14.10.2008 · Ohne Maß und Mitte hat die Finanzwelt unüberschaubar viele Milliarden vernichtet. Erst die sehr greifbare Zahl von 500.000 Euro lehrt möglicherweise die Wirtschaftseliten, was Maß und Mitte ist. So viel sollen führende deutsche Banker höchstens noch verdienen dürfen, wenn ihr Institut Hilfen in Anspruch nimmt.
Von Carsten KnopRichtlinien für Lesermeinungen
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Frau Merkel und Co. sollten sich lieber Gedanken machen, wie man die Volkswirtschaft am Leben erhält ohne diese Zocker. Sollte für ein paar Milliarden EURO kein Problem sein, oder ? Sollen die Banker zocken und die wirklichen Geldhäuser Gutes für das Volk tun. Wenn dann mal eine HypoRealEstate untergeht, dann interessiert das genauso viel wie Nokia Bochum, Siemens Mobile usw. usw. oder politisch gesagt, keinen !
Demut kommt leider von innen...
...und kann niemandem von Außen auferlegt werden. Wer glaubt, dass es gerecht ist, dass er 1000 mal so viel verdient, wie ein Durchschnittsbürger, der kann schon keinen Begriff mehr von Demut haben. Das ist pure superbia. Wie mein Mitkommentator Stefan Schmidt schon sagte, wäre es schön gewesen, wenn die Manager freiwillig verzichtet hätten. Ja, nicht nur schön, sondern das einzig richtige, weil es gezeigt hätte, dass diese Menschen wenigstens noch einen Begriff von Anstand haben. Aber selbst diesen Restanstand muss man ihnen von außen auferlegen. Schon Spinoza sagte: "Demut [...] entspringt nicht aus der Vernunft" (Spinoza: Ethik, IV. Teil, 53. Lehrsatz). Und "daß das moralische Gesetz unmittelbar den Willen bestimme" (Kant: Kritik der praktischen Vernunft, 3. Hauptstück) kann man in Fall der Banker leider auch nicht sagen. Woher soll also moralisches Handeln in der Bankenbranche kommen? Leider kennen die Herren und Damen Bankangestellte dort scheinbar keinen anderen Maßstab als Vernunft, aber bis zum "Prinzip der Sittlichkeit" (Kant) reicht die Bildung dieser Leute auch wieder nicht. Wenn die Politik jetzt die Gehälter für kurze Zeit beschneidet, ist dass nur Sisyphos-Arbeit. Aber manche soll diese ja auch glücklich machen...
Ich werfe mal den ersten Stein...
Im Gegensatz zu Privatanleger haben Banker mit OPM (Other People's Money) gearbeitet. Dies ist soweit auch in Ordnung. Nun ist es aber in der Finanzmarkttheorie so, daß man höhere Renditen nur mit höheren Risiko erwirtschaften kann. So lange dies gut ging, hat man sich großzügig die Gehälter und Boni erhöht. Jetzt sehen wir die Kehrseite der Medaille. Da heißt es auf einmal, daß hat ja niemand gesehen... Wer A sagt muß auch B sagen. Ich werfe in diesem Kontext bewußt den ersten Stein. Ich spekuliere selber. Ich verdiene wenn ich Recht habe und verliere wenn ich falsch liege. Es gibt in der heutigen Wirtschaftsordnung nunmal das Phänomen, dass immer mehr Geld von in Kapitalsammelstellen verwaltet wird . Kapitalismus bedeutete ursprünglich, daß man mit sein eigenem Geld Gewinne und Verluste macht... Daher ist es auch gerecht, dass Banker Einbußen hinnehmen müssen. Sie sind nähmlich oft zu hohe Risiken eingegangen. Nach dem Motto "den Bonus von diesem Jahr kann man mir nicht mehr nehmen...". Also wenn sie dann noch den Staat zur Hilfe rufen, müssen sie endlich Farbe bekennen.
