13.06.2012 · Aus Sicht des Eon-Managements ist die Klage gegen das erzwungene Abschalten seiner Atomkraftwerke notwendig. Doch den Wert des Konzerns bestimmt langfristig seine gesellschaftliche Akzeptanz - durch die Würdigung seiner Kunden.
Von Andreas MihmRichtlinien für Lesermeinungen
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Die Abhängigkeitskette ist schön erklärt:
1. Aktionär = Eigner
2. Job des Vorstand = Eigentum der Eigener erhalten, nach
Möglichkeit mehren
3. Kunden = tragen das Geld zusammen (aber nur wenn sie von der
kaufbaren Leistung auch tatsächlich überzeugt sind)
Der Blog reduziert das nun auf eine simple Argumentationskette:
A. gesellschaftliche Akzeptanz ist notwendig (so wie es steht als
einziges und alleiniges Kriterium)
B. dann kaufen Kunden
C. dann kommt Geld rein
D. dann geht es den Eignern gut
...was "man" will und was "er" zu zahlen bereit ist…
Solange die Kosten nicht bekannt sind will "man" stets das "Beste".
Sobald es aber bezahlt werden soll, ist das schnell vorbei.
3 Beispiele:
» der 3-Liter VW Lupo / 3-Liter Audi A2 floppten
» die ach so genialen Elektroautos stehen aktuell wie Blei
» die Nachfrage nach Solar-Anlagen bricht ein, sobald sie auch
selbst bezahlt werden sollen
Solange von den "Meinungsführern" nur die Sonnenseiten
beworben werden, ist eine hohe Zustimmung sicher.
Werden dann später die Schattenseiten offenbar, sollte man
zumindest erst einmal erneut fragen bevor man eine hohe Zustimmung
für sich reklamiert.
Gerade die Meinungslage zur Energiewende wird in 10 Jahren sehr
interessant sein.
Welche Bedeutung mag die (politische) Akzeptanz für ein Unternehmen
tatsächlich besitzen? Das hängt wohl doch wohl zunächst
davon ab, welche Bedeutung sie auch für den Kunden bei seiner
"Kaufentscheidung" hat. Bei einem Unternehmen, das mit Strom
handelt, dürften die Kunden sich jedoch vor allem am Preis
orientieren (bei steigenden Strompreisen zukünftig wahrscheinlich
eher mehr als heute).
Es ist kaum zu verstehen, wie sich in Teilen der Wirtschaft, der Politik
und Medien der Irrglaube eingenistet hat, die Bürger ließen
sich in relevantem Maße vom Ansehen eines Unternehmens in
Parteien, Medien oder oder einzelner Interessensgruppen tatsächlich
beeinflussen oder sogar lenken. Das ist ein linksbürgerliches
Ideal, das mit der Realität herzlich wenig zu tun hat. Dieser
Irrtum leistet jedoch keinen unerheblichen Beitrag dazu, dass
Bürger den Eindruck haben, Politik und Medien agieren an ihnen
vorbei, weil Dinge dort eine Aufmerksamkeit und Wichtigkeit erfahren,
die sie gar nicht besitzen.
Und den Sozialtarif bei Strom zahlt
er selbst? Oder wird er die Dividende kürzen? Fragen über Fragen.
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