Home
http://www.faz.net/-gqe-qv6r
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Freitag, 17. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kommentar Mehr als nur zweite Wahl

08.09.2005 ·  Nicht jedermann am Finanzplatz Frankfurt wird Francioni als erste Wahl für die Deutsche Börse einstufen. Dafür ist sein Name zu eng mit dem Scheitern des Neuen Marktes verknüpft. Gleichwohl kann sich seine Berufung als gute Wahl erweisen.

Artikel Lesermeinungen (0)

Die Deutsche Börse bleibt unter eidgenössischer Führung. Der Schweizer Reto Francioni wird der neue Vorstandsvorsitzende und Nachfolger von Werner Seifert. Eine Überraschung ist das nicht. Aber nicht jedermann am Finanzplatz Frankfurt wird Francioni als erste Wahl einstufen. Dafür ist sein Name zu eng mit dem Scheitern des Neuen Marktes verknüpft. Gleichwohl kann sich seine Berufung als gute Wahl erweisen.

Denn gegenüber allen anderen Kandidaten hatte er den Vorzug, daß er nicht nur das Börsengeschäft beherrscht, sondern auch noch die Deutsche Börse kennt. Immerhin war er jahrelang deren stellvertretender Vorstandschef. Es wäre wahrscheinlich gar nicht gut gewesen, wenn Seiferts Nachfolger, wie mancherorts erhofft, aus einer Bank gekommen wäre. Denn mit einer Bank hat die Deutsche Börse wenig gemein. Sie ist aufgrund ihrer starken vertikalen Struktur auch keine klassische Börse mehr. Am ehesten wird ihr noch das Etikett eines Systemhauses gerecht. Und dieses Systemhaus ist heute die am höchsten bewertete Börsengesellschaft der Welt.

Francioni steigt damit auf einem hohen Niveau ein. Er muß schon sehr kreativ werden, um in überschaubarer Zukunft noch einen Mehrwert für seine bekanntermaßen anspruchsvollen Aktionäre zu erwirtschaften. Vielleicht wäre ein erster Schritt eine Verschmelzung der Deutschen Börse mit Francionis derzeitigem Arbeitgeber, dem Eurex-Partner Swiss Exchange. Seifert hatte das versucht, Francioni kann es gelingen.

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Abschied ohne Schock

Von Holger Steltzner

Der griechische Staatspräsident hat sich in Rage geredet: Wolfgang Schäuble habe sein Land beleidigt. Was genau meint Papoulias damit? Mehr 3 57

16.02.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.751,96 −0,09%
 OK
Umfrage

Sollen Kinderlose einen „Solidarzuschlag" zahlen?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

17.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.751,96 −0,09%
FAZ-INDEX 1.505,26 −0,19%
TecDAX 772,73 −1,05%
MDAX 10.296,70 −0,54%
SDAX 4.989,81 −0,62%
REX 423,38 +0,51%
Eurostoxx 50 2.489,35 −0,18%
F.A.Z. EURO INDEX 80,46 −0,11%
Dow Jones 12.904,10 +0,96%
Nasdaq 100 2.592,29 +1,42%
S&P500 1.358,04 +1,10%
Nikkei225 9.393,50 +1,68%
EUR/USD 1,3130 +0,01%
Rohöl Brent Crude 120,35 $ +0,25%
Gold 1.713,00 $ −1,15%
Bund Future 138,72 € −0,24%