Im Leserforum der Zeit hat der Sozialismus scheinbar schon "gesiecht". Bevor das auch hier geschieht, möchte ich zu diesem Siechtum Stellung beziehen. Viele Linke verteidigen ihre Ideologie mit dem Hinweis, daß es niemals einen kommunistischen Staat, sondern nur einen sozialistischen gegeben habe. Tatsächlich hat es auch den Sozialismus noch nie gegeben. Es hat, was den privaten Zugriff auf Kapital betrifft, einen allenfalls prohibitiven Staat gegeben, in dem aber der private Zugriff niemals effektiv unterbunden wurde. In allen sozialistischen Staaten blühte die Schattenwirtschaft mit dem ganzen Orchester der damit verbundenen Begleitmusik, also Vorteilsnahme, Bestechung, Unterschlagung, Diebstahl... Wie es Prohibition nun mal tut, hat sie ganze Staaten, ganze Gesellschaften kriminalisiert und weil es jeder tat und es bei der Bedarfsdeckung häufig keine Alternative gab, fehlte und fehlt dazu jedes Unrechtsbewusstsein. Es fehlt dummerweise aber auch das Bewusstsein für die destruktive Natur des Sozialismus. Gleicht der ungeregelte Markt dem Alkoholismus (und das tut er), dann entspricht der Sozialismus der Prohibition. Beide befeuern einander und sind keine taugliche gesellschaftliche Option.
Was das rechte Maß und die Mitte ist weiß kein Mensch, die 500000 sind eine gewürfelte Zahl. Gehälter sollten aber Verdienst sein, also die Leistung widerspiegeln. Die Leistung eines schuldhaften Bankrotteurs ist aber bestimmt keine halbe Million per anno wert, höchstens als Soll - also Haftung. Die Verlautbarungen die in letzter Zeit aus Bankenkreisen zu hören waren sind in diesem Kommentar gut zusammengefasst ihre Fehlerhaftigkeit aber nur angedeutet. Banken befinden sich reihenweise in einer Notlage, viel weniger die Kunden, wer war also zu dumm für die Produkte? Die Verflechtungen der Ratingagenturen mit den Emittenten der Ramschpapiere waren nicht geheim, warum wurde ihnen blind geglaubt? Wieso wurde überhaupt geglaubt? Geld war billig zu haben für die Banken, aber wurden Sie vom Staat dann auch gezwungen es für Hypotheken herzugeben, deren Sicherheit nur auf dem Papier stand? Die diesbezügliche Ausrede der Bänker läßt an einen Hammermörder denken, der OBI die Schuld gibt. Die Einlassungen der letzten Tage wirken wenig kompetent und verantwortungsbewusst, die Vertrauenskrise im Verhältnis zwischen Bank und Kunde wird also andauern, und das ist gut so.
Ihr geschätztes Blatt singt leserstrukturbedingt derzeit noch das hohe Lied der liberalen Träumer. Längst haben uns jedoch die Bosse und Possen von Bahn und Post gezeigt, daß wichtige Infrastruktur nicht für Profitmaximierung taugt - vielleicht zählen Funktionen wie Zahlungsverkehr und Kredite für den Mittelstand und Häuslebauer auch dazu. Und dann können separate (!) Organisationen für Derivate und zu 70 % erfolglose M & A's ruhig dahin gehen, wo sie auch hingehören: zum Konkursrichter, wenn es knallt. Und 500 000 EUR sind sehr viel Geld, viel mehr als unsere tüchtige Bundeskanzlerin bezieht und viel mehr als die farblosen liberalen Wirtschaftsminister Bangemann, Möllemann und weiß nicht wer jemals verdient haben. Ein Steuersünder ist schon ab 40 000 € mit einem Fuß im Gefängnis oder wird öffentlich - wie in Rußland - hingerichtet ("Dr. Postwinkel"). Wo sind Ihre neunmalklugen Maßstäbe ? Herzliche Grüße Dr. Alfred Schneider, Diplom-Volkswirt und Diplom-Kaufmann
Herr Richter -das System stimmt !
