27.12.2012 · Im Wettlauf um die Wähler winken Arbeitnehmern immer neue Wohltaten. Die jüngste Idee: eine staatlich subventionierte Teilzeit für Eltern. Doch über der scheinbar grenzenlosen Ausweitung der Sozialleistungen bleibt eine Erkenntnis auf der Strecke: Ein Sozialstaat braucht gesunde Unternehmen.
Von Kerstin SchwennRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Aus "Europa",vor allem von Hollande, gibt es schon lange die
Forderung, die bösen Deutschen mögen endlich ihre böse
Wettbewerbsfähigkeit solidarisch dem niedrigen Club Med-Niveau anpassen.
Frau Nahles hat als gute Europäerin ihren Ruf erhört und legt
sich ins Zeug. Gegen unsere Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaft.
...oder gar Auszeit gehört so mancher Politiker(in) geschickt,
selbstverständlich mit Anpassung der Bezüge. Die Anpassung
bedeutet selbstverständlich: Keine Arbeit - Keine Bezüge.
Wie das Thema "Kinder- Vereinbarkeit mit Beruf" (und alles was
dazugehört) gelöst werden kann, dürfen keine Politiker
entscheiden, welche ihr Geld für idiotische Ideen erhalten.
Diese Wohltaten wären nicht nötig,wuerden die Arbeitgeber in
Deutschland angemessene Löhne zahlen.
Ist doch erstaunlich,das hundertausende von deutschen Arbeitnehmern
grosse Risiken auf sich nehmen um ihr " Paradies" zu verlassen.
Hier in Schweden bspw. gibt es diese Wohltaten nicht,auch keine
staatlichen Lohnsubventionen.
Trotzdem wohnt nahezu jeder Handwerker/Sachbearbeiter im eigenen Haus
und selbst ungelernte
Arbeiter können sich irgendwann einen neuen Kleinwagen leisten.
Kinder gibt es hier auch deutlich mehr wie in Deutschland,da man fuer
sie eine lebenswerte Zukunft,nach 1. Welt Masstäben sieht.
Das deutsche multikulti Niedriglohnparadies ist vielleicht ein
Schlaraffenland fuer Buerokraten,DAX-Unternehmen,Finanzwirtschaft,
kulturfremde Unterschichten und Unternehmern,denen der Lohn gar nicht
niedrig genug sein kann,aber ganz sicher nicht fuer den deutschen Niedriglöhner.
so long
Von der verlockenden SPD-Bratwurst mit scharfem Senf wollen aber auch andere etwas haben.
Die von der SPD in den politischen Raum gestellte 30-Stunden-Woche
für Eltern muss dann doch
gewiss auch bei Ehepaaren zum Tragen kommen, die aus medizinischen oder
anderen Gründen kein Kind bekommen können, und bei
Homosexuellen, denen das Kinderkriegen gegenwärtig
nahezu unmöglich ist, doch wohl auch...
Wer als Fettauge auf der Suppe schwimmt, wie Philipp Rösler,
sieht nicht mehr das dafür gehackte Basisgemüse seiner Suppe.
Das vom Volk erarbeitete und bezahlte Realvermögen in Form von
wichtigen Schlüsselunternehmen will er weiter abbauen und
verkaufen, auf daß die FDP-Sponsoren der Großindustrie und
Bankster ihre selbst gedruckten bunten Scheine in Realvermögen
anlegen können, mit dem das Volk auch noch dauerhaft abkassiert
werden kann. Beispiele gibt es viele: Energieversorger,
Müllindustrie und -Entsorgung, Eisenbahnen und anderer ÖPNV,
Telekom und so weiter. Und natürlich muß der Arbeitsmarkt
weiter liberalisiert werden, damit die zur Förderung der heimischen
Wirtschaft unterbezahlten Proles mehr ergänzende
Sozialunterstützung vom Steuerzahler erhalten. FDP = Für Die Parteikasse.
Rösler, Rösler, Rösler gelb, Rösler in die Wüste.
In der einen begreifen Wähler und Politiker das Gemeinwesen als Einrichtung, bei der man Ansprüche anmeldet, die prompt erfüllt werden. In der anderen begreifen sich als Teil des Gemeinwesens, von dem man etwas hat, wenn man auch gibt. Nur das zweite hat mit Verantwortung und Reife von Wählern und Politikern zu tun. Das erste ist Kinderladen. Hierher gehören alle Modelle von Sozialismen, also auch das momentane System im Spektrum linksradikal bis sozialdemokratisierte Union. Doch wie jeder Kinderladen bricht es zusammen, wenn die Eltern nicht mehr zahlen. Und wie in jedem Kinderladen, sind die Eltern anschließend Schuld an allen Miseren. Dieses Bild vor Augen wird einem klar, warum die heutige Politik durch eine rasante Infantilisierung geprägt ist, egal ob es um €-Rettung, Renten oder Sozialleistungen geht. Man lebt mit der Selbstverständlichkeit von Kleinkindern unverantwortlich auf Kosten der anderen, hier der Unternehmen.
