08.02.2013 · Weiterhin werden mehr als zwei Drittel von fast einer Billion Euro für europäische Bauern und für die Strukturförderung ausgegeben. Die Verliererin dieser Betonfinanzen ist ausgemacht: Es ist die Wettbewerbsfähigkeit Europas.
Von Holger SteltznerRichtlinien für Lesermeinungen
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Einerseits lenkt die Debatte zum "Währungskrieg" ab von
Brussels Schweinereien anderseits ist das G 20-Treffen im Dezember
Einerseits streiten die Bürokraten in Brussels über nominal
und real anderseits sollen 50 Milliarden für Nicht-Euro-
Länder in neuer Rettungstopf-Fazilität Sein
Einerseits beklagen die Volkszerteta die Jugendarbeitslosigkeit
andererseits geben sie eine homöopatische Dosis statt die Mittel
zweckgebunden an die Nationalwirtschaften zu überweisen
Mit Verlaub kann vielleicht ausnahmsweise in jene Druckerei ein Arzt gehen
Schauen sie mal nach Deutschland
wenn sie dies ändern wollen, dann müssen sie erstmal
dafür sorgen, dass möglichst die CSU nicht mehr an der
Bundesreierung beteiligt ist, und wenn es geht auch nicht die CDU und
FDP - und auch kein Landwirtschaftsminister aus Bayern - dies wäre
der erste Schritt .....
worüber diskutieren wir eigentlich? Die Summe aller nationalen Haushalte der EU Staaten beläuft sich auf das 160fache des EU Haushaltes! Ein Popanz wird hier aufgebauscht, wie leider üblich, wenn Herr Steltzner (und Herr Kafsack) über die EU berichten.
Uns steht noch einiges bevor mit diesem EU Monstrum
Das EU "Zukunftsprogamm" für unser Land:
*Verminderte Wettbewerbsfähigkeit
*Einwanderung in unsere sozialen Netze
*Zunahme der organ.Kriminalität
*noch weitere ESM Rettungsbürgschaften
*Aufnahme enorm starker Wirtschaftsländer wie Algerien, Ukraine,
Türkei(siehe EU Barcelona Beschluss 2009), die wir mitalimentieren können
*weitere Sinti und Roma Lager in Duisburg
*weiteres Sinken der Durchschnittslöhne dank freier Grenzen
*weitere Abwanderung von Akademikern aus unserem Land(siehe
Ärztemangel an Kliniken)
*Erhöhung des Pensionsalters
Das ist EU Euopa, vollkommen undemokratisch, ein bürokratsiches
Monstrum für abgehalfterte gescheiterte Politexistenzen.
Nein, unser Land braucht sowas nicht. Wir sind vollkommen
unverschuldet,durch identitäfsfreien Politikern, in diese Misere
von hineingebracht worden.
Der Morgenthau-Plan (jetzt für Europa..
...wird zunehmend Realität: Landwirtschaft subventionieren,
Forschung vernachlässigen und Deindustrialisierung durch Verlust an
Wettbewerbsfähigkeit hinnehmen. Erschreckend.
Aber die dumpfe, blöde deutsche Medienwelt erregt sich eher
über Petitessen (Scheindebatten Sexismus, Rassismus) und nimmt
nicht wahr (außer FAZ) , dass der wirtschaftliche Untergang
Europas schon längst im Gange ist und durch die EU noch
beschleunigt wird.
Ich dachte ohne EU könnten die Europäer nicht wettbewerbsfähig bleiben,
... jetzt stellt sich heraus das Europa WEGEN der EU ihre
Wettbewerbsfähigkeit verliert.
Wie viele EU Existenzvorwände müssen noch widerlegt werden
bevor wir sagen: weg mit diesem Gespenst über Europa.
Ein sehr richtiger Kommentar: Nur leider bewirkt er nichts, weil unsere Demokratien ...
... reformunfähig sind. Zwar führen viele europäischer Politiker den Begriff der Wettbewerbsfähigkeit im Munde, nur wer Subventionen und sogenannte Strukturhilfen fortgesetzt verteidigt, dem darf man unterstellen, dass er/sie überhaupt nicht weiß worüber man spricht. Und solange mit völlig unsinnigen Agrarsubventionen wie hier in Spanien schon einmal stillgelegte Olivenhaine und/oder Weinanbaugärten wiederbelebt werden, dem wird immer klarer um welchen Unsinn es sich dabei handelt. Mit EU-Hilfen wird gerade auch in Spanien unsinniger weil unnötiger Straßenbau finanziert, es wurden völlig unnötige Flughäfen gebaut usw. Man darf unterstellen, dass das alles unter Strukturhilfen läuft. Eine EU die derartig schwachsinnig mit Geld umgeht kann natürlich auch keine Währung managen und man sollte sich durchaus mal die Frage stellen, ob eine Freihandelszone mit minimaler Administration es nicht auch tut.
