in den Monaten April bis Juni im Vergleich zu den drei Monaten zuvor stagniert hat. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht erste Daten zur Wirtschaftsentwicklung im Frühjahr am Donnerstag.
Nach Einschätzung der DIW-Forscher hat neben dem Vorleistungsgütersektor auch der Bau zum leichten Wachstum im Frühjahr beigetragen. Nach den starken witterungsbedingten Ausfällen zu Jahresbeginn habe die Bauwirtschaft im Frühjahr die Produktion kräftig hochgefahren. Die jüngsten Auftragsdaten und die Stimmungsaufhellung ließen für die Sommermonate eine weitersteigende Industrieproduktion - insbesondere bei Investitionsgüterherstellern - erwarten.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.395,65 | +1,37% |
| Dow Jones | 12.566,70 | +0,90% |
| EUR/USD | 1,2541 | 0,00% |
| Rohöl Brent Crude | 107,63 $ | +0,34% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
Anonym bewerben? Ist das gut?