27.07.2005 · Überraschend waren die Nachrichten aus dem Hause Porsche nicht. Das ist aber kein Grund, die schöne Botschaft geringzuschätzen: Rund 1.000 neue Arbeitsplätze werden entstehen, 70 Prozent der Wertschöpfung für den „Panamera“ kommen aus Deutschland.
Seit Jahren hat Wendelin Wiedeking der geneigten Öffentlichkeit den Mund wäßrig gemacht, wobei es - weil die Materie an sich sexy genug ist - ausreichte, daß der Porsche-Chef den banalen Satz „Nach drei kommt vier“ sagte.
In so vielen Varianten hat er diese Weisheit inzwischen wiederholt, daß kein Zweifel mehr daran bestand, daß Porsche noch eine neue Nische finden würde, um darin einen weiteren teuren Sportwagen plazieren zu können. Überraschend waren die Nachrichten aus dem Hause Porsche insofern nicht.
Ein ermutigendes Signal
Das ist aber kein Grund, die schöne Botschaft für den Standort Deutschland geringzuschätzen, die in der Entscheidung für eine weitere Baureihe steckt: Rund 1.000 neue Arbeitsplätze werden in Leipzig und Zuffenhausen entstehen, insgesamt kommen 70 Prozent der Wertschöpfung für den neuen „Panamera“ aus Deutschland.
Porsche kann sich das leisten, mögen Bedenkenträger einwenden, weil es offenbar genug reiche Fans der Marke gibt. Stimmt. Aber Porsche müßte es sich nicht leisten. Bei den Modellen Cayenne und Boxster liegt der Anteil der deutschen Fertigung erheblich niedriger, ohne daß dies dem Ansehen von Porsche merklich geschadet hätte. Insofern ist die Entscheidung für den Panamera nicht nur ein guter Tag für wohlhabende Freunde schneller Autos, sondern auch ein ermutigendes Signal in Zeiten, da Pessimismus Konjunktur hat.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.368,84 | −1,82% |
| Dow Jones | 12.419,90 | −1,28% |
| EUR/USD | 1,2390 | +0,16% |
| Rohöl Brent Crude | 103,34 $ | +0,09% |
| Gold | 1.540,00 $ | −2,50% |
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