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Kommentar : Guter Spieler, böser Chef

SPD und CDU wollen Managergehälter steuerlich deckeln. Borussia Dortmunds angestellter Geschäftsführer soll also anders behandelt werden als ein Mario Götze. Das verstehe wer will.

          Die SPD knöpft sich im Rausch des Umfragehochs die Manager vor. Die CDU, geschockt durch die Wahlumfragen, will ihr dazu die Hand reichen. Wer glaubt eigentlich, ein Gesetz zur steuerlichen Deckelung der Gehälter könnte Vorständen die Gier austreiben?

          Egal, es ist Wahlkampf. Die Wut der Leute über die Absahner im SPD-Musterkonzern Volkswagen ist so groß, da stören sogar die beiden SPD-Spitzenpolitiker nicht, die im VW-Aufsichtsrat eine Abfindung bis 15 Millionen Euro für eine frühere SPD-Justizministerin für dreizehn Monate Arbeit abnickten. Statt zu fragen, wer warum solche Verträge macht, wollen SPD und CDU zentrale wirtschaftliche und rechtliche Gleichheitsgrundsätze aufheben und gleiches nicht mehr gleich behandeln.

          Was heißt das für die börsennotierte Borussia Dortmund? Das Gehalt des angestellten Geschäftsführers Watzke wird steuerlich auf eine halbe Million gedeckelt, die vielen Millionen für den angestellten Profifußballer Götze gelten hingegen voll als Betriebsausgaben. Das verstehe, wer will. Darf man noch fragen, warum Eigentümer von Aktiengesellschaften nicht mehr frei über Verträge und die Gehälter ihrer Angestellten entscheiden dürfen?

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