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Konjunktur Amerikanische Wirtschaft wächst weiter

16.06.2004 ·  Der Aufwärtstrend hält an. Laut dem Konjunkturbericht der amerikanischen Notenbank ist die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten auch in den vergangenen beiden Monaten gewachsen.

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Die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten ist nach Darstellung der amerikanischen Notenbank Fed im April und Mai dieses Jahres weiter gewachsen. Dies geht aus dem am Mittwoch in Washington vorgelegten Konjunkturbericht „Beige Book“ der Fed hervor, den die Federal Reserve Bank von St. Louis auf Basis von Daten bis zum 7. Juni erstellt hat.

Die Berichte der Federal Reserve Banken aus den zwölf Distrikten signalisierten, daß die Wirtschaft im ganzen Land weiter gewachsen ist. „Die Beschäftigung hat sich weiter verbessert, wobei sich die Neueinstellungen beschleunigten. Bei den Löhnen und Gehältern gab es nur mäßigen Aufwärtsdruck". Die Finanzmärkte reagierten aber kaum.

Höherer Schlüsselzins erwartet

Das Beige Book dient dem für die Geldpolitik verantwortlichen Offenmarktausschuß der Fed (FOMC) als wichtige Grundlage für seine Zinsentscheidungen. Das Gremium kommt am 29. und 30. Juni zu seinem nächsten turnusmäßigen geldpolitischen Treffen zusammen. Viele Volkswirte rechnen damit, daß die Fed ihren als Schlüsselzins geltenden Zielsatz für Tagesgeld um 25 Basispunkte anheben wird. Dieser liegt derzeit mit 1,00 Prozent auf dem niedrigsten Niveau seit 1958.

Die Konsumlaune der Amerikaner, die wichtigste Stütze der Konjunktur des Landes, scheint ungebremst robust. Aus den meisten Landesteilen wurden steigende bis stabile Einzelhandelsumsätze gemeldet. Dieser Trend resultierte vor allem aus höheren Umsätzen in Discount- und Drogeriemärkten. Starke Umsätze wurden mit Bekleidung, Accessoires, Büromaterialien, Nahrungsmitteln, anderen Verbrauchsgütern sowie Saisonwaren erzielt. Große Einzelhändler äußerten sich zu den Perspektiven der kommenden Monate vorsichtig optimistisch. Bei Kfz-Verkäufen wurde eine moderat steigende bis stabile Tendenz beobachtet.

Privatkonsum anhaltend stark

Die Entwicklungen am Arbeitsmarkt scheinen einem anhaltend starken Privatkonsum nicht im Wege zu stehen, in vielen Regionen wurden mehr neue Stellen geschaffen. Ein kleiner Wehrmutstropfen sind allerdings die steigenden Kosten für die Gesundheitsvorsorge. Alarm von der Inflationsseite gab es nicht: Der Anstieg der Verbraucherpreise blieb allgemein moderat.

Die Aktivität im Verarbeitenden Gewerbe wuchs besonders stark in den Bereichen Rüstung, Halbleiter, Nahrungsverarbeitung, Papier, Baumaterialien, Textilien, Kfz-Teile, Möbel sowie Industrieausrüstungen. Auch die Aktivität im Dienstleistungssektor nahm in den meisten Regionen zu. Der Markt für Wohnimmobilien zeigte sich erneut stark, während die Nachfrage nach Geschäftsimmobilien schwach blieb. In nahezu allen Teilen des Landes stieg die Nachfrage nach Krediten.

Quelle: @FAZ.NET mit Material von Reuters und Dow Jones-VWD
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