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Kommentar Keine Unruhe bei Micorosofts Wettbewerb

02.11.2005 ·  Mit den neuen Produkten „Windows Live“ und „Office Live“ will Microsoft an Trends im Internet aufschließen. Die Programme bleiben aber Antworten schuldig.

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Eines der größten Debakel in der Geschichte von Microsoft war es, in den neunziger Jahren den Aufstieg des Internet verschlafen zu haben. Zu den größten Stärken von Microsoft gehört es aber, Märkte von hinten aufzurollen.

Genau das hat der Softwarekonzern damals mit dem Internet-Browser Explorer getan, der den vormaligen Marktführer Netscape ausschaltete. Heute hinkt Microsoft wieder Trends im Internet hinterher. Beispiele sind der Vertrieb von Software über das Internet und Online-Werbung, insbesondere Anzeigen, die an andere Dienste wie Internetsuche gekoppelt sind. Hier heißt der stärkste Vertreter Google. Mit den neuen Produkten „Windows Live“ und „Office Live“ will Microsoft aufholen. Die Programme bleiben aber Antworten schuldig.

Microsoft hat versucht, sie von seiner angestammten Software abzugrenzen. Dafür gibt es einen guten Grund: Der jüngste Quartalsbericht hat einmal mehr gezeigt, wie sehr das Unternehmen von alten Umsatzträgern abhängt und wie langsam neue Gebiete vorankommen. Ob die nun von Microsoft gezogene Trennlinie aufrechtzuerhalten ist, ist aber mehr als fraglich. Daneben trifft die Neuausrichtung auf Internetwerbung ein Gebiet, in dem Microsoft bislang alles andere als geglänzt hat. Die Internetsparte MSN ist von Wachstumsraten im Anzeigengeschäft, wie sie Google oder Yahoo ausweisen, weit entfernt. Die neuen Microsoft-Programme beunruhigen die Wettbewerber vorerst nicht.

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