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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kommentar Teilzeit, Auszeit, Wahlzeit

 ·  Im Wettlauf um die Wähler winken Arbeitnehmern immer neue Wohltaten. Die jüngste Idee: eine staatlich subventionierte Teilzeit für Eltern. Doch über der scheinbar grenzenlosen Ausweitung der Sozialleistungen bleibt eine Erkenntnis auf der Strecke: Ein Sozialstaat braucht gesunde Unternehmen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (16)
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Wolfgang Richter

Gute Europäerin

Aus "Europa",vor allem von Hollande, gibt es schon lange die Forderung, die bösen Deutschen mögen endlich ihre böse Wettbewerbsfähigkeit solidarisch dem niedrigen Club Med-Niveau anpassen.
Frau Nahles hat als gute Europäerin ihren Ruf erhört und legt sich ins Zeug. Gegen unsere Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaft.

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Hermann Rampf

In Teilzeit...

...oder gar Auszeit gehört so mancher Politiker(in) geschickt, selbstverständlich mit Anpassung der Bezüge. Die Anpassung bedeutet selbstverständlich: Keine Arbeit - Keine Bezüge.
Wie das Thema "Kinder- Vereinbarkeit mit Beruf" (und alles was dazugehört) gelöst werden kann, dürfen keine Politiker entscheiden, welche ihr Geld für idiotische Ideen erhalten.

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Wolfgang von der Beeck

Wohltaten ?

Diese Wohltaten wären nicht nötig,wuerden die Arbeitgeber in Deutschland angemessene Löhne zahlen.
Ist doch erstaunlich,das hundertausende von deutschen Arbeitnehmern grosse Risiken auf sich nehmen um ihr " Paradies" zu verlassen.
Hier in Schweden bspw. gibt es diese Wohltaten nicht,auch keine staatlichen Lohnsubventionen.
Trotzdem wohnt nahezu jeder Handwerker/Sachbearbeiter im eigenen Haus und selbst ungelernte
Arbeiter können sich irgendwann einen neuen Kleinwagen leisten.
Kinder gibt es hier auch deutlich mehr wie in Deutschland,da man fuer sie eine lebenswerte Zukunft,nach 1. Welt Masstäben sieht.
Das deutsche multikulti Niedriglohnparadies ist vielleicht ein Schlaraffenland fuer Buerokraten,DAX-Unternehmen,Finanzwirtschaft, kulturfremde Unterschichten und Unternehmern,denen der Lohn gar nicht niedrig genug sein kann,aber ganz sicher nicht fuer den deutschen Niedriglöhner.

so long

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Hans Edelmann

Von der verlockenden SPD-Bratwurst mit scharfem Senf wollen aber auch andere etwas haben.

Die von der SPD in den politischen Raum gestellte 30-Stunden-Woche für Eltern muss dann doch
gewiss auch bei Ehepaaren zum Tragen kommen, die aus medizinischen oder anderen Gründen kein Kind bekommen können, und bei Homosexuellen, denen das Kinderkriegen gegenwärtig
nahezu unmöglich ist, doch wohl auch...

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Wer als Fettauge auf der Suppe schwimmt, wie Philipp Rösler,

sieht nicht mehr das dafür gehackte Basisgemüse seiner Suppe. Das vom Volk erarbeitete und bezahlte Realvermögen in Form von wichtigen Schlüsselunternehmen will er weiter abbauen und verkaufen, auf daß die FDP-Sponsoren der Großindustrie und Bankster ihre selbst gedruckten bunten Scheine in Realvermögen anlegen können, mit dem das Volk auch noch dauerhaft abkassiert werden kann. Beispiele gibt es viele: Energieversorger, Müllindustrie und -Entsorgung, Eisenbahnen und anderer ÖPNV, Telekom und so weiter. Und natürlich muß der Arbeitsmarkt weiter liberalisiert werden, damit die zur Förderung der heimischen Wirtschaft unterbezahlten Proles mehr ergänzende Sozialunterstützung vom Steuerzahler erhalten. FDP = Für Die Parteikasse.
Rösler, Rösler, Rösler gelb, Rösler in die Wüste.

