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Veröffentlicht: 25.11.2012, 13:09 Uhr

Kommentar Zweifel an der Wende zum Guten

Die Nachrichten aus der deutschen Industrie sind nach wie vor ambivalent. Auch im nächsten Jahr dürfte es zunächst eine Art Wachstumsdelle geben.

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Es war eine Überraschung. Als das Münchener Ifo-Institut am vergangenen Freitag verkündete, dass sein Geschäftsklima-Index, der auf Umfragen unter 7000 Managern beruht, um immerhin 1,4 auf 101,4 Punkte gestiegen ist, da endete eine unheilvolle Serie. Sechsmal hintereinander war der Index gefallen - weil die Manager sich skeptischer über die weiteren Geschäftsaussichten äußerten.

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Ist das jetzt die Wende zum Guten? Zweifel sind angebracht. Der deutsche Aktienindex Dax hatte zwar in der vergangenen Woche - schon vor dieser Nachricht - um fünf Prozent zugelegt. Ein Grund mag sein, dass der Draghi-Effekt, die Ankündigung der Europäischen Zentralbank, den Euro notfalls mit Anleihenkäufen vor dem Zerbrechen zu schützen, die Stimmung der Anleger beruhigt. Das Gefühl, Amerika werde seine Haushaltsprobleme doch irgendwie in den Griff bekommen, mag auch dazu beigetragen haben.

Die Nachrichten aus der deutschen Industrie aber sind nach wie vor ambivalent. Während beispielsweise BASF und Volkswagen unbeirrt von der Krise gewaltige Investitionsprogramme verkünden, sind andere Unternehmen bei den Investitionen sehr vorsichtig. Sie warten ab, wie es mit Europa und der Konjunktur weitergeht. Und immerhin jedes vierte Unternehmen in Deutschland gab bei einer Umfrage des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) an, für das nächste Jahr mit Stellenabbau zu rechnen.

Wenn man mit Ökonomen spricht, ist zumindest eine verbreitete Einschätzung, dass das vierte Quartal dieses Jahres auch für die deutsche Wirtschaft schwach ausfallen wird und es auch im nächsten Jahr zunächst eine Art Wachstumsdelle geben dürfte. Je nach Verlauf der Staatsschuldenkrise könnte die deutsche Wirtschaft dann allerdings im weiteren Verlauf des Jahres wieder anziehen.

Quelle: F.A.S.

 

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