Augenscheinlich verwechseln Sie das etwas ! Falls Ihnen das noch nicht bewußt ist : Es wird im marktwirtschaftlichen System ja niemand GEZWUNGEN (und dies ist in dem von Ihnen immer so hochgehaltenen Sozialismus nämlich genau andersherum-da wird man dazu gezwungen !), Alten-Pfleger oder Krankenschwester zu werden und damit höchstwahrscheinlich weitaus weniger zu verdienen als ein Investmentbanker,ein Finanzminister oder (wie Herr Lafontaine) Aufsichtsratmitglied der KfW ! JEDER kann Investmentbanker,Finanzminister oder auch Mittelstands-Millionär werden ! Wer also viel Geld verdienen oder/und einen macht- und einflußreichen Beruf/Posten haben will,der muß eben einen entsprechenden Berufsweg gehen. In einem sozialistischen System kann eine vergleichbare Position dagegen eben nicht JEDER per se anstreben.Einen Herrn Bill Gates (der etwas erfindet oder sich ausdenkt) hätte es in der Sowjetunion oder in der DDR nie geben können - es sei denn,er wäre "oberes" Parteimitglied des Zentralkomitees in einem kommunistischen Land oder beispielsweise KGB-Offzier geworden.Dann hätte er nach dem Zerfall des Systems sogar noch Staatspräsident oder Öl-Milliardär werden können !
den die Herren kollektiv angerichtet haben, sind 500T€ ein Ausdruck von Milde. Eigentlich möchte man doch jedem Bankchef an die Villa schreiben: Thanks for f***ing up the system, greedy bastard! Man wünschte sich, sie würden nicht nur Gier, Selbstgefälligkeit, Arroganz oder auch mal, wenn es gar nicht anders geht, gönnerhaftes Teilverständnis an den Tag legen, sondern das zeigen und übernehmen, was Pflicht und Anstand (und job description) gebieten: Verantwortung.
Wieviel Sparkassen gibt es in Deutschland? Und wieviel Direktoren/Vorstände in jeder Sparkasse? Nicht die Filialleiter! Die Gesamtsumme der Gehälter dieser Vorstände im Vergleich zu den Gehältern der Vorstände der Deutschen Bank. Dann im Vergleich die Zahl der Mitarbeiter, Leistungen, Aufgaben, internationale Tätigkeit, die Sicherheit des Öffentlichen Dienstes, Bilanzsumme und andere geschäftrelevanten Daten/Zahlen. Was käme heraus bei einem derartigen Vergleich? Wer verdiente zuviel, wer zu wenig? Könnte das ein überraschendes Ergebnis bringen? Wenn man gerne vergleicht, dann bitte auf gleicher Ebene.
Sparkassen haben ihre Berechtigung darin die Grundversorgung der Bevölkerung zu sichern - Girokonto, Konsumentenkredit, Immobilienfinanzierung, Kredite für Handwerksbetriebe, Existenzgründungen und andere Finanzierungen in überschaubarer Größenordnung. Aber Sparkassen waren es auch, die beispielsweise Lehman-Zertifikate ihren Kunden bis jüngst empfohlen haben. Diese Kunden haben eine ganz andere Meinung. Auch was die fachliche Seite zur Beurteilung von nicht herkömmlichen, anspruchsvollen/technisch anspruchsvollen Geschäftsideen angeht, auch das sind Sparkassen oft überfordert. Also, wichtig zu haben aber allein nicht ausreichend. >> Überfordert sind Sparkassen wenn es um die Finanzierung großer Projekte geht. Das heißt, auch die Finanzierung der Kreditbedarfs der deutschen Wirtschaft wäre von Sparkassen nicht zu stemmen. Im Ausland schon gar nicht. Auch andere Geschäftsbereiche wie Erstemissionen von Aktien, die Unterstützung von Firmenfusionen usw.. Dieses Geschäftsfeld darf man nicht den ausländischen Banken allein überlassen, deren Einfluß wäre dann zu groß.