Schleichender Tod mit Lobeshymnen
Herr Steltzner weist auf das Schlüsselproblem der EU (und Eurozone) hin, die mangelhafte internationale Wettbewerbsfähigkeit. Ihre Bedeutung ist auch Brüssel klar, schon im Jahr 2000 wurde die Lissabon-Strategie beschlossen, mit der die EU zur wettbwerbsfähigsten Weltregion werden wollte. Die Ergebnisse sind jämmerlich. Oliver Treidler hat seine diesbezügliche Analyse (Blog Wirtschaftliche Freiheit, Dez. 2011) ein "Menetekel" für die EU genannt. Nun konzentriert die EU ihre Ausgaben wieder auf den Sektor, der den Unfug kumuliert: Förderung einer energetisch ineffizienten EU-Landwirtschaft, Behinderung des Strukturwandels, Sabotierung der Entwicklungspolitik, Sabotierung des Abbaus von Handelshemmnissen, usw. usw. bis zur Erzeugung von Kriminalität. Die EU bleibt ein gigantisches System von Fehlanreizen, das Ressourcen verschwendet und Probleme durch Verschiebung verschärft. Ähnlich bei der Staatsschulden- und Bankenkrise, die Lasten wurden auf Steuerzahler und Rentner verschoben.
Diese transeuropäischen Netze sind doch ein Windei. In deren Namen ist uns Stuttgart 21 verkauft worden, und was dieses Milliardengrab mit Wettbewerbsfähigkeit zu tun hat - fährt irgendjemand wirklich von Paris nach Bratislava mit der Bahn - und für Güterzüge braucht es den Tunnelbahnhof nicht -? -, das bleibt das Geheimnis derjenigen, die die Wettbewerbsfähigkeit als Mantra mit sich herumtragen. Wenn in deren Namen Europa immer chinesischer wird: auf der politischen Ebene mit dem Brüsseler Politbüro und dem Zentralkomitee namens Europäischer Rat, auf der wirtschaftlichen mit der Zunahme von Billiglöhnen à la chinoise, dann läuft etwas grundsätzlich falsch.
Es wäre eine interessantere Analyse geworden, wenn der Autor nicht
nur die üblichen Klischees über "Traumgehälter im
üppig ausgestatteten EU-Verwaltungsapparat" reproduziert
hätte, die weder der Realität entsprechen noch relevant sind.
Damit bleibt dann auch im Verborgenen, warum "die
Wettbewerbsfähigkeit Europas" leidet, wenn jährlich 1%
des EU BIP wieder an die Mitgliedsstaaten über den Haushalt
ausgeschüttet werden.
So bleibt nur der diffuse Wunsch, "moderne Investitionen etwa in
Grundlagenforschung oder für den Ausbau transeuropäischer
Netze" zu sehen. Sind die 35% Ausgaben für die Strukturpolitik
keine Investition in moderne Infrastruktur? Und was ist, wenn die
GAP-Ausgaben, die nebenbei p.a. 0,2% des jährlichen EU-BIPs
entsprechen, gekürzt werden und das deutsche Grundnahrungsmittel
karzinogene Wurst plötzlich teurer wird? Wäre das nicht
schlimm?
Lieber Herr Hulst, ...
... das Problem ist, dass die Strukturpolitik der EU nichts bringt.
Klar, sie hat es Nokia ermöglicht, mit unserem Geld nach
Rumänien abzuwandern, aber ist das die Sorte von Fortschritt, die
Sie meinen?
Rolf-Dirk Maehler - in Spanien ansässiger Forist - schreibt ein
paar Kommentare weiter, wozu die Strukturhilfen in Spanien (u.a.)
geführt haben. Die Liste der Subventionsruinen dürfte hier
jeden Rahmen sprengen; ganz gleich, ob es sich um Flughäfen ohne
Passagiere in Spanien, oder edel renovierte Hafenmolen in Griechenland
(Insel Chios) handelt.
