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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kommentar Verschwendung in der Schuldenkrise

 ·  Was Griechenland braucht, ist kein Marshall-Plan, sondern gute Institutionen. Mit Geld kann man Vertrauen nicht kaufen. Rechtssicherheit ist die entscheidende Voraussetzung dafür, dass unternehmerische Investitionen sich lohnen.

Artikel Lesermeinungen (20)

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Werner Bläser

Dank an Hank!

Für diese längst überfälligen Wahrheiten. Die Bofingers, Hickels und unsere Steinzeit-Keynesianer des letzten Jahrhunderts krallen sich mit sektiererischer Realitätsverdrängung an die Vorstellung, jedes Problem mit gedrucktem Geld zuschütten zu können. Wer dieser absurden Idee huldigt, sollte sich einmal zum Beispiel in Sizilien umschauen, wo der Geldfluss aus Rom und Brüssel nicht nur zu gigantischen Fehlallokationen, sondern auch noch zu einer Alimentierung mafiöser Strukturen geführt hat. Eine analoge Entwicklung - ohne die gewaltkriminelle Energie, aber mit der Ausplünderung der Gesellschaft - gibt es auch in Griechenland. Hier noch weiter Geld hinzuschicken, ohne dass Griechenland endlich ein normal funktionierender Staat wird, wäre verantwortungslos.

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Volker Westerborg

Verschwendung...

Bravo!
So wird ein Schuh daraus!
Von Herrn Hank habe ich mehrfach gute Artikel gelesen.

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Otwin Seelbach
o s (naphthalin) - 06.02.2012 21:20 Uhr

warum nicht solar-bongs (sic!)

öko ist ja nur francophonetisch für EU&Co., worin Sie auch gleich sowohl die sonnengöttliche Compagnei der euro-KumPanen (&circensen) als auch das dt-frz. Tandem (einer lenkt, der andere -wer wohl?- darf strampeln) zum Ausdruck gebracht finden. döt dEUt-schland im von Kiel Economics eingeflüsterten, mmedial geSpiegelten Konjunktur-Rausch ("von der Krise der anderen profitieren") wird doch den darbenden €-'Partnern' nicht das chillige, ähem billige hOpium verwehren. - Wie meinen? Ja, hier herrscht Hella WahnSinn - solange nicht das Rheingold vor der EuroDämmerung gerettet...

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dorothea Platz
dorothea Platz (dopla) - 06.02.2012 18:15 Uhr

Wie vergeudet man in wenigen Jahren Hunderte Milliarden Euro?

Sehr guter Artikel, Herr Hank - sollten sich Frau Nahles, oder Özzi, das Gratis-Fußballticket, die groß von nötiger Solidariät und Unterstützung für GR schwadronieren, einmal zu Gemüte führen.

Eine Bitte an die Redaktion:
viele Leser fragen sich, wie eigentlich ein so kleines Land innerhalb weniger Jahre HUNDERTE von Milliarden an Schulden auftürmen kann.
Während gleichzeitig offenbar ebenfalls an die Hundert Milliarden an Strukturhilfen nach GR geflossen sind.
Wo ist das ganze Geld geblieben? Ist das jemals recherchiert worden?

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.02.2012 14:34 Uhr
Werner Bläser

Sag mir, wo die Scheinchen sind... wo sind sie geblieben?

Griechenland hat einen Mindestlohn über dem des reformwilligen Portugal, eine Arbeitslosigkeit unter der des reformwilligen Geberlandes Spanien, geschätzte Fluchtgelder auf Auslandskonten von ca. 200 Milliarden Euro, ein 14. Monatsgehalt, äusserst originelle und vielfach geradezu kreative Boni für alle Arten von Staatsbeschäftigten, eine Beamtenschaft und eine Armee, die im Verhältnis zur Bevölkerungszahl jedes Mass sprengt, jede Menge überflüssiger, Geld verbrennender Staatsunternehmen, ein üppiges System von griechischen Schulen im Ausland, keine funktionierende Steuerverwaltung, es hat Unsummen von EU-Fördermitteln erhalten (sie haben also den jetzt von linken Gutmenschen geforderten Marshall-Plan schon verfrühstückt), ....
Es gibt Länder, denen es schlechter geht als Griechenland.
Und das Land ist nicht ohne Stärken: Ihre grösste ist das Verpulvern von fremdem Geld. Und die zur Schau getragene Verwunderung darüber, dass man ihnen nichts mehr geben will.