Wenn die Bürgschaft des Bundes tatsächlich in vollem Umfang zum tragen kommen sollte, wird sich die Frage nach den Vorteilen des jetzigen Systems gegenüber einem Banksystem welches auf Stabilität fußt auf jeden Fall neu stellen. . Kaum vorstellbar, dass der Volkswirtschaftliche Vorteil tatsächlich 500 Milliarden Euro wert wäre, immerhin 50% der über 50 Jahre Bundesdeutscher Geschichte angesammelten Schulden. . Mit Selbsterkenntnis ist es mit nichten getan. Allein die Auslagerung der Risiken zeugt schon von einer hohen kriminellen Energie. Weil allein darin schon der Tatbestand der Täuschung und in gewisser weise auch Bilanzfälschung erfüllt ist. Ob es hier keine Gesetzlichen Schranken gab, steht dabei nicht wirklich zur Debatte. Tatsache ist das auch die Anleger in dieser Branche in nicht unerheblichen Umfang getäuscht wurden!
Glaubt denn wirklich irgend jemand, dass die Managergehälter tatsächlich gekappt werden? Glaubt denn wirklich jemand, dass Banken für die Bürgschaften 2 % Bürgschaftsprovision (im Bankerdeutsch: 200 Basispunkte Aufschlag) zur Kapitalbeschafffung zahlen? Bei diesen Aussagen handelt es sich lediglich um Placebos der Politik, weil Merkel & Co. wissen, dass man früher Leute für solche Volksverarsche guillotiniert hätte... Wir leben nicht mehr in einer Demokratie. Unsere Gesellschaft wird von einer Handvoll Leuten aus Wirtschaft und Politik regiert, die sich in der Überzeugung ihrer Unfehlbarkeit irgendwo im Nichts verloren haben.
wenn wenigstens einige der Herren (Damen sind ja nicht darunter) FREIWILLIG auf einen Teil ihrer mehr als auskömmlichen Bezüge verzichtet hätten. Ganz einfach um zu zeigen, dass in einer Demokratie ALLE füreinander einstehen. Aber den Zeitpunkt für ein solches richtungweisendes psychologisches Signal haben sie alle verpasst. Schade, denn das hätte die Bereitschaft aller Bürger, die Karre aus dem Dreck zu ziehen, mehr befeuert als noch einmal ein paar Milliarden mehr in diesem oder jenem staatlichen Rettungspaket. Es hat wohl nichts mit Eitelkeit zu tun, dass dazu kein Bankmanager in der Lage ist. Eher wohl mit einer gewissen Art von Sozialautismus, der in den (Vorstands)Elfenbeintürmen der Kreditwirtschaft immer noch herrscht. Zu weit weg vom Leben!
