04.06.2004 · Die Industrie hat im April wieder deutlich mehr Aufträge bekommen. Großaufträge spielten eine geringere Rolle als üblich. Die Bestellungen aus dem Ausland stiegen stärker als Inlandsorders.
Die deutsche Industrie hat im April vor allem wegen starker Nachfrage aus dem Ausland deutlich mehr Aufträge erhalten als erwartet.
Von März auf April sei der Auftragseingang saisonbereinigt um 2,5 Prozent gestiegen, teilte das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) am Freitag in Berlin mit. Dies war der stärkste monatliche Anstieg seit Juni 2003. Die Bestellungen aus dem Inland hätten dabei um 1,2 Prozent zugelegt, die Nachfrage aus dem Ausland sogar um 3,8 Prozent.
Weniger Großaufträge als üblich
„Dabei spielten Großaufträge eine geringere Rolle als sonst in diesem Monat üblich", hieß es. Den stärksten Orderzuwachs mit 6,8 Prozent verbuchten die zuletzt arg gebeutelten Hersteller von Konsumgütern.
Volkswirte hatten im Schnitt nur mit einem Anstieg im Monatsvergleich um 0,8 Prozent gerechnet, nachdem der Auftragseingang im März überraschend um 0,3 Prozent gesunken war.
Der Auftragseingang in der Industrie ist ein wichtiger Frühindikator für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, kann aber wegen Großaufträgen stark schwanken. Im weniger schwankungsanfälligen Zwei-Monats-Vergleich März/April zu Januar/Februar nahm das Auftragsvolumen um 1,3 Prozent zu.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.395,71 | +1,38% |
| Dow Jones | 12.563,00 | +0,87% |
| EUR/USD | 1,2541 | 0,00% |
| Rohöl Brent Crude | 107,63 $ | +0,34% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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