20.11.2012 · Die Regierung in Paris setzt auf hohe Umverteilung und noch mehr Staatswirtschaft. Dabei ist Frankreich mit einer Staatsquote von 56 Prozent schon heute praktisch handlungsunfähig.
Von Holger SteltznerRichtlinien für Lesermeinungen
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Staatswirtschaft und der Tunnelblick-eine Krankheit des Geistes unter Stress.
was sollte man auch Anderes erwarten.Wenn viele Gehirne ,ob links oder
rechts in FR so stark dem Verständnis,wie Staat und Wirtschaft zu
funktionieern hat, wie es in den Absolventen der grandes écoles
,Universitäten,etc zum Ausdruck kommt,ausgerichtet sind,ist es kein
Wunder,dass dieser kollektive Tunnelblick nichts anderes zuläßt.
In Deutschland gibt es einen anderen Tunnelblick,dass Dinge nur noch
ökonomisch gesehen werden,die eigentlich nicht dem
ökonomischen Bereich zuzuordnen sind.
Warum machen Banker so viel Mist,warum machen Politiker nur Themen auf
,die ihrer eigenen Klientel vorwiegend geldlich nützlich ist,warum
begrreifen Unternehmenslenker in Unternehmen nicht,dass Wirtschaften
heißt Vergessen ,was vorher war-und nicht die bleibenden Dinge
,die zu entwickeln sind.Die persönliche
Identitätsgewinnung(Unternehmenslenker sprechen immer von
"ihrem" Lebenswerk) aus "tun" kann kein
Maßstab sein für Zukunftsentwicklungen,wenn das Umfeld nicht
ausreichend mit einbezogen wird.
Diese liberalen Märchen scheitern schon an den gutbekannten realen Zahlen
In den Ländern mit extrem niedriger Staatsquoten wie Japan, Irland,
Australien oder USA, also bei den vermeintlichen Vorzeigebeispiele
für liberale Ideologen, sieht es auch nicht besser aus als in Frankreich.
Im Gegenteil überführen die Zahlen der Staatsverschuldung
weltweit reihenweise liberal "besetzte" Industriestaaten als
noch "handlungsunfähiger" als Frankreich.
Japan hat 210% des BIP Schulden, USA und Irland z.B. über 100%.
Frankreich ist kaum schlechter (86%) als Deutschland (82%).
Grüße an all die Absolventen der Liberalen Jodelschule*
hier!(*frei nach Loriot)
Ja ,so ist es:Ökonomische Modelle sind immer Kontrukte,die,wenn sie passen und dabei wirtschafliche
Erfolge sich einstellen,Ökonomen meinen,ihre Theorie sei richtig.
Kein Naturwissenschaftler käme auf die Idee ,wenn er eine Theorie
aufstellt,dass diese Theorie oder Modell die Wirklichkeit
vollständig beschreibt.Es gelten immer noch die Randbedingungen,die
mitunter eine Vermutung einer Richtigkeit einer Theorie oder Modells
belegen, nur in der Richtigkeit einer Beschreibung,nicht in der
existentiellen Beschreibung,zulassen.
Was zB Japan anbelangt,zeigt sich, dass das BIP-Modell nicht zum
Vergleich geeignet ist.Im Westen gehen manche Eltern,die ihre
Töchter und Söhne zum Studium nach Japan schicken,auf den Leim
der unterschiedlichen Verhältnisse und sehen nur die
Schokoladenseiten aus der Ferne.
Es ist schon eine alte Tatsache,dass eine Freundin,die weiter weg wohnt
als eine Freundin ,die in der Nähe wohnt,sympathischer und ggf
hüscher empfunden wird.Das sind eben Irrtümer des Menschen,die
auch bei hübschen ökonomischen Modellen sich einstellen.
Angesichts des von Wunschdenken, Realitätsverlust und Ideologie
geprägten Verhalten Hollandes ist die schlechte Beurteilung F's
kein Wunder.
Keine Spur von "wir haben verstanden", stattdessen nur
ideologischer Starrsinn.
Aber Lästern über F ist billig:
Wenn es Rot-Grün bei uns 2013 schaffen sollte, wird Frankreichs Weg
unser eigener sein.
Man wundert sich, warum die Franzosen in ihrer Mehrheit für einen Präsidenten gestimmt haben, der mit billigen Versprechungen und Maßnahmen geworben hat, die unzählige Male gescheitert sind. Man wundert sich auch, warum nicht auch die Sozialisten etwas hinzulernen. Das eigentliche Problem ist wohl, daß Charaktere wie Hollande nicht am Wohlergehen der Bürger, sondern nur an eigener Karriere interessiert sind. Sarkozy verhielt sich nobler, er hielt an seinem Konzept fest, obwohl es nicht populär war.
Frankreich ist das Paradebeispiel dafür,
wie unendlich ökonomisch bedeutsam kulturelle Unterschiede
einzelner Länder sind. Aufgrund dieser kulturellen Unterschiede ist
eine ''friedliche'' Währungsunion mit Deutschland eigentlich nicht
möglich, da Politansätze und Interessen natürlicherweise
so unterschiedlich sind.
