Die Klage des Eon-Konzerns vor dem Bundesverfassungsgericht gegen das erzwungene Abschalten seiner Atomkraftwerke ist weniger plausibel, als es auf den ersten Blick erscheint. Natürlich ist der Vorstand gehalten, das Kapital seiner Aktionäre zu mehren und nicht zu verschleudern. Dazu gehört, sich gegen ungesetzliche Eingriffe zur Wehr zu setzen. So gesehen ist die Klage notwendig. Doch den Wert des Konzerns bestimmt langfristig seine gesellschaftliche Akzeptanz durch die Würdigung seiner Kunden. Die wollen bekanntlich mehrheitlich eine „grüne“ Stromerzeugung und lehnen Kernenergie mit noch größerer Mehrheit ab.
Zum Vortrag bei den Grünen
Eon hat daraus Konsequenzen gezogen und richtet seine Investitionen auf regenerative Quellen aus. So hart Eon-Chef Johannes Teyssen beim Konzernumbau mit der Entlassung Tausender vorgeht, so sehr schmiegt er sich in der Öffentlichkeit dem gesellschaftlich Mehrheitsfähigen an: Sozialtarif beim Strom, höhere Ziele für den Klimaschutz. Schon laden die Grünen den Atom-Manager zum Vortrag. Der rote Eon-Konzern ergrünt. Da ist es gut möglich, dass der Geschäftsführung eine Ablehnung ihrer Klage in Karlsruhe gar nicht so weh täte.
Etwas zu vereinfacht
Hubert Daubmeier (HubertD)
- 14.06.2012, 21:10 Uhr
...was "man" will und was "er" zu zahlen bereit ist…
Eric Arnesen (Offenes_Wort)
- 14.06.2012, 16:25 Uhr
Suggestion
Karl Schmidt (Tiuz)
- 14.06.2012, 10:58 Uhr
Und den Sozialtarif bei Strom zahlt
Michael Scheffler (Striesner)
- 14.06.2012, 08:20 Uhr