27.04.2007 · Die Tarifparteien in der Metall- und Elektroindustrie haben die letzte Chance einer friedlichen Einigung vertan. Offenbar braucht die Gewerkschaft den Krawall.
Die Tarifparteien in der Metall- und Elektroindustrie haben die letzte Chance einer friedlichen Einigung vertan.
Obwohl die Arbeitgeber mit einem ungewöhnlich hohen Angebot in Vorlage getreten waren, hat sich die Gewerkschaft in den vier Verhandlungsrunden keinen Zentimeter von ihrer Forderung wegbewegt. Offenbar braucht sie den Krawall, damit ihr die Mitglieder später nicht vorwerfen, sie habe nicht alles getan, um noch ein paar Zehntelprozente mehr herauszuschlagen.
Die chemische Industrie und die Bauwirtschaft haben gezeigt, dass es auch anders geht. Niemand wird diesen Gewerkschaften ernsthaft vorwerfen, sie hätten sich unter Wert verkauft. Doch statt wie diese einen Abschluss anzusteuern, der nicht nur die Arbeitnehmer an der guten Konjunktur beteiligt, sondern auch den Unternehmen die nötige Flexibilität sichert und nicht alle Kostensteigerungen dauerhaft in den Lohntabellen verankert, droht die IG Metall mit unbefristetem Arbeitskampf.
Bevor die Produktionsausfälle überhandnehmen, werden die Arbeitgeber einlenken. Die Alles-oder-nichts-Strategie der IG Metall wird damit freilich nicht nur zu einer Belastung für Konjunktur und Beschäftigung. Sie zerstört auch jede Hoffnung auf eine neue Partnerschaft in der Tarifpolitik. Die Arbeitgeber, so das unmissverständliche Signal, sind künftig besser beraten, wieder zum üblichen Ritual des Teppichhandels zurückzukehren.
Bei aller Kritik an der IG Metall, die ich teile...
Marco Vogt (MarcoVogt)
- 29.04.2007, 13:41 Uhr
Nachtrag: Chemische Industrie...
Marco Vogt (MarcoVogt)
- 29.04.2007, 13:45 Uhr
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