09.02.2011 · Die Einigung auf einen neuen Haustarif bei Volkswagen kommt ohne größere verbale Entgleisungen zustande. Für andere Autohersteller und deren Zulieferer hat der Abschluss jedoch nur eine gewisse Signalwirkung - und für andere Branchen oder Unternehmen kann er gar kein Vorbild sein.
Von Christoph RuhkampAnders als in früheren Jahren ist die Einigung auf den neuen Haustarif bei Volkswagen ohne größere verbale Entgleisungen oder gar Streiks zustande gekommen. Beiden Seiten war klar, worauf es ankommt: Europas größter Autohersteller will den Schwung der weltwirtschaftlichen Erholung nutzen, um ganz an die Spitze der Branche zu kommen. Arbeitsniederlegungen mit Produktionsunterbrechungen hätten dem Ziel geschadet.
Angesichts des brummenden Geschäfts war es für die Unternehmensführung auch einfach, einer kräftigen Einmalzahlung zuzustimmen, solange die Grundvergütung nicht allzu sehr steigt. Für andere Autohersteller und deren Zulieferer hat die Einigung zwar eine gewisse Signalwirkung. Schließlich füllt der wachsende Export auch BMW, Daimler oder Ford die Kasse.
Allerdings unterliegen sie dem Branchentarifvertrag, der auch auf schwächere Metallunternehmen Rücksicht nehmen muss. Für die Tarifrunden in anderen Branchen oder Unternehmen, etwa der Deutschen Telekom, kann der VW-Abschluss ohnehin kein Vorbild sein. Hier fallen die Produktivitätsfortschritte oft geringer aus, so dass es weniger zu verteilen gibt.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,07 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.527,40 | +0,58% |
| EUR/USD | 1,2535 | −0,05% |
| Rohöl Brent Crude | 107,54 $ | +0,26% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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