Grundsätzlich fördern all diese "Hilfen" vor allem
eines: den irrigen Glauben bei Politikern, es sei alles machbar, wenn
man nur genug Geld hineinpumpt. Alle Erfahrung mit Subventionen und
"Hilfen" aber lehrt, das genau dies nicht stimmt: was man vor
allem fördert, sind Korruption und Verschwendung.
Im übrigen ist integrierter Pflanzenschutz wirklich ganz toll. Aber
das soll ein andermal diskutiert werden ....
Herr Hofmann-Apititus
Was ist Ihrer Meinung nach das Problem mit der bestehenden
Strukturpolitik und wieso möchten Sie (anstatt) mehr Geld in
transeuropäische Netze sehen?
Da sie Lebensmittelfragen wohl am meisten beschäftigen, kann ich
Ihnen versichern, dass die Wurst eine Metapher ist. Wenn Sie
möchten, können Sie aber gerne noch darüber referieren,
wie es mit den Aflatoxinen in Fleischwaren aussieht und warum
"integrierter Pflanzenschutz" (das ist vermutlich sarkastisch
gemeint) ganz toll ist. Über die GAP freuen sich natürlich
nicht nur die Discounter, sondern auch deren Kunden und die
afrikanischen Kleinbauern. Mahlzeit.
Sie führen in die Irre ....
.... und wenn ich Ihre Kommentare hier so ansehe, dann drängt sich
die Vermutung auf, dass Sie dies bewusst und mit Absicht tun. Weder ist
der Wunsch, in Grundlagenforschung und transeuropäische Netze zu
investieren, in irgendeiner Art und Weise "diffus", noch
stimmt die Implikation, dass "die 35% Ausgaben für die
Strukturpolitik" eine "Investition" seien und schon gar
nicht, dass sie eine "Investition in moderne Infrastruktur"
darstellen.
Auch der konstruierte Zusammenhang zwischen EU-Subventionen und
"karzinogener Wurst" (wenn Sie wirklich Ahnung von der Materie
hätten, wüssten Sie, dass aufgrund der Aflatoxin-Belastungen
das kanzerogene Potenzial von Bio-Nahrungsmitteln generell höher
ist als das von Nahrungsmitteln aus integriertem Pflanzenschutz) geht
vollkommen an der Wirklichkeit vorbei.
Die Agrarsubventionen der EU dann noch als
"Qualitätsschutzmaßnahme" zu verkaufen, ist an
Zynismus nun wirklich nicht mehr zu überbieten.
Gustave Le Bon hat bereits 1913 in seinem Werk "Die Psychologie der Massen" darauf hingewiesen, dass die beiden Achillesfersen jeder parlamentarischen Demokratie die Öffentliche Verschwendung und die Beschränkung der Freiheit seien. Beides erleben wir exemplarisch in Form des neuen Bürokratenmonsters EU. Dort potenzieren sich diese Nachteile durch die undurchsichtigen Strukturen und die geringe demokratische Legitimation zum Nachteil der Bürger. Die Funktionärskaste der EU hat sich sogar der effizienten politischen Kontrolle der nationalen Parlamente entzogen und frönt ihrem Eigenleben nach dem Motto: Die Bürokratie nährt sich selbst am besten. Solche Monster sind leider auch nicht abschaffbar, sie müssen langsam an ihren inneren Widersprüchen zerbrechen. Das Schauspiel werden wir die nächsten Jahre erleben und leider auch bezahlen. Und zur Ablenkung wird täglich in den Staatsmedien vor den Rechtsextremen gewarnt. Als käme die Gefahr von diesen verirrten Hanseln!
Im Prinzip haben Sie recht, Herr Ziegler - man sollte aber differenzieren:
Die Infrastrukturförderung ist im Bereich Energie und
überregionale Verkehrswege, speziell in den neuen, noch
unterentwickelten EU-Staaten unabdingbar.
Über die Agrarförderung kann man aber fast nur Schlechtes
sagen. Beispiele: Kleinbauern in Rumänien bleiben außen vor,
weil sie die Voraussetzungen eines landwirtschaftl. Betriebes nach
EU-Vorgaben nicht erfüllen. In Deutschland ist die Landschaft wie
ausgeräumt - noch nicht einmal Hecken zwischen den Äckern
bleiben stehen. Und in Afrika ist europäisches Geflügel auf
den Märkten, weil die lokale Erzeugung nicht konkurrenzfähig
ist. Und das Rinder bzw. ihr Fleisch eine Europareise unternehmen, bevor
es im Supermarktregal ankommt, ist eine Perversion.
