10.01.2005 · pwe. Deutschland dürfte im vergangenen Jahr abermals die Krone des Exportweltmeisters im internationalen Warenhandel gewonnen haben. Die Gründe liegen in der kräftig gewachsenen weltweiten Nachfrage und in der Wettbewerbsfähigkeit ...
pwe. Deutschland dürfte im vergangenen Jahr abermals die Krone des Exportweltmeisters im internationalen Warenhandel gewonnen haben. Die Gründe liegen in der kräftig gewachsenen weltweiten Nachfrage und in der Wettbewerbsfähigkeit vieler deutscher Unternehmen gerade bei hochspezialisierten Produkten. Darüber darf man sich ein wenig freuen. Zu laut sollte freilich gerade die Bundesregierung nicht feiern. Ohne den weltweiten Konjunkturaufschwung hätte die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr darniedergelegen. Ohne die Aufwertung des Euro, die den Ausfuhrwert in die Höhe treibt, hätte Deutschland den Weltmeistertitel nicht erringen können. Und außerdem lebt eine Wirtschaft nicht von der Güterproduktion allein. Auch mit Dienstleistungen läßt sich Wohlstand erarbeiten. Rechnet man Waren- und Dienstleistungsexport zusammen, ist der deutsche Weltmeistertitel schon passé. Dann führen unangefochten die Vereinigten Staaten. Ohnehin sind das Exportvolumen oder auch der Leistungsbilanzsaldo nicht dazu geeignet, um die Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft zu bestimmen. Ob es einer Wirtschaft gutgeht, zeigt sich in der Entwicklung des Pro-Kopf-Einkommens und im Grad der unfreiwilligen Arbeitslosigkeit. Gemessen daran, ist Deutschland auf dem absteigenden Ast. Der Titel des Ausfuhrweltmeisters ist deshalb ein Titel ohne Wert.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.395,58 | +1,37% |
| Dow Jones | 12.558,10 | +0,83% |
| EUR/USD | 1,2541 | 0,00% |
| Rohöl Brent Crude | 107,48 $ | +0,21% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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