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Kommentar : Vergeudete Hilfe für Air Berlin

Betrieb dank Staatsdarlehen: Als Air-Berlin-Jets noch abgefertigt wurden Bild: dpa

Für mickrige 20 Millionen Euro geht der letzte Rest von Air Berlin an IAG. Für Reisende ist das eine gute Nachricht, für Steuerzahler weniger.

          Zum Jahreswechsel ist eine Traumblase der Luftfahrt geplatzt. Für mickrige 20 Millionen Euro geht der letzte Rest von Air Berlin, die insolvente Tochtergesellschaft Niki, an den British-Airways-Konzern IAG. Mehr war nicht zu bekommen. Mit der Zerlegung eines gescheiterten Konzerns lässt sich kein großes Geld machen. Air Berlin samt Niki hatte nicht mal mehr eigene Flugzeuge.

          Die Hoffnung auf opulente Erlöse, die sogar die Rückzahlung eines in maximaler Not gewährten Staatsdarlehen sichern, entpuppte sich als Illusion. Sicher, ein Verkauf an Lufthansa hätte viel mehr eingebracht – auf Kosten des Wettbewerbs. Die hohen Zahlen der Lufthansa-Offerte vernebelten vielen Beteiligten den Blick, dass sie die Folgen für Reisende nicht sehen wollten. Die EU hat eine andere Lösung erzwungen.

          Für Reisende, die sich mehr Preiskonkurrenz wünschen, ist das eine gute Nachricht. Ein Schaden bleibt für den deutschen Steuerzahler: Mit seinem Geld wurde nicht die beschworene nationale Lösung ermöglicht. Mit Easyjet und dem British-Airways-Konzern IAG wird gleich zwei Anbietern die Bewältigung der Brexit-Folgen erleichtert. Dafür sollte deutsches Steuergeld nicht vergeudet werden.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

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