ein staat braucht gesunde unternehmen. diese erkenntnis wird bei roten
und grünen sozis nie ankommen. bei denen kommt das geld immer vom
himmel. man muss es ja nur noch "gerecht verteilen".
geistesgrößen wie
wowereit, nahles, expopbeauftragter u.u.u. spucken das doch jeden tag aus.
wichtig ist doch nur, den neidfaktor der nichtleistenden auf die leistenden
aufrecht zu erhalten. damit kommt man seiner lieblingsklientel entgegen
und sichert sich ihre stimmen.
Ja, man kann sich drei Jahre freistellen lassen, wenn man ein Kind
bekommt. Im Gegenzug kann jeder Arbeitgeber für diese Zeit
befristet jemanden einstellen. Welcher Arbeitgeber sträubt sich
denn noch gegen befristete Verträge? Gleiches gilt für die
Großelternzeit, die angenehmerweise auch noch den Rest über
50 entsorgt. Juhu!
Elterngeld hat nicht zu mehr Kindern geführt. Ebenso wenig wird es
die subventionierte Teilzeit erreichen. Das ist alles bloß
zusammengeschustertes Flickwerk, weil man wirklich alles tut, um
bloß nicht Familienarbeit als Leistung anzuerkennen. Nur entlohnte
Arbeit ist anzustreben. Nur das, was in harter Münze - auch zu
Niedrigstlöhnen - gezahlt wird, ist etwas wert. Und deshalb gibt es
keine Kinder mehr. Man führt eine scheinheilige Gelddebatte anstatt
einer Wertediskussion. Unter Nachhaltigkeit versteht man in erster Linie
Mülltrennung und nicht eine stabile Bevölkerungsentwicklung.
Die gleichen Firmen heulen übrigens auch über fehlenden
Nachwuchs! Schachmatt!
Wählerkaufdemokratie. Je schlechter die Aussichten für eine Partei, desto größer die Gaben.
„Ein Sozialstaat braucht gesunde Unternehmen.“ Wer sagt denn so etwas? Das sehen manche anders, z. B. ein Sozialstaat braucht nur eine SPD, die weiß wie sie alles finanziert. Wie kann sich jeder Schuljunge zusammenreimen, natürlich auf Kredit, aber das ist egal. Hauptsache, die SPD kann wieder als die „göttliche Partei“ auftreten. Nur schlecht, dass die CDU, CSU, FDP, die Grünen und die Linke auch nicht anders denken und handeln. Die Zukunft ist für diese Parteien egal, Hauptsache sie bleiben an der Macht. Kaum etwas gefährdet die Demokratie mehr als solch ein Parteiensumpf.
Abschaffung Solidaritätsbeitrag würde die meisten Wähler überzeugen!
Denn selbst als Arbeitslosengeld-Empfänger muss man
Solidaritätsbeitrag bezahlen!!! Und muss man nicht auch auf Zinsen
diesen Soli zahlen? Nach mehr als 20 Jahren könnte ja mal Schluss
sein und insbesondere dass Arbeitslose diesen Beitrag zahlen!
Das mit den niedrigen Arbeitslosenzahlen glaube ich außerdem
nicht, d.h. ich bin davon überzeugt, dass diese lediglich die
Harz4-Arbeitslosen zeigt, aber nicht die, die etwas gespart haben und
als Arbeitslose davon leben, das ist mit Sicherheit eine recht
große Zahl. Allein in meinem Umfeld kenne ich 5 Leute, die zuviel
für Harz4 haben, aber zu wenig gespart, dass es für ewig reicht.
Die Einfuehrung einer staatlichen Ganztagsschule ...
... waere dem Ziel Eltern das Leben zu erleichtern und die Geburtenrate zu erhoehen wesentlich zutraeglicher als dieser ganze Sonderurlaubsfirlefanz.
Wachet auf, Verdammte dieser Republik!
Was soll man zu diesem Vorschlag ernsthaft sagen, ohne ausfallend zu werden? Es fällt einem wenig dazu ein. Die SPD scheint gerade die Lust an der Selbstdemontage neu entdeckt zu haben. Wer halbwegs bei Trost ist und zu den Nettozahlern dieser Gesellschaft gehört, kann einen solchen Parteien-Ausbund an Inkompetenz, Dilettantismus und Schuldenmacherei nicht ernsthaft wählen. Deshalb dümpelt die SPD ja bei mickrigen 27 % verdientermaßen vor sich hin. Bleiben diejenigen Wähler, die nach der Partei-Doktrin der SPD in diesem Sozialstaats-Schlaraffenland vermeintlich immer noch im Dunkeln sitzen und die die SPD offenbar mit solch einem Strunx ködern will... Aber: Obacht, Verdammte dieser Republik! Wenn der Sozialstaat in seiner Substanz ausgesaugt wird durch ein nimmer endendes politisches Füllhorn an Wohltaten, wird es ihn alsbald nicht mehr geben und mit Euren Transferleistungen wird es dann auch sehr schnell zu Ende sein. Was dann passiert, seht ihr in Griechenland - äußerst ungemütlich!
