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Konjunktur Deutlich mehr Firmeninsolvenzen

04.02.2005 ·  Im November mußten 9,1 Prozent mehr Unternehmen Insolvenz anmelden als im Vorjahresmonat. Trotzdem erwarten die Statistiker keinen neuen Pleitenrekord. Die Zahl der Privatinsolvenzen dagegen nimmt weiter rasant zu.

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Die Zahl der Firmeninsolvenzen ist im November deutlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, meldeten die Gerichte 3.162 Unternehmensinsolvenzen. Dies waren 9,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Ein Experte der Behörde sagte, trotz des Anstiegs werde weiter kein neuer Insolvenzrekord für das vergangene Jahr erwartet. „Wir gehen davon aus, daß die Zahl der Insolvenzen auf dem Niveau des Vorjahres liegen wird und eher leicht darunter“, sagte er. Das hieße, daß 2004 rund 39.000 Firmen insolvent wurden.

Sprecher: Anstieg hat saisonale Gründe

Von Januar bis November 2004 wurden laut Statistischem Bundesamt 35.970 Firmeninsolvenzen gezählt. Dies ist ein Minus von 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Grund für den Sprung im November seien saisonale Gründe, sagte der Behördensprecher. Im Oktober seien bei den Insolvenzgerichten wegen der Herbstferien Fälle liegengeblieben, die dann im November nachgearbeitet worden seien.

Immer mehr Verbraucherinsolvenzen

Weit häufiger als Firmen mußten auch im November Verbraucher Insolvenz anmelden. Die Zahl der insolventen Konsumenten lag mit 5076 um 66,6 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats.

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger bezifferten die Statistiker für den November auf 2,7 Milliarden Euro. Knapp 65 Prozent davon beträfen Unternehmen.

Gesamtzahl der Insolvenzen nimmt zu

Wie das Bundesamt weiter berichtet, wurden insgesamt von den deutschen Amtsgerichten im November 10.789 Insolvenzfälle gemeldet, das waren 31,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

In den ersten elf Monaten 2004 nahm die Zahl der Insolvenzen von Januar bis Ende November um 16,8 Prozent auf 107.954 Fälle zu. Auf übrige Schuldner entfielen 71.984 Fälle (plus 27,9 Prozent), wobei die Verbraucherinsolvenzen mit plus 45,2 Prozent auf 44.527 Fälle am stärksten zunahmen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AFP, Reuters und Dow Jones-VWD
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