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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Kommentar Euro-Krise und Dax-Rekord

 ·  So offen wie nie reden Politiker über einen Zerfall des Euro. Der Dax feiert trotzdem Rekorde. Warum?

Artikel Lesermeinungen (17)

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Erwin Stahlberg

Heute so --- morgen so

Spannend wird es am 13. September
für Börsenbeobachter sein, wenn am 12.
unser Bundesverfassungsgericht sein Urteil über die Verfassungsmäßigkeit der modernen FINANZ-AKROBATIK
gefällt haben wird.

Ist man anspruchsvoll,
wenn man auf den Sieg der Vernunft hofft???

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Karl Hammer

Logik?

Heißt es nicht allerorten, das Sachwerte im Falle einer Währungskrise die besseren Anlagen sind?

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Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 19.08.2012 14:58 Uhr

Die Aktien sind eine "Flucht-Währung"!

Ein Unternehmen wie BMW oder Siemens zieht seinen Wert aus dem Erfolg seiner Geschäftstätigkeit (und Anlagevermögen) und der bleibt gleich, egal in welcher Währung die Aktie notiert wird. Die feste Dax ist nichts anderes als eine Flucht aus dem EURO (und zusätzlich vor der Inflation).

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Hans W. Koerfges
Hans W. Koerfges (HansWK) - 19.08.2012 13:02 Uhr

Nachdenken

Unbestritten investieren die wenigsten Bundesbürger ihr Geld in Aktien. Deshalb jammern ja viele Börsianer, weil unsere Aktienkultur so unterentwickelt ist. Es ist kaum zu vermitteln, dass Aktien eine genauso langfristige Anlage sind wie z.B. Immobilien. Depots, die seit Jahren und Jahrzehnten unbewegt geblieben sind, haben die besten Ergebnisse. Vor einigen Jahren wollte mit ein Bankfachmann vermitteln, dass das Zeitalter des KGV vorbei sei. Wenige Monate später war sein eigenes Depot marginalisiert. Heute ist nach meiner Meinung die Börse ein reines Spielkasino. 1000 Punkte Kursgewinn sind in wenigen Tagen wieder verschwunden. Ich habe erlebt, wie der Dow Jones Ende der sechziger Jahre voriges Jahrhundert in weniger als 1 Woche 40% Wertverfall einfuhr. Er stand dann bei ca. 500. Wer die Langfristigkeit von Aktienengagements beachtete, hat heute ein riesiges Depot und sieht den kommenden Verwerfungen gelassen zu. Man sollte sich nicht von Börsenbriefen, Börsenhändlern und Bankangestel

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Gernot Meyer
Gernot Meyer (gernot99) - 19.08.2012 12:27 Uhr

Oder eher Flucht in Sachwerte

Mit Anleihen verliert man in D ja definitiv.

Anfang der 20er Jahre, zu Zeiten der Hyperinflation, stiegen deutsche Aktien massiv und nicht nur nominell. Sie verZEHNfachten(!) sich selbst in US-Dollar gemessen!

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Johannes Schneider

Vielleicht kann mir einer erklären, ob der folgende Effekt eintreten kann?

Sollte der Euro scheitern, dann müssten doch alle Sachwerte und Anlagen in Deutschland gewaltige Wertsteigerungen erfahren, da deren Werte künftig in der "neuen Währung" berechnet werden würden. Die "neue Währung würde ja dann vermutlich gegenüberden meisten sonstigen Währungen stark aufwerten, oder?

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.08.2012 16:01 Uhr
Karl Hammer

@Alex Merck

Die Schweizer bekämpfen eine Spekulationsblase gegen ihre Währung, nicht einen hohen Kurs.
Deutschlands Währung war immer stark und unserer Wirtschaft ging es immer gut damit. 1. werden Importe dadurch billiger. 2. kauft niemand deutsche Produkte des Preises wegen, sondern der Qualität wegen. Bei einer Maschine die 20 Jahre zuverlässig läuft, ist es egal, ob die Anschaffung 20% mehr oder weniger kostet.

