now. Um ein Viertel, so hatten es Europas Autohersteller 1998 zugesagt, werde zwischen 1995 und 2008 der durchschnittliche Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxyd ihrer Fahrzeuge sinken. Sie kamen damals mit dieser Zusicherung einer angedrohten EU-Gesetzesregelung zuvor. Heute sieht ihr Dachverband Acea noch keinen Grund zur Panik. Aber weder der jetzige Acea-Präsident Louis Schweitzer (Renault) noch sein designierter Nachfolger Bernd Pischetsrieder (VW) wollen mehr ihre Hand dafür ins Feuer legen, daß das Reduktionsziel fristgerecht erreicht wird. Das liegt nicht daran, daß die Hersteller keine umweltfreundlichen Autos anbieten. Viele Kunden entscheiden sich lieber für zusätzliche Pferdestärken unter der Motorhaube und damit (in der Regel) für mehr Abgas - an leistungsstarken Fahrzeugen herrscht im Angebot der Automobilbranche kein Mangel. In einer Zeit, in der von privaten Haushalten und Industrie ein angemessener Beitrag zum Klimaschutz verlangt wird, muß sich auch die Automobilwirtschaft ihrer Verantwortung stellen und Energiesparkonzepte stärker vorantreiben. Schon wird über gesetzliche Regelungen, Steueranreize, sogar - wie Bundesumweltminister Jürgen Trittin zur Debatte stellt - über eine Einbeziehung der Autoabgase in die internationalen Vereinbarungen zum Handel mit Emissionsrechten nachgedacht. Soweit muß es nicht kommen. Aber die Diskussion darüber hat begonnen.