Was zu erwarten war: Es gibt also auch ohne Transfergesellschaft Interessenten für die insolvente Drogeriekette Schlecker. Der erste Investor hat sich mit dem Beratungs- und Investmenthaus Droege nun aus der Deckung gewagt. Besonders interessant ist die Aussage, dass die Kündigungsschutzklagen, die durch den Aufbau der Transfergesellschaft vermieden werden sollten, gar kein großes Problem seien. Der Arbeitsmarkt sei in einer viel zu guten Verfassung, als dass sich eine signifikante Zahl ehemaliger Schlecker-Mitarbeiterinnen mit solchen Klagen aufhalten werde, lautet die Wette. Das ist spannend, wirft es doch ein Schlaglicht auf die gesamte politische Diskussion der vergangenen Woche.
Die Transfergesellschaft wäre für den Insolvenzverwalter bequem gewesen, denn sie hätte die Verkaufschancen für den Rest von Schlecker risikolos weiter erhöht und den Verkaufspreis maximiert. Für die Politik war die Transfergesellschaft eine phantastische Profilierungsmöglichkeit, für die zustimmende SPD ebenso wie für die ablehnende FDP. Nachdem nun aber der erste Investor gesagt hat, so wie es nun sei, sei auch alles gut, kann der Steuerzahler nur froh sein, nicht für etwas bürgen zu müssen, was niemand braucht.
Schlecker - Wer??
dieter hasselbacher (nintendo)
- 06.04.2012, 12:52 Uhr
Geht doch !
Karin Gossmann-Walter (sidana)
- 06.04.2012, 08:38 Uhr
Die FDP hat völlig richtig gehandelt
Ralf Kowollik (InterNETkobold)
- 05.04.2012, 18:27 Uhr