warum sollte ein Bankdirektor überhaupt noch erhalten bleiben, wenn die Bank an einer Insolvenz vorbeischrammt. Bankdirektoren gehören ordentlich bezahlt, wenn sie Ihr Geschäft auch in schwierigen Zeiten gut beherrschen, wenn die Bank staatliche Hilfe in Anspruch nehmen muss, dann war ja irgendetwas faul. Keine Bank wurde gezwungen faule Immopackete zu kaufen, wenn sie ohen Sachverstand diese Packete gekauft haben, selber schuld ! Wenn man sich hier über die Kritik über die Deutsche Bank aufregt, da war doch mal etwas was es noch vor nicht allzu langer Zeit gab. Bank 24 dort sollten die "armen Kunden" ausgelagert werden. Wahrscheinlich war es für die Hochfinanz so schlimm, in gleichen Räumen empfangen zu werden wie Leute mit 100.000 € . War die Deutshce Bank nicht die Bank die mit den Investmentbanken wetteiferten und die lästigen Privatkunden vor wenigen Jahren los werden wollte ? Heute gibt sich die Deutsche Bank ganz anders, man kauft sogar die Postbank auf, was will man mit den Underdogs Kunden, sind die in schlechten Zeiten etwa gut genug ? Banken sollten pleite gehen dürfen gutes übersteht schlechtes geht unter. Banken wollen nur ein bischen Kapitalismus, wenn es ihnen an den Kragen geht ... dann
Vielleicht hat die Krise deshalb weder Banker noch Politiker Demut gelehrt, weil das erlernen von Demut nicht gerade als erstrebenswert gilt in der derzeitigen Gesellschaft. Die Wertordnung der sog. Secundärtugenden ist ja in den letzten vier Jahrzehnten kräftig durcheinandergeraten. Eine Frau, die so demütig ist, sich ihren Kindern zu widmen statt nach einer Abtreibung den Selbstverwirklichungskick beim Wildwasser-Rafting zu suchen, gilt hierzulande nicht gerade als Vorbild. Man könnte mühelos weitere Beispiele anfügen, wenn die 1250-Zeichen-Begrenzung nicht wäre und man nicht selbst im weiteren Tagesverlauf lieber demütig seinen Kunden dienen wollte. Die Toleranz hingegen, von der jeder Techniker weiß, daß sie eine Normabweichung ist, und von der uns schon Thomas Mann gesagt hat, daß sie zum Verbrechen wird, wenn sie dem Bösen gilt, wird (im Gegensatz zur Demut) in dieser Gesellschaft uneingeschränkt als Tugend gehandelt. Es ist hier deutlich mehr in Unordnung geraten als das Finanzsystem, dessen Zerbruch nur symptomatisch ist für den Verlust grundlegenderer Werte. Zu befürchten ist, daß diese Gesellschaft sich auch von dieser Krise nicht dauerhaft »demütigen« lassen wird.
Und auf dem nächsten Frankfurter Sportpresseball,Franfurter Opernball oder dem Berliner Presseball tanzen Steinbrück,Merkel,Roth und Roth und ja- auch das KfW-Aufsichtsratmitglied Lafontaine und all die anderen Polit-Zampanos-die jetzt alle die Rächer der Gerechten geben- im Dreivierteltakt und links herum mit den Bossen und Bankern (eher deren Ehegattinnen),prosten sich mit den Sektgläsern zu und schäckern mit dem "Klassenfeind" Banker,was das Zeug hält .
Gisbert Helmes - Warum so abschätzig reden über Sparkassendirektoren?
Gerade deshalb, weil Sparkassen um ein vielfaches kleiner sind - und weil die gesetzlichen Auflagen für die Geschäfte einer Sparkasse besser greifen, können deren Chefs auch weniger Schaden anrichten als es die Großen unter den Banken getan haben. Chefs großer Banken mit entsprechend großer Verantwortung sollen ruhig 1-2 Mio. jährlich verdienen können. Nur kein Neid. Aber die bisherigen Einkommensexzesse sind nicht mehr hinnehmbar. Wenn ein Herr Ackermann bisher im Jahr soviel wie etwa 300 gutbezahlte Facharbeiter verdienen konnte, ist das nicht mehr nachvollziehbar. Ganz zu schweigen von den noch höher bezahlten Spitzen-Investmentbänkern. Welcher Mensch ist es wert, täglich - Sonn/Feier/Urlaubs/Krankeitstage eingerechnet, 30-40 Tsd. Euro t ä g l i c h zu verdienen? Wenn den alten Chefs der großen Banken das neue Gehaltsschema nicht mehr paßt, sollen sie doch gehen. Nachfolger wird es zur genüge geben.