Warum, wenn doch hoch subventioniert, muß die Erzeugung
landwirtschaftlicher Produkt so sinnbefreit, industrialisiert, ignorant
gg.über lokalen Gegebenheiten und bar jeder Ethik sein? - Da hilft
nur eins: KÜRZEN!
Die Überschrift signalisiert eine unzeitgemäße
Strukturförderung.
Die Billion als Zahl an sich soll uns Angst und Schrecken einjagen.
Im Kern selbst geht es um die Herstellung der Wettewerbsfähigkeit
der Standorte untereinander und weltweit.
Und dann kommt der Vorschlag von Steltzner:
"Moderne Investitionen etwa in Grundlagenforschung oder für
den Ausbau transeuropäischer Netze".
Dieser Vorschlag ist so global, dass er genauso richtig wie er falsch
sein kann. Es kommt auf die Entscheidung am jeweiligen Standort an. Was
für Griechenland richtig ist, könnte für Polen
überhaupt nicht passen. Nur vor Ort kann man erahnen
(Subsidiaritätsgrundsatz), was gehen könnte und was nicht.
Daraus folgt, dass die ganze Strukturförderung nicht zentral von
Brüssel aus gemacht werden darf - ausgenommen die Entwicklung
transeuropäischer Infrastruktur-. Die Bauern sollten künftig
Angelegenheit der Nationen sein! Deutsche für deutsche Bauern.
Ich frage mich als EU Bürger wie es möglich ist das unsere Volksvertreter die Verträge zugestimmt haben die 27 Männer und Frauen das Recht einraümt knapp 1 Billion Euro Steuergelder wie Gutsherren zu verteielen. Wir werden als Bürger nicht mehr gefragt. Oder sollen wir das Europaparlement jetzt als unsere legetime Volksvertretung anerkennen wo doch die meisten Abgeordeten von ihre Parteizentralen dorthin befördert würden. EU ein einziges Desaster!
Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2013 10:52 UhrGutsherren
Das ist ein verschämte Antwortung.
In Wirklichkeit geht es darum, eine Antwort auf die Frage zu finden, wie
führe ich das Marktprinzip EU-weit ein, um nicht schlagartig nur
noch die Milchbauern in Bayern zu begünstigen?
Kann es auf dem Agrarsektor überhaupt einen freien Markt geben?
Aber eines ist klar: Jede Nation sollte mit ihren Bauern selbst ins
Gespräch kommen und nicht via Brüssel!
Nur eine Berichtigung.
Die Abgeordneten wurden nicht von ihren Parteizentralen in das EU-Parlament beordert sondern abgeschoben.
Ein bisschen mehr ein bisschen weniger
Der EU Haushalt bleibt nach wie vor ein Haushalt der nationalen
Egoismen. Bzgl.der Landwirtschaftspolitik sollte man sogar eher von
Subventionierung nationaler Unfähigkeit sprechen. Sie schadet
selbst dem Empfängerstaat in dem sie Reformen verhindert. Die
offensichtlich dahinter stehende Pseudo-Logik, es würden ja die
anderen Bezahlen, zeigt wie krank das System ist.
Trotz aufwändiger lange andauernder Verhandlungen bleibt im
Endeffekt alles beim Alten.
An der Fehlallokation finanzieller und politischer Ressourcen
ändert sich nichts.
Wir Deutschen liefern unser Saatkorn bei der EU ab, die es an andere verfüttert
Ja, es ist so, wie Holger Steltzner es schildert. Die Wettbewerbsfähigkeit Europas sinkt von Jahr zu Jahr. Das mag Frau Merkel nicht gern wahr haben, aber es ist unbestreitbar. Beginnen wir mit Deutschland. Es lag 2012 im pro Kopf-Einkommen nur noch an Nr 20 in der Weltrangliste mit $ 42.625. Vor uns liegen in Europa Frankreich, Belgien, Irland, Finnland, Niederlande, Österreich, Dänemark, Schweden, Schweiz, Norwegen ($ 99.665) und Luxemburg ($ 106.958). Trotzdem wird Deutschland ausgeplündert. „In Gläubigerländern wie Deutschland bringt die Niedrigzinspolitik der EZB die Sparer schleichend um ihr Vermögen, weil die Inflation höher ist als der Sparzins. Somit werden die Steuerzahler hierzulande zweimal zur Kasse gebeten: Erstens müssen sie für die teure Rettungspolitik zahlen. Zweitens raubt diese ihnen zusätzlich noch ihr Erspartes.“ (Thilo Bode in FAZ).
