24.01.2011 · Energieversorgung und Transport sind bisher vor allem national gelöst worden. Effizienter wäre es, ein künftiges Netz in europäischen Maßstäben zu planen. Das heißt, der Bau sinnvoller neuer Überlandleitungen darf nicht mehr so häufig blockiert werden.
Von Carsten KnopAnfang Februar treffen sich die europäischen Staats- und Regierungschefs zu einem Sondergipfel, auf dem über Fragen zur Energieinfrastruktur gesprochen werden soll. Das Treffen ist wichtig. Denn Energieversorgung und Transport sind bisher vor allem national gelöst worden.
Effizienter wäre es, ein künftiges Netz in europäischen Maßstäben zu planen. Strom aus Wasser kommt schließlich am günstigsten aus dem Norden, der aus Sonne am besten aus dem Süden, Windkraft von den Küsten. Das an die Grenzen seiner Kapazitäten stoßende deutsche Stromnetz kann den Bau neuer Solar-, Wind- und Wasserkraftwerke sowieso bald nicht mehr verkraften. So steht es in einem Bericht des Bundeswirtschaftsministeriums.
Es besteht also Investitionsbedarf, den man nicht mehr in Form einer Insellösung abarbeiten sollte. Das heißt zugleich, dass der Bau sinnvoller neuer Überlandleitungen nicht mehr so häufig blockiert werden darf: Eine Gesellschaft, die sich für mehr regenerative Energien und damit zum Ausgleich von Schwankungen auch für mehr Stromimporte entscheidet, muss wenigstens ein hochmodernes Versorgungsnetz billigen. Schließlich sollen auch immer mehr Autos elektrisch fahren.
Carsten Knop Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für die Unternehmensberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.
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