Bei aller Genugtuung, die Wut ist noch nicht verraucht. Aber die Bank,
die das Angebot annimmt muss nun wirklich in der Klemme sein. Herrn Ackermann wird es nicht treffen, höchstens er und seine Kollegen zeigen die Größe, für ein paar Jahre bei diesem Gehalt den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen. Den Schaden, den sie zu verantworden haben, zu reparieren helfen würde von Verantwortung und Selbstkritik zeugen und auch das Bild der Banker insgesamt langsam verbessern helfen. Das sollten die Verantwortlichen sich selbst schuldig sein und Charakter zeigen. >> Natürlich wurden alle von den Auswüchse, besonders in den USA und UK (einschließlich der unverantwortlich hohen Gehälter) überrollt und haben die Situation nicht mehr beherrschen können. Die Deutsche Bank war eine international tätige Bank (und soll es bleiben) und somit dem internationalen Druck weit mehr ausgesetzt als eine nur national tätige Bank. Hier bestand hoher Anpassungsdruck. Das kann aber keine Entschuldigung sein. Um dies zu bewältigen, dazu wurden ja wirklich gute Gehälter gezahlt. Sollte sich allerdings herausstellen, dass die Banken, die jetzt in der Kritik stehen, entgegen allen Vermutungen und Schuldzuweisungen gute Arbeit geleistet haben, dann gebührt den Verantwortlichen fairerweise Anerkennung. Da darf man gespannt sein.
Nehmen wir den kleinen Angestellten. Der da mit vielleicht 3000 Euro Brutto entlöhnt wird. Den Facharbeiter, der da vielleicht seine 4500 Euro bekommt. Wenn diese nun was von 500.000 Euro vernehmen und davor von sogar 14.000.000 Euro. Nun früher nannte man dies Adelsstand und darunter die Bauern und die Bürgerlichen. Ich bin ein Fan von der Idee von Marx. Auch wenn die Umsetzung immer gescheitert ist, das liegt aber in der Natur des Menschens begründet und darin das er sich gerne profilieren möchte. An dieser Stelle muss man "leider" sagen! Anders gesehen muss ich aber auch sagen, das ein Ackermann und Co. nach evtl. schon gut 2 Jahren gehen kann, manchmal zumindest und das dann natürlich so netto ca. 10.000.000 pro Jahr unter dem Strich die Altersvorsorge ist. Jedoch bleibt dann zu fragen, warum der kleine Angestellte es höchstens mal auf 2.700.000 Euro in seiner Lebensarbeitszeit und das natürlich Brutto bringt. So denke ich dann das 500.000 noch angemessen sind, aber bei weitem nicht in einem Verhältnis zur Leistung stehn. Denn keiner dieser Herren und Damen ist soviel Geld wert, das zeigt uns ja die derzeitige Kriese mehr als deutlich!
Dieser Beitrag stinkt zum Himmel..
..nämlich weil er voll Schadenfreude und Häme steckt. Was meint der Autor mit "den Eitelkeiten eines Herrn Ackermann"? Was hat Herr Ackermann damit zu tun? Die Deutsche Bank baut ihr Privatkundengeschäft aus, schafft in diesem Sektor 2.500 neue Stellen und geht mit mehr Gewinn als im Vorjahr aus der Krise. Herr Ackermann war einer der Ersten die faule Geschäfte der IKB verhindert haben. Er hat die BAFIN informiert, Kredite verweigert und so wesentlich zur Aufdeckung des ersten Teiles der deutschen Krise beigetragen. Sicherlich hat auch die DB Verluste erlitten, Abschreibungen von über 2 Mia. € aus faulen Krediten sind kein Pappenstiel, im Verlgeich zum Gesamtausmaß aber - wie hieß es so schön? - "Peanuts". Selbstverständlich ist die DB als globales Institut auch im Investmentsektor tätig, hat sich aber nie zu sehr darauf verlassen. Das Institut wurde nicht zuletzt von Herrn Ackermann global, modern und doch solide aufgestellt. Dies zahlt sich nun aus und sollte auch so honoriert werden. Sich hämisch darüber zu freuen, Herrn Ackermann nun seine berühmten 14 Mio. beschneiden zu können, was ganz nebenbei recht unwahrscheinlich ist, zeugt nicht von besonderer geistiger Reife. Das ist billige Stimmungsmache, nichts weiter!
Carsten Knop Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für die Unternehmensberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.
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