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Kommentar : Wettlauf um Währungsschwäche

Ein „Währungskrieg“ rückt näher. Doch so ein Abwertungswettlauf kann böse enden. Es droht eine Abwärtsspirale mit großen Wohlstandsverlusten.

          Ein „Währungskrieg“ rückt näher. Japan erklärt die Abwertung des Yen zum Regierungsziel, macht die Notenbank zum Büttel der Staatsfinanzierung und zwingt den Governeur der Bank von Japan zum Rücktritt. Amerikas Notenbank verfolgt wie die Bank von England und die EZB ebenfalls eine ultralockere Geldpolitik mit Zinsen zum Nulltarif und einer gigantischen Ausweitung der Geldbasis durch den Kauf von Staatsanleihen.

          Vordergründig soll dadurch die Wirtschaft in Schwung gebracht und die eigene Währung geschwächt werden, damit eigene Unternehmen Waren leichter ausführen können. Doch immer zielt so eine Politik auch auf die Schwächung anderer Staaten.

          Wie böse ein Abwertungswettlauf enden kann, zeigt die Wirtschaftsgeschichte zwischen den Weltkriegen. Wenn alle Länder abwerten wollen, was unmöglich ist, droht eine Abwärtsspirale aus Währungskollaps, Kapitalkontrollen, Marktturbulenzen und das Ende des Freihandels mit großen Wohlstandsverlusten.

          Frankreich hat maßgeblichen Anteil daran, dass aus der EZB ein politisches Werkzeug wurde. Nun sollte Staatspräsident Hollande nicht auch noch der Manipulation von Wechselkursen das Wort reden.

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