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stefan maier
stefan maier (sxyxs) - 19.08.2012 15:54 Uhr

Deutschland wäre nicht ruiniert

das gegenteil.
Da zuerst der Euro zusammenbrechen würde(zb den Faktor 10) u die Mark explodieren würde (zB Faktor 10-macht zusammen 1:100)könnte Deutschland seine Schulden von 2.3 Bio Euro problemlos begleichen.
Dann wäre der Schuldenstand der BRD bei Null-das ist das Gegenteil von ruiniert,inkl. einer Unabhängigkeit von EU u Euro.
Die Wertsteigerung wäre massiv da viele Weltweit ihr Geld in D Mark umwandeln würden.
Gleichzeitig würde das massive Drucken der D Mark mit der Zeit die währung inflationieren u international wieder konkurrenzfähig machen.
Mit diesem Geld kann man dann auch übrigens den anderen Ländern helfen:aber an den Banken vorbei.
Denn solange die BRD die Schulden nur bei sich selbst aufnimmt u die Banken als unnötige mittler ausschaltet kann ihr nichts passieren.

Auch das schwarze Bild des exportgeschäfts stimmt so nicht:denn der Einkauf von Rohstoffen wäre dann extrem billig.

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Elisabeth Dreier

Unmöglich eine Aussage für "alle" Sachwerte zu treffen.

Der Wert/Preis von Sachwerten definiert sich über Angebot und Nachfrage, d. h. ein Sachwert wird zumeist entsprechend dem bewertet, was er abwirft. Also wenn eine Inflation kommen sollte, dann hat dies zuerst Auswirkungen auf die Preise von Import-/Exportgütern. Auswärtige Rohstoffe werden teurer, Arbeit im Verhältnis zu außereuropäischer billiger, Schulden verlieren an Wert. Exportierende Unternehmen werden preisgünstiger ihre Artikel auf dem Weltmarkt verkaufen können, aber der europäische Markt wird weniger nachfragen, Unternehmen die viel importieren müssen werden es schwerer haben. Der Wert der Aktiengesellschaften wird sich kurzfristig höchst verschieden entwickeln, nicht wenige Unternehmen werden Pleite gehen. So wird es mit allen Sachwerten sein. Spielen Sie es jeweilig durch.

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Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 19.08.2012 13:58 Uhr

Wenn die neue Währung stark aufwerten würde, wäre Deutschland ruiniert und manche

Sachwerte (nämlich Firmen mit hohem Exportanteil) würden konkurrenzunfähig, was wiederum die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien massiv schwächen und damit auch deren Preise fallen lassen würde. Weitere massive Einbussen für alle exportierenden Firmen wären zu erwarten, da diese ihre alten Forderungen (zwischen Lieferung und Bezahlung vieler Exporte dauert es 3 bis 9 Monate) in Euro haben, die dann weniger wert sind. Warum bekämpft die Schweizer Nationalbank (entsprechend Bundesbank/EZB) wohl den Anstieg des Schweizer Franken? (Wäre nicht nötig, wenn die Schweizer wirklich vom Bankgeschäft leben würden - aber Tatsache ist, das der grösste Teil des Schweizer Reichtums aus Hightech- , Pharma- und Industriebranchen kommt, mit Firmen wie ABB, Kudelski, Roche etc.)

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Christian Meyleran

Keinesfalls Vertrauen in den Euro, sondern das Gegenteil !

Der DAX ist deswegen gestiegen, weil die Leute trotz bevorstehende Wirtschaftkrise ihr Geld lieber in Sachwerten anlegen, als ihre Erspanisse durch einen Eurocrash oder Inflation zu verlieren. Das viele Geld, welches die EZB verliehen hat, muss ja auch irgendwohin. Diese Entwicklung hat mit Zuversicht nichts zu tun.

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Jens Schmidt
Jens Schmidt (jenska6) - 19.08.2012 11:39 Uhr

Es ist doch eher so, dass die Inflation schon angekommen ist

Wieso wird bei der Diskussion um Inflation eigentlich ausschließlich der bekannte Warenkorb zugrunde gelegt? Steigende Immobilienpreise und steigende Aktienkurse sind ebenfalls Inflation. Jeder der heute eine Wohnung in einer Großstadt kaufen will, weiß dass er sich heute sehr viel weniger leisten kann als vor 3 Jahren. Es ist eher so, dass die Notenpresse schon längst angeworfen wurde und das billige Geld jetzt Immobilienpreise und Aktienkurse in die Höhe treibt....

