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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Kommunen Baureifes Land ist so teuer wie nie zuvor

 ·  Bei den Baulandpreisen hat es in den vergangenen zwei Jahren in Westdeutschland einen Preissprung gegeben. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis baureifen Landes ist so hoch wie nie zuvor.

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Bei den Baulandpreisen hat es in den vergangenen zwei Jahren in Westdeutschland einen Preissprung gegeben. Darauf hat das Berliner Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen (Ifs) hingewiesen. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis baureifen Landes im vergangenen Jahr lag demnach dort mit 123 Euro etwa ein Drittel über dem Wert von 2002. Er ist damit so hoch wie nie zuvor.

Allerdings ließ der Preisdruck nach Angaben des Instituts nach: Nachdem der Quadratmeterpreis im Westen von 2002 auf 2003 um 20 Euro gestiegen war, hat sich der Bodenpreis in den folgenden zwölf Monate nur noch um 6 Euro erhöht. Die Baulandpreise in Ostdeutschland sind in den beiden vergangenen Jahren sogar leicht gesunken. Mit 47 Euro lagen sie im Jahr 2004 um 6 Prozent unter dem bisherigen Höchststand von 50 Euro vor zwei Jahren.

Höchste Quadratmeterpreise in Bayern

Baureif sind Flächen, die von der Gemeinde für die Bebauung vorgesehen sind und deren Erschließung die sofortige Bebauung gestattet. Durch den überproportionalen Anstieg in den westdeutschen Bundesländern ist der gesamtdeutsche Durchschnittswert von 80 Euro je Quadratmeter im Jahr 2002 um 27,5 Prozent auf 102 Euro im Jahr 2004 gestiegen. „Offensichtlich haben die Kommunen das Baulandangebot künstlich verknappt“, sagte Institutsleiter Stefan Jokl.

Vor dem Hintergrund der seit 1995 rückläufigen Bautätigkeit hätte man sinkende Baulandpreise erwarten dürfen, doch sei das Gegenteil der Fall gewesen. Der Preissprung sei eine mögliche Folge der Diskussion um die Eigenheimzulage, die zu Vorzieheffekten geführt habe. Die höchsten Quadratmeterpreise gibt es nach Institutsangaben in Bayern. Hier hätten Käufer zuletzt durchschnittlich 223 Euro je Quadratmeter aufwenden müssen.

Quelle: mas., F.A.Z., 05.08.2005, Nr. 180 / Seite 11
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