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Sabine Mersmann

Heute würde ein ...

Marshalplan selbst Deutschland nicht helfen. Die Milliarden für die DDR haben es gezeigt. Es war damals ein anderers Volk mit anderen Werten; die Menschen hießen mit Vornahmen Manfred, Jutta, Hildegard, Herman, Gertrud, Annegret, Irmgard, Erika, Waltraud, Heiz und Heinrich, Friedberd, Bernhard usw. Die "Sekundärtugen" machen's aus. Bei uns sind sie noch halbwegs intakt, obgleich die Erosion mit jedem Jahr fortschreitet - in Südeuropa gibt es sie nur noch in der antiken Literatur.

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Gerhard Rinker
Gerhard Rinker (GerdR) - 05.02.2012 20:55 Uhr

Vergebliche Liebesmüh

Die klugen Polit-Ärzte in Brüssel und anderen deutschen Hauptstädten übertreffen sich mit ihren Applikationen: intramuskulär, intravenös, oral und rektal wird alles appliziert, was dem einen oder anderen hilfreich erscheint: ein Rettungsschirm nach dem andern, Target-Kredite bis zum Anschlag, Gelddrucken der EZB durch Kauf wertloser griechischer Papierschnitzel ohne Anschlag und jetzt noch ein sog. Marshall-Plan, beginnend mit der Ausweitung der ohnehin schon irren deutschen Solarförderung auf alle griechischen Dächer auf Kosten der deutschen Stromverbraucher?!
Die klugen Polit-Ärzte übersehen aber etwas ganz Entscheidendes: Der Patient, um den sie sich so bemühen, ist seit zwei Jahren tot. Nehmen sie denn den Leichengeruch immer noch nicht wahr?

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Burkhardt Brinkmann

Wie Griechenland noch gerettet werden kann

Der Kommentar von Rainer Hanke ist eine richtige und notwendige Kritik an dem o. a. Kommentar von Cerstin Gammelin in der SZ vom 02.02.2011.

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Matthias Elger
Matthias Elger (melger) - 05.02.2012 13:58 Uhr

Zweifele an Ihrer Idee, dass Rechtssicherheit Vertrauen für Griechenland und dessen Wirtsch. stärkt

Denn in allen Eurostaaten besteht ein Gewirr an Gesetzen und Behörden, auch in Deutschland, die teils riesige Unterschiede in den verschiedenen Staaten aufweisen. Und niemand kann ernsthaft fordern ein Gewirr durch das andere Gewirr zu ersetzen. Für die Vertrauensbildung kann also nur das Ergebnis zählen, d. h. die Fakten aus Einnahmen und Ausgaben oder das Wachstum der Volkswirtschaft. Wenn also ein Staat es nicht schafft seine Einnahmen den Ausgaben anzupassen. Und gleichzeitig die Volkswirtschaft seit Jahren ein negatives Wachstum hat, dann kann doch nur ein Ideologe sein Geld in diesen Staat investieren. Durch welche effiziente Behörde auch immer, Vertrauen wird so nie geschaffen. Sondern es kann nur eine Hilfe für Griechenland sein effiziente Behörden zu schaffen. Und ohne vertrauenswerte und effiziente Behörden darf Griechenland nicht weiter Euromitglied sein, schon gar keine Fördermittel erhalten.