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Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 19.08.2012 11:38 Uhr

Das sollte man etwas differenzierter sehen ..

auch wenn die Warnung in diesem Kommentar sehr richtig ist. Allerdings kann man beobachten, das der DAX im Vergleich zu den anderen europäischen Börsen seit einigen Wochen geringer steigt, also "die Anleger" sehr wohl begreifen, das vor allem die im DAX enthaltenen Grossfirmen gefährdeter sind als einige aus den Problemländern.
Aber vor allem profitiert der DAX davon, das deutsche Anleger wenig Ahnung von allem aussehalb D's haben und begreifen, das deutsche Staatsanleihen zur Zeit indiskutabel sind: hohes Risiko (durch €-Rettungspläne) und Zinsen unter Inflationsrate. Da sie nur da investieren, wo sie glauben, sich auszukennen, kaufen sie DAX-Aktien. Ich kenne einige Fälle, wo ich Mühe hatte, solche Leute auch auf US- oder asiatische Aktien hinzuweisen, die bei weitem weniger gefährdet sind und trotzdem fundamental nicht teurer als vergleichbare DAX-Papiere.

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Danny Kurban

Also?

Und was sollte der "weitsichtige Anleger" nun nach Meinung des Autors machen? Und jetzt kommt mir bitte niemand mit Gold oder dergleichen...

Ich dachte immer, Aktien seien noch relativ gut gegen Inflationsrisiken abgesichert, da ja mit dem Preisniveau auch die Unternehmensgewinne steigen, auch wenn das reale Wachstum langfristig vielleicht negativ durch die EZB- Maßnahmen beeinflusst wird.

Aber für mich gelten Aktien immer noch als "weitsichtige" Anlageform wenn Inflation im Anmarsch ist oder etwa nicht? Was ist die Alternative, mehr konsumieren?

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Rudolf Zeiler

"Die Börsianer glauben nicht an ein Auseinanderfallen des Euro".

Richtig analysiert, Herr Siedenbiedel ! Das Verhalten der Börse ist irgendwie erfrischend. Sie moralisiert nicht, sie jammert nicht, klagt nicht über die Ausbeutung der deutschen Steuerzahler etc., sie setzt einfach Fakten: die Kurse gehen nach oben.
Ihre Feststellung zur "Entscheidungs-Souveränität" der Börse sollten Sie jedoch nicht dadurch verwässern, dass Sie kritisieren, die Börse vernachlässige das Inflationsrisiko. Verlassen Sie sich darauf: die Börse hat dafür Ihre guten Gründe. Ich zum Beispiel glaube überhaupt nicht an eine Beschleunigung der Inflation. Sind Sie da besser informiert ? oder sollten wir nicht doch lieber die Entscheidung dem Markt bzw. der Börse überlassen ?

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Frauke Klien
Frauke Klien (endivie) - 19.08.2012 11:04 Uhr

Ich glaube an gar nichts mehr ...

In diesem Orwellschen Schmierentheater würde ich nicht ausschliessen, dass der Übergang der EZB zum Staatsfinanzierer und europäischen Transfervehikel von Anfang an geplant war, möglicherweise schon von Kohl und Weigel.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 19.08.2012 11:47 Uhr
Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 19.08.2012 11:47 Uhr

Das war schon immer bei Zentralbanken/staatlichen Münzen so ..

und gehört zum Wesen einer Zentralbank. Wenn Regierungen zu viel Geld ausgeben, wird nicht nur das zum Wachstum der Waren und erwünschten Dienstleistungen notwendige Geld gedruckt, sondern auch das Geld für unerwünschte (staatliche Personalkosten, die von der zahlenden Bevölkerung unbewusst wegen der Kosten nicht akzeptiert werden etc.) staatliche Pseudodienstleistungen. Ob man das mit "echtem" Geld oder durch Staatsanleihen macht, ist dabei am Ende völlig irrelevant.
Auch der Streit zwischen Werthütern bei Notenbanken/Münzen und Politikern ist mehrere Jahrhunderte alt. Im Fall der EZB und des Euro nahm man sich beim Vertrag das Vorbild der USA mit der No-Bailout-Regelung und Grenzen für die Neuverschuldung der Mitgliedsstaaten - aber die hat man ganz schnell widerrechtlich gebrochen, weil die Mehrheit der €-Länder es nicht will oder kann (inkl. während einiger Jahre auch D vor der Wirkung von Schröders Agenda)

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Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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