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Kommentar Unter Verdacht

 ·  Die Deutsche Bank gerät immer wieder in die Fänge der Justiz. In dieser Woche kommt es besonders dick.

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Seit zwei Jahren vergeht fast kein Monat, ohne dass die Deutsche Bank in die Fänge der Justiz gerät. Dem Verdacht, Zinsen manipuliert zu haben, geht die Bankenaufsicht mit einer Sonderprüfung nach. Kommunen führen Prozesse, weil sie sich von der Deutschen Bank mit Zinsderivaten übers Ohr gehauen fühlen.

Auch fragwürdige Geschäfte mit Dividenden, Iran und amerikanischen Hypotheken beschäftigen die Justiz. In dieser Woche kommt es besonders dick: Ein ehemaliger Mitarbeiter beschuldigt die Deutsche Bank der Falschbilanzierung, und der frühere Vorstandssprecher Rolf Breuer muss sich dem Prozess mit Kirch stellen. Beides sind allerdings Altfälle aus der Amtszeit von Josef Ackermann.

Dass dessen hehre Worte im Jahr 2007, kein Geschäft sei es wert, den Ruf der Bank zu ruinieren, nicht beachtet wurden, ist offensichtlich.

Am Mittwoch wurden dann auch noch fünf Mitarbeiter der Deutschen Bank wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung festgenommen - selbst Ackermanns Nachfolger Jürgen Fitschen wird des Steuerbetrugs verdächtigt. Der wollte einen Kulturwandel einleiten. Doch nun ist auch seine Glaubwürdigkeit erschüttert.

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12.12.2012, 18:40 Uhr

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