Ruhrgebiet und EU sind vergleichbar, wie es Herr Hansen schon schrieb.
Hier im Pott hat sich in den letzten Jahrzehnten kaum etwas bewegt. Man
hat nur mit offenem Mund den industriellen Veränderungen zugesehen
und dabei einen ungeheuer starken Industriestandort in ein Armenhaus
verwandelt. Wenn ich sehe, wie der Bergbau jetzt noch subventioniert
wird, dann wird mir schlecht oder wie mit Unterstützung der
Rot-Grünen Landesregierung die Energiekonzerne EON u. RWE in
Sanierungsfälle umgewandelt wurden. Mit Subventionen wurden
Unternehmen angelockt, die weiterzogen. Die Städte bauten auf
Kredit alles was das Herz begehrt, aber niemand Brot und Arbeit gab. Und
nun sprudelt das Geld nicht mehr.
Und da sind wir bei der jetzigen EU. Die Stärken der EU, wie gute
Infrastruktur, starke Unternehmen mit techn. Vormachtstellung werden
vertändelt, man legt diesen Unternehmen gar Steine in den Weg.
Belastet alle mit mehr Bürokratie. Entschädigt sie mit
allerlei Kultur und Infrastruktur, wo sie keiner wirklich braucht. Die
Unsicherheit mit dem Euro gibt der EU den Rest.
Es faellt leicht ueber die Agrarsubventionen herzufallen. Europa scheint
den Luxus einer sicheren (Ueber)versorgung mit Lebensmittel nicht mehr
schaetzen zu koennen.
Das die 'Alokation der EU Resourcen' hoechst lausig ist, braucht nicht
diskutiert zu werden. Man darf aber nicht vergessen das der Anblick
einer Heidelandschaft oder bluehenden Altobstwiesen das Herz erfreut,
aber eine sch..arbeit ist. Die man als Hobby oder Tradition betreibt,
vielleicht auch mit etwas finanzieller Unterstuetzung.
Die EU folgt dem alten Therm meiner Grossmutter: 'Das Geld kommt immer
auf einen Haufen'. Wer nichts hat, dem wird auch nicht gegeben.
Yep ....
Danke Herr Hesse; für den Hinweis. Sie belegen einmal mehr, dass es
Sinn macht, sich in diese Zahlenwerke zu vertiefen. Auch die von Ihnen
gewählte Darstellungsform ("11.631,8 Millionen Euro")
sollten wir alle weitaus häufiger verwenden. Gerade dann, wenn
Freund Peer mal wieder von sozialer Gerechtigkeit schwadroniert und das
Jahresgehalt seiner Referenzkrankenschwester (0,025 Mio Euro) oder
seines Vorzeige-Facharbeiters (0,023 Mio Euro) zum Anlass nimmt, MEHR
Steuern zu fordern.
Oder wenn wir von den Gehältern von EU - "Spitzenbeamten"
reden (da sehen wir dann die Verschiebung um eine Kommastelle (0,25 Mio
Euro / Jahr)) ; das fällt aber kaum auf, da Peer ja nie über
den Apparat redet (oder die Möglichkeiten, die Kosten des Apparats
zu senken), sondern im Grunde immer nur an das Geld derer heranwill, die
sich nicht nur verwalten, sondern wirklich etwas bewegen.
Nettozahlerzahlen der Kommission prüfen
Sehr geehrter Herr Hofmann-Apitius,
Ihre Kommentare, die ich sehr schätze, könnten noch treffender
sein, wenn Sie gegenüber den Zahlen der Kommission mehr
berechtigtes Misstrauen walten ließen. Anhand der Tabelle
"Ausgaben und Einnahmen nach Mitgiedsstaaten" im Anhang 2c zu
den Finanzberichten der Kommission können Sie selbst nachrechnen,
dass die Kommission einen großen Teil der nationalen Transfers an
die EU in der Nettorechnung nicht berücksichtigt. Sie nennt diesen
Teil "Eigenmittel", obwohl sie lediglich von den EU-Beamten
Steuern einnimmt.
Beispiel D im Jahr 2010: Transferzahlungen, also Zahlungen ohne
Gegenleistung, von D an die EU insgesamt 23.772,6 Mio Euro(Aus Sicht der
EU ist das unter "Einnahmen insgesamt" aufgeführt).
