Home
http://www.faz.net/-gqe-vw0r
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kommentar Spanische Windmühlen

27.11.2007 ·  Weitgehend unbemerkt und ganz geschickt hat der spanische Versorger Iberdrola das Geschäft mit erneuerbaren Energien aufgebaut. Jetzt schickt er die Tochtergesellschaft an die Börse. Damit wird der Vorsprung vor RWE und Eon noch sichtbarer.

Von Michael Psotta
Artikel Lesermeinungen (0)

Der spanische Stromversorger Iberdrola bereitet einen spektakulären Börsengang vor: Ein Fünftel des Geschäfts mit erneuerbarer Energie soll für fast 6 Milliarden Euro neue Anleger finden. Es kommt also zu einem der größten Börsengänge in Spanien überhaupt.

Dabei handelt es sich jetzt nur um eine Tochtergesellschaft des zweitgrößten spanischen Energieversorgers. Diese Gesellschaft namens Iberdrola Renovables hat sich aber längst zum größten Windkraftbetreiber der Erde emporgearbeitet.

Ein Geschäft, das 30 Milliarden Euro wert ist

Das hat bisher allerdings kaum jemand bemerkt: Iberdrola stand traditionell im Schatten des spanischen Marktführers Endesa, der nach langem Bieterwettkampf inzwischen zum italienischen Enel-Konzern gehört.

Das Schattendasein hat Iberdrola indes klug genutzt. Vom Jahr 2001 an hat der Konzern entschlossen seine Windkraftsparte aufgebaut, die heute 30 Milliarden Euro wert sein dürfte und in Spanien und den Vereinigten Staaten bereits fest verankert ist. Damit besitzt Iberdrola einen großen Vorsprung in einem Geschäftsgebiet, das erst jetzt in Mode kommt. Die deutschen Konkurrenten Eon und RWE beispielsweise haben erst dieser Tage angekündigt, ähnliche Schwerpunkte bilden zu wollen.

Quelle: F.A.Z., 27.11.2007, Nr. 276 / Seite 26
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Jahrgang 1957, verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung.

Jüngste Beiträge

Böses Spiel

Von Holger Steltzner

Mit größter Selbstverständlichkeit und in unerträglichem Ausmaß zahlt die Elite Griechenlands keine Steuern und flüchtet mit Milliarden ins Ausland - und jede griechische Regierung lässt sie gewähren. In den Geberländern wächst die Wut der Steuerzahler. Mehr 40 150

29.05.2012 15:48 Uhr
  Vortag
Dax 6.406,03 +1,31%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.395,58 +1,37%
Dow Jones 12.558,10 +0,83%
EUR/USD 1,2541 0,00%
Rohöl Brent Crude 107,48 $ +0,21%
Gold 1.574,60 $ +0,32%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.