Mehr als 2,5 Millionen Berufstätige gehen neben einem Haupterwerb einem Minijob nach. Das entspricht einem Anteil von knapp 9 Prozent an allen sozialversicherten Beschäftigten. Das ist doppelt so viel wie vor der Liberalisierung der geringfügigen Beschäftigung 2003.
Soweit die Fakten. Die Linken schließen daraus, dass viele Arbeitnehmer zu wenig zum Leben verdienten, was sie in Zweitjobs zwinge. Diese These lässt sich aus der Statistik nicht ableiten, aber offensichtlich soll sie die Forderung nach einem allgemeinen Mindestlohn beflügeln.
Plausibler ist, dass die Leute einfach rechnen können: Würden sie dieselbe Mehrarbeit als Überstunden im Haupterwerb leisten, bliebe nach Steuern und Abgaben deutlich weniger über als im Minijob, mit dem derzeit 400 und nach dem Willen von Schwarzgelb bald 450 Euro im Monat brutto für netto hinzuverdient werden können.
Die unterschiedliche Behandlung von Erwerbseinkommen schafft schiefe Anreize. Die heftig nach oben schießende Steuerprogression ist die Wurzel des Übels, durch sie lohnt sich Mehrarbeit oft nicht. Dieser Mittelstandsbauch muss flacher und das Steuerprivileg für Nebenjobs abgeschafft werden.
Was Sie da beschreiben, das dürfte aus meiner Sicht ein
offensichtlicher/typischer Mißbrauch sein,
Gerhart Hase (LetzterHase)
- 06.10.2012, 17:01 Uhr
Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit
Ludwig Richter (Wahrheitssucher51)
- 06.10.2012, 16:41 Uhr
Nicht Ihrer Meinung meine Herren,
Gerhard Herrmann (Pfalzwinzer)
- 06.10.2012, 15:21 Uhr
Der Zweitjob ist die Not
Christiane Asendorf (ChrisAsendorf)
- 06.10.2012, 15:21 Uhr
Leistungsfeindlich
Stefan Schmid (StefanSchmid)
- 06.10.2012, 14:54 Uhr