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Wolfgang Hebold (hebold) - 28.12.2012 06:36 Uhr

Das System Kinderladen

In der einen begreifen Wähler und Politiker das Gemeinwesen als Einrichtung, bei der man Ansprüche anmeldet, die prompt erfüllt werden. In der anderen begreifen sich als Teil des Gemeinwesens, von dem man etwas hat, wenn man auch gibt. Nur das zweite hat mit Verantwortung und Reife von Wählern und Politikern zu tun. Das erste ist Kinderladen. Hierher gehören alle Modelle von Sozialismen, also auch das momentane System im Spektrum linksradikal bis sozialdemokratisierte Union. Doch wie jeder Kinderladen bricht es zusammen, wenn die Eltern nicht mehr zahlen. Und wie in jedem Kinderladen, sind die Eltern anschließend Schuld an allen Miseren. Dieses Bild vor Augen wird einem klar, warum die heutige Politik durch eine rasante Infantilisierung geprägt ist, egal ob es um €-Rettung, Renten oder Sozialleistungen geht. Man lebt mit der Selbstverständlichkeit von Kleinkindern unverantwortlich auf Kosten der anderen, hier der Unternehmen.

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Otto Kaldrack

teilzeit.......

ein staat braucht gesunde unternehmen. diese erkenntnis wird bei roten
und grünen sozis nie ankommen. bei denen kommt das geld immer vom
himmel. man muss es ja nur noch "gerecht verteilen". geistesgrößen wie
wowereit, nahles, expopbeauftragter u.u.u. spucken das doch jeden tag aus.
wichtig ist doch nur, den neidfaktor der nichtleistenden auf die leistenden
aufrecht zu erhalten. damit kommt man seiner lieblingsklientel entgegen
und sichert sich ihre stimmen.

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Elisabeth Dreier

Wählerkaufdemokratie. Je schlechter die Aussichten für eine Partei, desto größer die Gaben.

„Ein Sozialstaat braucht gesunde Unternehmen.“ Wer sagt denn so etwas? Das sehen manche anders, z. B. ein Sozialstaat braucht nur eine SPD, die weiß wie sie alles finanziert. Wie kann sich jeder Schuljunge zusammenreimen, natürlich auf Kredit, aber das ist egal. Hauptsache, die SPD kann wieder als die „göttliche Partei“ auftreten. Nur schlecht, dass die CDU, CSU, FDP, die Grünen und die Linke auch nicht anders denken und handeln. Die Zukunft ist für diese Parteien egal, Hauptsache sie bleiben an der Macht. Kaum etwas gefährdet die Demokratie mehr als solch ein Parteiensumpf.

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Lieschen Müller

Abschaffung Solidaritätsbeitrag würde die meisten Wähler überzeugen!

Denn selbst als Arbeitslosengeld-Empfänger muss man Solidaritätsbeitrag bezahlen!!! Und muss man nicht auch auf Zinsen diesen Soli zahlen? Nach mehr als 20 Jahren könnte ja mal Schluss sein und insbesondere dass Arbeitslose diesen Beitrag zahlen!
Das mit den niedrigen Arbeitslosenzahlen glaube ich außerdem nicht, d.h. ich bin davon überzeugt, dass diese lediglich die Harz4-Arbeitslosen zeigt, aber nicht die, die etwas gespart haben und als Arbeitslose davon leben, das ist mit Sicherheit eine recht große Zahl. Allein in meinem Umfeld kenne ich 5 Leute, die zuviel für Harz4 haben, aber zu wenig gespart, dass es für ewig reicht.

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Dr. Wolfgang Klein

Die Einfuehrung einer staatlichen Ganztagsschule ...

... waere dem Ziel Eltern das Leben zu erleichtern und die Geburtenrate zu erhoehen wesentlich zutraeglicher als dieser ganze Sonderurlaubsfirlefanz.

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Wilhelm Friedrich

Wachet auf, Verdammte dieser Republik!

Was soll man zu diesem Vorschlag ernsthaft sagen, ohne ausfallend zu werden? Es fällt einem wenig dazu ein. Die SPD scheint gerade die Lust an der Selbstdemontage neu entdeckt zu haben. Wer halbwegs bei Trost ist und zu den Nettozahlern dieser Gesellschaft gehört, kann einen solchen Parteien-Ausbund an Inkompetenz, Dilettantismus und Schuldenmacherei nicht ernsthaft wählen. Deshalb dümpelt die SPD ja bei mickrigen 27 % verdientermaßen vor sich hin. Bleiben diejenigen Wähler, die nach der Partei-Doktrin der SPD in diesem Sozialstaats-Schlaraffenland vermeintlich immer noch im Dunkeln sitzen und die die SPD offenbar mit solch einem Strunx ködern will... Aber: Obacht, Verdammte dieser Republik! Wenn der Sozialstaat in seiner Substanz ausgesaugt wird durch ein nimmer endendes politisches Füllhorn an Wohltaten, wird es ihn alsbald nicht mehr geben und mit Euren Transferleistungen wird es dann auch sehr schnell zu Ende sein. Was dann passiert, seht ihr in Griechenland - äußerst ungemütlich!