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Edda Wiegand
Edda Wiegand (mrs.duck) - 05.02.2012 13:57 Uhr

Revolution der Lebensweise in drei Stunden zwischen griechischen 13 Uhr bis 16 Uhr

Wo sind Vandale und Bryan Hayes? Regierungsvorlage: Deusche Stromkunden sollen die Solarindustrie in Greichenland aufbauen. Wie solldas funktionieren?!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.02.2012 20:15 Uhr
Closed via SSO
Jörg Addicks (JADH) - 05.02.2012 20:15 Uhr

Das soll ganz perfide geregelt werden, sehr geehrte Frau Wiegand:

Wie DER SPIEGEL berichtet, prüft die Bundesregierung Pläne, die schrumpfende griechische Wirt-schaft mit Hilfe der deutschen Stromkunden anzukurbeln. Man erwägt, die gesetzliche Förderung erneuerbarer Energien auch für griechische Unternehmen zu öffnen, die Strom ins europäische Elektrizitätsnetz leiten.

Kurz und knapp: Das wäre die Subventionierung in Griechenland ansässiger Öko-Stromproduzenten über den Strompreis!

Schön nicht? Besonders attraktiv dürften die EUmanen diese Idee deshalb finden, weil der Michel wieder einmal nicht mitbekäme, dass eine neue „Steuer“ zu seiner Ausplünderung eingeführt wür-de. Außerdem gilt doch: „Öko“? Finde ich gut; immer und alternativlos.

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Paul Banaschak

Griechenland hat den Marshall-Plan nicht vor sich, sondern längst hinter sich

das ist Tatsache. Deshalb darf es auch keinen müden Cent mehr für GR geben. Ja auch alle Transfers sind sofort zu stoppen und mit den ergaunerten Transfers zu verrechnen.
Herr Vock und Herr Mueller haben das restliche bereits alles geschrieben.

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Sven Gralla

Was auch immer

Griechenland braucht eine Anpassung der Lebensverhältnisse an die Leistungsbilanz. So oder so.
In welcher Form sie das machen ist letztlich schnuppe. Das ist auch ihre Angelegenheit.
Warum müssen wir uns darüber einen Kopf machen?

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Juergen Inhof
Juergen Inhof (jinhof) - 05.02.2012 12:46 Uhr

Fast richtig - aber komplett falsch

Institutionen bestehen aus Menschen. Griechen pflegen offensichtlich eine Kultur der Verschleierung (EU Beitritts Verarsche mit Goldman Sachs's Hilfe) und der Vetternwirtschaft.
Nun meinen Sie, man koenne per Institutionalisierung alles richten?
Warum reden fast alle an der Sache vorbei: Einer rotzfrechen, verzogenen Goehr holt man da ab, wo es effektiv ist - auf keinen Fall mit rationaler Hirnakrobatik.
"Mit Seide naeht man keinen groben Sack!" (Goethe)
Der Preis gegen Autoritaet zu verstossen, wird jedem Buerger eingepleut. Im Grossen soll das nicht gelten?
Meine Idee dazu: Ja - Verluste realisieren, Ratingagenturen und Banken/Versicherungen (muessen nach Ratingklassen anlegen) vor's UN Tribunal.
Griechen in die Wirklichkeit entlassen, ohne EU Alimente - dann wird das Goehr durch's Leben kultiviert.

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nikolaus hesse

Was Griechenland braucht, ist kein Marshall-Plan

"Was Griechenland braucht, ist kein Marshall-Plan..."
wen interessiert hier denn noch, was griechenland braucht oder nicht braucht?
die griechen sollen machen, was sie wollen.
von mir aus koennen die griechen mit ihrem geld das matterhorn vergolden.
aber, bitte nur mit ihrem geld.
vielleicht waere es langsam an der zeit darueber nachzudenken, was deutschland braucht?
also, naechster kommentar:
"verschwendung in der schuldenkrise".
was deutschland braucht.

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Ronald Gruenebaum

Wie wahr

Der Autor hat Recht. Nur ist die anstehende Aufgabe eine rein griechische. Und hier fehlt schlichtweg der Wille, und das seit Jahrzehnten.

Griechenland hat an der Aufklaerung nicht teilgenommen. Das zeigt sich immer mehr. Und weil die EU ein historisches Projekt ist, muss man diese historische Wahrheit endlich zur Kenntnis nehmen. Die EU braucht eine befreundete Peripherie, die solche Staaten aufnehmen kann. Zum Kern der EU wird Griechenland auf absehbare Zeit nicht gehoeren.