Und trotzdem gibt es die Währungsunion und den Euro. Befinden wir
uns also in einem de facto Kriegszustand mit Frankreich? Es gibt nicht
wenige Beobachter, die dafür so manches Anzeichen und historische
Parallelen fänden ;-)
hmmm
"Befinden wir uns also in einem de facto Kriegszustand mit Frankreich?"
.
Noch nicht. Aber sicher bald, wenn Holland jetzt immer mehr auf Merkel
kniet, sich an ihrem Hosenanzug festklammert - bis sie am Boden ist ob
des Gewichts (Blei).
Weitere downgrades sollen schon in der pipeline sein. Und dann?
Im Juli hatte ich Frankreich noch Zeit bis Anfang nächsten Jahres gegeben, bis dunkle Wolken aufziehen. Naja, bis das Thema Rettungsschirm losgeht, können noch ein paar Monate vergehen.
"Der schleichende Niedergang der französischen Wirtschaft
drückt sich noch nicht in Form steigender Zinskosten für
Frankreich aus."
.
Momentan sind es nur 50 bps zu Bunds für die 10-jährigen. Das
wird sich schnell ändern und auf 150 steigen, wenn nicht noch mehr.
Dazu brauchts nur den Fall von GR.
Es wird also interessant die CDS spreads zu beobachten.
Die Südeländer werden Deutschland schnell runterziehen,
insbesondere F wenn erst die volle Wahrheit ans Licht kommt.
Auch wenn Sozi Hollande immer unbeliebter wird (trotz unehrlicher
"hommages" wie jene von BHL), die Mehrheit der Franzosen wird
nicht einsehen, dass ein horrender Staatsanteil einfach ihre
Privatwirtschaft auffrißt und das Land immer verletzlicher und vor
allem angreifbarer macht.
F ist in Wahrheit die größte Gefahr für die
"Friedenswährung" teuro.
WIE sollte eine Merkel uns erklären, dass WIR jetzt der letzte Hase
sind den die Hunde beißen werden?
Auch lesenswert: "Guest Post: Europe Is Now Sinking Fast" (zh)
Erst einmal an die Wand fahren...
dann können die Konservativen wieder übernehmen (wer das in F auch immer sein wird). Nur so können Sozialisten agieren, und mit Verlaub, Francois Hollande hat die Ausstrahlung eines Vertreters (Entschuldigung bei den Vertretern). Da kann er machen was er will, auch im Elysée Empfänge veranstalten, es wirkt oft peinlich.
Betet, freie Schweizer, betet! Eure fromme Seele ahnt...
(Auszug a.d. schweiz. Nationahymne)..
Passt auch zur derzeitigen Eurokrise.
Spiegel 25.09.12:
SNB hat i.d. Eurokrise gigantische Euro- Reserven angehäuft.
Investments vor allem in Kernländer: insbesondere Deutschl
+Frankr... Schätzung von S&P: Allein in 3 Quartalen 2012
"lagert" SNB Staatspapiere i.H.v. 80 Mrd.
DWS Investment 30.10.12:
SNB kauft Euro, um den Franken v.d. Aufwertung zur Parität + die
heimische Exportindustrie.... zu schützen... Diese Euro kann sie
nicht wirklich brauchen und kauft daher dtsche + franz.
Staatsanleihen.... was in/für Frankreich den Eindruck erweckt, die
Staatsfinanzen in Frankreich seien solide. Das ist eine Illusion...
Sorgenvoll, liebe Schweizer, schauen wir auf die Entwicklung in den
Krisenländern. Wenn Frankreich "fällt", reißt
es uns alle mit - auch euch, fromme Seelen ...
Insofern nehmen wir eure Kritik, Aufmunterungen und Ratschläge gern
und im "Geiste gemeinsamer Solidarität" an.
Jeder, der politisch interessiert ist und in der Vergangenheit diese
politische Mitte gewählt hat, trägt mit an der Verantwortung
für das, was wir jetzt erleben. Die gemeinsame Finanzpolitik, bei
der Deutschland der Zahlmeister ist und bei der alle Südländer
konsequent nur ihre jeweiligen eigenen nationalen Interessen verfolgen,
wird im Ergebnis die totale Sozialisierung der Schulden in Europa
bringen. Ich fordere die Rückkehr zur nationalen Finanzpolitik in
Deutschland mit einer freien Bundesbank wie gehabt. Die Deutsche Mark
muss wieder eingeführt werden, was neben dem Euro absolut
möglich ist. Die Märkte werden den jeweiligen Wert sprich
Wechselkurs zeigen.
Ich werde nur eine Partei wählen, die eine Rückkehr zur
eigenständigen Finanzpolitik in ihrem Wahlprogramm hat.
Sozialisten sind beratungsresistent.....
und halten an ihren Prinzipien fest. Da sie nicht lernfähig sind, werden sie sich mit aller Macht an den EU-Geldtöpfen festklammern und Solidarität einfordern. Sozusagen eine Union nach den Wünschen FR.