Umgekehrt Transferzahlungen der EU an D 11.631,8 Mio (Zahlungen der EU
an D insgesamt 11.825,2 Mio abzüglich Verwaltungsleistungen von D
für die EU 193,4 Mio). Nettotransfer: 12.140,8 Mio. Laut Kommission
waren es nur 9,22 Mrd, Differenz: ca. 3 Mrd Euro.
Wenn ich mich richtig erinnere ....
.... scheiterte die flächendeckende Versorgung Deutschlands mit
Kindergärten (und das wäre mal wirklich eine Maßnahme,
die unsere Zukunftsfähigkeit nachhaltig beeinflussen würde,
weil sie direkt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf betrifft) daran,
dass im Bundeshaushalt jedes Jahr ca. 4 - 5 Milliarden Euro mehr
gebraucht würden, um allen Kindern in Deutschland im entsprechenden
Alter einen freien Kindergartenplatz anzubieten.
Bei ca. 10 Milliarden, die wir pro Jahr NETTO in die EU zuzahlen (ich
spreche hier also nicht von den absoluten Zahlen, sondern nur von dem,
was wir unter dem Strich nach Europa abführen) hätte ich also
schon eine bessere Idee, was man mit diesem Geld machen könnte. Der
deutsche Beitrag zur Agrarsubvention in der EU liegt übrigens auch
bei 10 Milliarden Euro; das 10.000 Millionen Euro (nur, damit man ab und
zu nochmal nachdenkt, wie viel Geld das eigentlich ist) nur für das
"Herz erfreuende" Altobstwiesen (wenn es die denn nur wären).
Natürlich generiert der globale Agrarhandel weitere Beschäftigungsmöglichkeiten in der Logistik. Der regionale Agrarhandel punktet mit anderen Gewinnen. Nebenbei: kulinarische Eskapaden sind etwas für den Lifestyle.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.02.2013 09:40 UhrEs ist noch viel schlimmer ....
.... denn die "nicht einmal 1% der erwerbstätigen
Bevölkerung" sind ja alle Bauern, Landwirte,
Kulturlandschaftspfleger. Von denen aber kommen nur ein Bruchteil in den
Genuss der Subventionen; es gibt also über diese
Minderheiten-Population eine Verteilung, die die gewaltigen,
umverteilten Mittel dann noch auf eine noch kleinere Zahl von
Profiteuren konzentriert.
Forist Timm Esser hat dazu gerade interessante Überlegungen mit uns
geteilt. Die Frage, die er stellt, ist richtig: wer sind eigentlich die
Profiteure von dieser Riesen-Verteilungsmaschine und was bezahlen wir
eigentlich mit diesen gigantischen Mengen an Geld (nur zum Vergleich:
der deutsche Anteil an der Agrarsubventionierung der EU liegt in der
Größenordnung des Gesamtbudgets des
Bundeswirtschaftsministeriums, also ca. 6 Milliarden Euro!).
Wo landet unser Geld? Warum zahle ich keine reellen Preise und bestimme
selbst, wofür ich zahle? Warum überhaupt Agrarsubventionen?
Weil es in diesem Bereich keinen Markt geben darf?
Die EU hat keinen Bezug zur Wettbewerbsfähigkeit
Die EU steht für Planwirtschaft und Umverteilung. Das Einzige, das
die EU erreichen könnte, wäre die Wettbewerbsfähigkeit
Nordeuropas nach Süden umzuverteilen - klappt aber nicht, solange
der Euro da ist. So finanziert der Norden den relativen Wohlstand
Süd- und Osteuropas eben direkt über Transferzahlung, aber
auch zunehmend über Zahlung von Sozialleistungen an eigentlich
unbenötigte EU-Einwanderer.
Die EU ist zusammen nicht etwa auf dem Weg zu mehr
Wettbewerbsfähigkeit, sondern befindet sich in einem "Race to
the bottom". Die Deutschen sind dabei so dumm, es zuzulassen, dass
immer mehr Länder sich an die Verantwortung Deutschlands klammern.
Die Opferbereitschaft scheint wiedereinmal groß zu sein.
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?
| Name | Wert | Änderung | |
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| F.A.Z.-Index | -- | -- | |
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| Dow Jones | -- | -- | |
| Euro in Dollar | -- | -- | |
| F.A.Z.-Anleih… | -- | -- | |
| Gold | -- | -- | |
| Rohöl Brent | -- | -- | |
| Bund Future | -- | -- | |
Soll die Selbstanzeige für Steuerhinterzieher abgeschafft werden?