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Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 05.02.2012 11:48 Uhr

Sehr guter Artikel, aber es muss auch angemerkt werden ..

das prozentual die genannten 20 Mrd. Fördergelder wohl durch mit der EU verbundene Ausgaben für die Erfüllung von EU-Bürokratieauflagen (was Politikern und Beamten immer genehm ist, da es für Staatsjobs und Karrierechancen sorgt) völlig kompensiert werden. Die Kosten für zusätzliche Verbraucherschutz-, Gleichstellungs-, Nichtraucher- und Klimaschutz-Bürokratie können für GR mit jährlich ca. 2 bis 5 Mrd. beziffert werden - was ungefähr den 20 Mrd. Förderungen 2007 - 2012 entspricht. Das ist nicht mit einem Marshall-Plan zu vergleichen, der sinnvollen Aufbau einer Infrastruktur und die Ermöglichung privater Investitionen zum Ziel hatte. Da ein solcher hier aber nicht abzusehen oder geplant ist und die nötigen Schitte genau die Abschaffung von Bürokratie wären (was sowieso kein Kapital erfordert, sondern nur Abbau von Staat und Privilegien) ist der Weg klar: Konkurs, Abstreifen der EU-Bürokratie, Neustart, evtl. neue Währung. Vielleicht sollten wir das aber lieber in D machen???

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Wulf Hermann
Wulf Hermann (wuhe) - 05.02.2012 11:36 Uhr

Kurz, bündig und sehr richtig, Herr Hank

An alle, die immer von einem "Marshall-Plan" für GR faseln: Den haben die Griechen, nur unter anderen Namen und Bezeichnungen, schon mehrfach von der EU, vornehmlich also von D, erhalten. Sie haben die Chancen für ihr Land nicht genutzt, sondern die Gelder vornehmlich verfrühstückt bzw. falsch investiert. Z.B. wurden mit den Geldern u.a. Hochschulen, Unis, Straßen gebaut, die keiner braucht, die Armee "totgerüstet", tote Rentner bzw. deren Verwandte mangels Kontrolle alimentiert, angeblich Blinde bestens versorgt, die eigene Wählerklientel mit unproduktiven Posten versorgt und, und und...

Kurzum, das Land, vorneweg die sogen. "Eliten" haben sich verhalten wie der Lottosoieler, der seinen Millionengewinn in kürzester Zeit versemmelt hat. Dabei wurde das Land allerdings unterstützt durch eine EU, also auch Deutschland, die dem Treiben mehr oder weniger wort-und tatenlos zugeschaut hat. Erst dieses Wegschauen hat es ermöglicht, daß es so kam, wie es gekommen ist.

.

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Rüdiger Runge

Der Griechen Lebensart

Wir als Deutsche wissen, was die Griechen brauchen. Was für eine Anmaßung! Wir schauen durch unsere Brille. Lasst doch den Griechen ihre Webensart. Dazu gehört, dass sogar eine Mätresse die Regierungsgeschäfte führte. Wunderbar, das gab es früher auch in anderen Staaten. Die Länder dieser Welt sollten den Staub von ihrer Brille putzen. Sie werden dann erkennen, die Griechen brauchen ihre eigene Währung – so kann jeder Investor ihre liebenswürdige, besondere Lebensart sofort erkennen.

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Hans Edelmann

In Griechenland investieren...?

Es erscheint als wenig wahrscheinlich, dass eine Art "Marshallplan" die schwache griechische
Wirtschaft auf erfolgreiche Beine bringen würde. Aus den enormen Summen geliehenen
Kapitals hat der griechische Staat schließlich auch nicht viel Vernünftiges gemacht. Das
viele Geld ist weg und hat der griechischen Wirtschaft nicht geholfen. Wie sollte es
mit noch mehr geschenktem Geld aus anderen Ländern am Ende besser werden?

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Jahrgang 1953, verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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