http://www.faz.net/-gqe-8v5o7
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F+ Icon
F.A.Z. PLUS
abonnieren
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 22.02.2017, 17:19 Uhr

Kommentar Guter Spieler, böser Chef

SPD und CDU wollen Managergehälter steuerlich deckeln. Borussia Dortmunds angestellter Geschäftsführer soll also anders behandelt werden als ein Mario Götze. Das verstehe wer will.

von

Die SPD knöpft sich im Rausch des Umfragehochs die Manager vor. Die CDU, geschockt durch die Wahlumfragen, will ihr dazu die Hand reichen. Wer glaubt eigentlich, ein Gesetz zur steuerlichen Deckelung der Gehälter könnte Vorständen die Gier austreiben?

Holger Steltzner Folgen:

Egal, es ist Wahlkampf. Die Wut der Leute über die Absahner im SPD-Musterkonzern Volkswagen ist so groß, da stören sogar die beiden SPD-Spitzenpolitiker nicht, die im VW-Aufsichtsrat eine Abfindung bis 15 Millionen Euro für eine frühere SPD-Justizministerin für dreizehn Monate Arbeit abnickten. Statt zu fragen, wer warum solche Verträge macht, wollen SPD und CDU zentrale wirtschaftliche und rechtliche Gleichheitsgrundsätze aufheben und gleiches nicht mehr gleich behandeln.

Mehr zum Thema

Was heißt das für die börsennotierte Borussia Dortmund? Das Gehalt des angestellten Geschäftsführers Watzke wird steuerlich auf eine halbe Million gedeckelt, die vielen Millionen für den angestellten Profifußballer Götze gelten hingegen voll als Betriebsausgaben. Das verstehe, wer will. Darf man noch fragen, warum Eigentümer von Aktiengesellschaften nicht mehr frei über Verträge und die Gehälter ihrer Angestellten entscheiden dürfen?

© dpa, reuters SPD will exzessive Managergehälter gesetzlich bekämpfen

Wer sich mit der mächtigen Autoindustrie anlegt

Von Henning Peitsmeier, München

Wenn IG Metall, Arbeitgeberverband, Betriebsrat, Vorstand und Politiker gleich welcher Couleur einer Meinung sind - dann sollte ein Investor wie die Familie Hastor aus Bosnien hellhörig werden. Mehr 11 27

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden
Zur Homepage