Quasi nepotistische Zustände im französischen politischen
System, bei denen immer diejenigen besonders bevorzugt werden, Linke wie
Konservative, die von den französischen Eliteschulen kommen und
deren Vorfahren auch oft schon in diesem Milieu verhaftet sind,
verhindern auf breiter Front eine Erneuerung. Wie Hollande ist auch der
neue, Copé, ein Abkömmling der Eliteschulen und das wird in
den französischen Medien, die links wie rechts ebenfalls durch das
Milieu geprägt sind, goutiert.
Es ist dem französischen Mittelstand oder Quereinsteigern so gut
wie unmöglich, in einflussreiche politische Positionen zu kommen.
Die immer weiter wachsende Staatsquote wirkt dem entgegen. Arme
Franzosen. Aber auch eine Staatsquote von 46 Prozent, wie in
Deutschland, ist auf Dauer alles andere als zukunftsträchtig. Die
Macht gehört in Demokratien in die Hand des Souveräns und
nicht in die der Exekutive.
Thomas Klau, der frühere Brüssel-Korrespondent der heute von
Schließung bedrohten "Financial Times Deutschland", hat
einmal über das Verhältnis der Franzosen zum Liberalismus
angemerkt: "Liberalismus ist bei unseren französischen
Nachbarn fast so etwas wie ein politisches Unwort - für Linke
sowieso, aber auch für einen großen Teil der regierenden
Rechten und des kriselnden Zentrums."
Am Beispiel Frankreichs lässt sich gut besichtigen, wie es mit
einem Land bestellt ist, in dem eine liberale Partei wie die deutsche
FDP praktisch nicht-existent ist. Eine Warnung auch an die Deutschen,
den politischen Liberalismus nicht aussterben zu lassen.
Die FDP hat leider den politischen Liberalismus...
zugunsten einen klientalistischen Liberalismus verraten und verkauft.
Sie hat heute nur noch die Funktion, Partikularinteressen von
"gehobenen" Berufsgruppen in die Gesetzestexte zu
transferieren. Deshalb muss sie möglichst schnell verschwinden.
Wir brauchen deshalb eine neue gesellschaftliche Kraft (warum muss das
immer eine Partei sein) die sich wieder für den echten Liberalismus
einsetzt, fernab von den Oberklasse-Standesinteressen. Dieser
philosophische Liberalismus ist für das Gemeinwohl der Gesellschaft
äußerst wichtig. Für Deutschland! Weg mit der FDP, her
mit echtem Liberalismus.
Hoffnungslos, unsere Politiker fast geschlossen Eurofanatiker undâ¦
Und unser „Freunde“ heben das Grab für Deutschland aus. Tanzen Staaten in dieser EU nicht im Takt, so werden schließt man sie aus, wie für Schweden und Großbritannien nun geprüft wird, weil sie für die EU einen Billionenhaushalt nicht unterstützen. Hauptsache die EU, mit dem Taktgeber Frankreich gewinnt dadurch mehr Macht. Die Finanzen hat Deutschland zu garantierten. Ich werde nicht mehr das kleinere Übel wählen, sondern nur Politiker die gegen Eurorettung und/oder für die Distanzierung zur EU sind.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 20.11.2012 22:42 UhrSehr geehrte Frau Dreier, Sie haben den Grundkonflikt genau benannt:
... nämlich Frankreich als politischer Taktgeber in der EU und
Deutschland als Finanzier oder - wie es so schon heißt
"Frankreich regiert, Deutschland zahlt". Die französische
Strategie, eigene Nationalinteressen zu europäisieren, ist ein
wesentliches Element frz. Außenpolitik in Europa. Im Grundsatz hat
sich daran auch nichts geändert.
Solange die Kosten der deutschen Nachgiebigkeit sich im maximal hohen
einstelligen Milliardenbereich bewegten, konnte Deutschland sich die
angebliche deutsch-französische "Freundschaft"
schönreden.
Nun aber sind die enormen Belastungen für Deutschland existentiell
bedrohlich, das Einbringen eines eigenen politischen Profils mit eigenen
Standpunkten und Forderungen ist überlebenswichtig. Deutschland
kann es sich buchstäblich nicht mehr leisten, klaglos den
(zahlenden) Juniorpartner für Frankreich zu geben.
Die Eurokrise hat diesen Grundkonflikt nur scharf zutage treten lassen.
Latent gab es diese dt.-frz. Unwucht schon immer.
Gut, dass die EU Phantasten über die gute Medizin gegen den Kollaps von F verfügen
Hier die Medikamentenliste:
1. EZB-Notenpresse
2. Fiskalpakt
3. ESM
etc.
Hosianna !
Wo sind die unbegrenzten Target2Salden?
Nahezu eine Billion hat Deutschland an positiven Target2Salden in der
Eurozone. Niemand wird glauben, dass diese Summe je eingetrieben werden
kann. J. Weidmann warnte vor Monaten, dass genau dafür
Rücklagen gebildet werden müssen. W. Schäuble
überhörte dies.
Aber wenigstens werden die Traktorsitze nicht mehr von der EU reguliert.
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
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