Die Einführung befristeter Leerverkaufsverbote am italienischen und spanischen Aktienmarkt ist ein vergeblicher Versuch der Regierungen in Rom und Madrid, Handlungsfähigkeit zu demonstrieren. Nach allen Erfahrungen können solche Verbote höchstens ein paar kurzfristige Spekulanten abschrecken, an der langfristigen Tendenz am Aktienmarkt aber ändern sie nichts.
Die Aktienmärkte in der Peripherie befinden sich seit geraumer Zeit in einer Baisse. Nicht zuletzt internationale Großanleger haben in den vergangenen Monaten Aktien verkauft, weil sie der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung dieser Region nicht trauen. Überhaupt stellt sich die Frage, was Regierungen, die genug mit der finanzpolitischen Stabilisierung ihrer Länder zu tun haben sollten, auch noch am Aktienmarkt suchen.
Solange sich die Geldgeber von Athener Regierungen an der Nase herumführen lassen, die spanische Regierung halbherzig agiert und die italienische Regierung den Eindruck erweckt, eine finstere Allianz aus Deutschland und den Finanzmärkten rücke ihr Land zu Unrecht in ein schiefes Licht, wird Europa nicht voran kommen. Die Zeche zahlt die Weltwirtschaft.
Wann kommt die weise Botschaft aus Brüssel?
Gerhard Rinker (GerdR)
- 24.07.2012, 09:23 Uhr
Angeblich wurden in Italien nicht nur Leerverkäufe, sondern
für eine kurze Zeit auch normale
Alex Merck (AlexM3)
- 23.07.2012, 18:43 Uhr
Jetzt darf die Banken nicht einmal Aktienbstände verleihen,wie
sollen sie denn jetzt Geld verdienen.
klaus keller (klkeller)
- 23.07.2012, 17:56 Uhr
Wird langsam Zeit !
Karl Dietrich Naumann (Huga)
- 23.07.2012, 17:38 Uhr
Solange...
Andrea Trombini (trombiniandrea)
- 23.07.2012, 17:31 Uhr