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Die in den vergangenen Wochen wieder gestiegenen Renditen für italienische und spanische Staatsanleihen sind in erster Linie Aufforderungen an die Regierungen in Rom und Madrid, konsequente Reformpolitik zu betreiben. Diese Schritte werden Zeit benötigen.

Die in den vergangenen Wochen wieder gestiegenen Renditen für italienische und spanische Staatsanleihen sind weniger Ausdruck einer schlimmen Eskalation der Krise, auch wenn in London und New York schon wieder Panik beschworen wird. Die spanischen Zweijährigen rentierten am Mittwoch mit 3,26 Prozent, die Zehnjährigen mit 5,84 Prozent. Das ist im Vergleich zu Anfang März jeweils rund ein Prozentpunkt höher, aber immer noch deutlich niedriger als Ende 2011.

Die gestiegenen Renditen sind in erster Linie Aufforderungen an die Regierungen in Rom und Madrid, konsequente Reformpolitik zu betreiben und mit den Anstrengungen nicht innezuhalten. Eine konsequente Reformpolitik beschränkt sich nicht auf die Konsolidierung öffentlicher Haushalte, die in einer Rezession nicht leicht bewerkstelligt werden kann. Das weiß man auch an den Finanzmärkten.

Rom und Madrid müssen die Märkte durch Reformen überzeugen, die das wirtschaftliche Wachstumspotential steigern und Institutionen dort verbessern, wo es notwendig ist. Diese Schritte werden Zeit benötigen, und daher wird es an den Märkten immer wieder einmal unruhig zugehen.

Quelle: F.A.Z.

 
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