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.12.2012 21:04 Uhr@Wilhelm Friedrich - Ich bin ja vom Prinzip her ja bei Ihnen ...
... aber eine Sache in Ihrer Ausfuehrung schreit geradezu nach einer
Korrektur.
"Wenn der Sozialstaat in seiner Substanz ausgesaugt wird durch ein
nimmer endendes politisches Fuellhorn an Wohltaten, ... . Was dann
passiert, seht ihr in Griechenland - äußerst
ungemütlich!"
Also der griechische Staat hat einerseits durchaus ein Problem mit dem
sinnlosen Verteilen von Sozialleistungen und einem ueberbordenden
Sozialstaat. Aber auf der anderen Seite hat er ein viel groesseres
Reichtumsgefaelle als Deutschland und er ist nicht in der Lage seine
Reichen angemessen zu besteuern, wie beispielsweise Deutschland es tut.
Sie koennen also Griechenland schlecht als Beispiel fuer die deutschen
Verhaeltnisse nehmen, weil in Deutschland die "Reichen" schon
genug besteuert werden. Hoechstens was die Ausgabenseite angeht ist die
Analogie korrekt.
Die SPD verdient keine 27%.
Sie verdient nicht in dem Bundestag zu sitzen.
Machen die Betreuung leichter?
Abzüglich der Zeit für die Bürokratieerledigung
dürfte nicht so viel übrig bleiben.
Bittsteller möchte auch nicht jeder werden.
Überall führt Arbeitsteilung zum Produktivitätsgewinn,
nur in der Familie soll das plötzlich nicht mehr gelten und beide
Eltern sollen alles machen. Naja, die SPD.
Wir hatten in den 50er und 60er Jahren des vergangen Jahrhunderts die
geburtenstärksten Jahrgänge. Wie hoch war damals die
finanzielle Unterstützung einer Familie durch den Staat?
Sämtliche Maßnahmen, die heute als staatliche
Familienförderung unter das Volk gebracht werden, haben nur einen
Zweck: Wohltaten gegen Wählerstimmen.
Schmidt hat mit dieser klassischen SPD-Politik die Staatsverschuldung in
den 70ern um das fünffache (sic!) gesteigert. Dass der SPD 40 Jahre
später bei einem Schuldenstand von knapp 2 Billionen EUR keine
andere politische Maßnahme einfällt als die
Staatsverschuldung noch weiter zu steigern - nichts anderes bedeutet
nämlich der aktuelle Vorschlag - verschlägt einem die Sprache.
Mit der SPD regiert nicht der Sozialismus sondern der Dilettantismus.
Bei der CDU ist der Reformwille inzwischen so gut wie erloschen, dort
geht es augenscheinlich nur noch darum, Wohltaten zu verteilen -
Stichwort: Lohnuntergrenze, Zuschussrente, Lebensleistungsrente.
Dasselbe gilt für SPD und die Grüne. Die einzige Partei, die
noch etwas Willen zu Reformen zeigt, ist die FDP. Leider hat das
Positionspapier von Philipp Rösler nicht die Aufmerksamkeit
bekommen, die es verdient, es ging gleich wieder in einer neuen Debatte
über Röslers Zukunft als Parteichef unter.
Die FDP wird aller Voraussicht nach nicht mehr der nächsten
Bundesregierung angehören, selbst ihr Wiedereinzug in den Bundestag
ist akut gefährdet. Was uns mit Rot-Grün, Schwarz-Rot oder
Schwarz-Grün winkt, dürfte indes schon jetzt klar sein:
Steuererhöhungen, Einführung einer Vermögensabgabe, ein
flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn, teure Sozialprojekte
à la Zuschussrente. Wie auch immer, der Blick auf das Wahljahr
2013 kann einem Angst und Bange machen.
| Name | Kurs | Änderung | |
|---|---|---|---|
| F.A.Z.-Index | -- | -- | |
| Dax | -- | -- | |
| Dow Jones | -- | -- | |
| Euro in Dollar | -- | -- | |
| F.A.Z.-Anleih… | -- | -- | |
| Gold | -- | -- | |
| Rohöl Brent | -- | -- | |
| Bund Future | -- | -- | |