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.12.2012 21:04 Uhr
Dr. Wolfgang Klein

@Wilhelm Friedrich - Ich bin ja vom Prinzip her ja bei Ihnen ...

... aber eine Sache in Ihrer Ausfuehrung schreit geradezu nach einer Korrektur.
"Wenn der Sozialstaat in seiner Substanz ausgesaugt wird durch ein nimmer endendes politisches Fuellhorn an Wohltaten, ... . Was dann passiert, seht ihr in Griechenland - äußerst ungemütlich!"
Also der griechische Staat hat einerseits durchaus ein Problem mit dem sinnlosen Verteilen von Sozialleistungen und einem ueberbordenden Sozialstaat. Aber auf der anderen Seite hat er ein viel groesseres Reichtumsgefaelle als Deutschland und er ist nicht in der Lage seine Reichen angemessen zu besteuern, wie beispielsweise Deutschland es tut. Sie koennen also Griechenland schlecht als Beispiel fuer die deutschen Verhaeltnisse nehmen, weil in Deutschland die "Reichen" schon genug besteuert werden. Hoechstens was die Ausgabenseite angeht ist die Analogie korrekt.

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Elisabeth Dreier

Die SPD verdient keine 27%.

Sie verdient nicht in dem Bundestag zu sitzen.

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Matthias Katte
Matthias Katte (Hovac) - 27.12.2012 19:21 Uhr

Machen die Betreuung leichter?

Abzüglich der Zeit für die Bürokratieerledigung dürfte nicht so viel übrig bleiben.
Bittsteller möchte auch nicht jeder werden.

Überall führt Arbeitsteilung zum Produktivitätsgewinn, nur in der Familie soll das plötzlich nicht mehr gelten und beide Eltern sollen alles machen. Naja, die SPD.

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Closed via SSO

Der pervertierte Sozialstaat

Wir hatten in den 50er und 60er Jahren des vergangen Jahrhunderts die geburtenstärksten Jahrgänge. Wie hoch war damals die finanzielle Unterstützung einer Familie durch den Staat? Sämtliche Maßnahmen, die heute als staatliche Familienförderung unter das Volk gebracht werden, haben nur einen Zweck: Wohltaten gegen Wählerstimmen.

Schmidt hat mit dieser klassischen SPD-Politik die Staatsverschuldung in den 70ern um das fünffache (sic!) gesteigert. Dass der SPD 40 Jahre später bei einem Schuldenstand von knapp 2 Billionen EUR keine andere politische Maßnahme einfällt als die Staatsverschuldung noch weiter zu steigern - nichts anderes bedeutet nämlich der aktuelle Vorschlag - verschlägt einem die Sprache.

Mit der SPD regiert nicht der Sozialismus sondern der Dilettantismus.

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Ralf Kowollik

Angst vor Schwarz-Rot-Grün

Bei der CDU ist der Reformwille inzwischen so gut wie erloschen, dort geht es augenscheinlich nur noch darum, Wohltaten zu verteilen - Stichwort: Lohnuntergrenze, Zuschussrente, Lebensleistungsrente. Dasselbe gilt für SPD und die Grüne. Die einzige Partei, die noch etwas Willen zu Reformen zeigt, ist die FDP. Leider hat das Positionspapier von Philipp Rösler nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die es verdient, es ging gleich wieder in einer neuen Debatte über Röslers Zukunft als Parteichef unter.
Die FDP wird aller Voraussicht nach nicht mehr der nächsten Bundesregierung angehören, selbst ihr Wiedereinzug in den Bundestag ist akut gefährdet. Was uns mit Rot-Grün, Schwarz-Rot oder Schwarz-Grün winkt, dürfte indes schon jetzt klar sein: Steuererhöhungen, Einführung einer Vermögensabgabe, ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn, teure Sozialprojekte à la Zuschussrente. Wie auch immer, der Blick auf das Wahljahr 2013 kann einem Angst und Bange machen.

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27.12.2012, 16:16 Uhr

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