30.08.2009 · Deutschlands Ärzte haben eine neue Einkommensquelle entdeckt: Die Einweisung von Patienten ins Krankenhaus gegen Zusatzhonorar. Solche Praktiken sind ethisch nicht nur zweifelhaft, sondern verheerend. Die Ärztekammern müssen hart durchgreifen.
Von Andreas MihmDeutschlands Ärzte haben eine neue Einkommensquelle entdeckt: Die Einweisung von Patienten ins Krankenhaus gegen Zusatzhonorar. Faktisch ist das verboten, tatsächlich lässt eine juristische Grauzone solchen Praktiken Spielraum. Ethisch sind sie nicht nur zweifelhaft, sondern verheerend.
Die Patienten, die von ihrem Arzt die Empfehlung für die beste Klinik erwarten, wissen nicht, dass sie im wahrsten Sinne "verkauft" werden, und zwar an das Krankenhaus, das dem Arzt das meiste Geld dafür bietet. Auch wenn das nicht bedeuten muss, dass der Patient schlechter behandelt wird, als parteilose Ratgeber, als "Anwalt des Patienten" haben solche Ärzte ausgedient.
Deshalb müssen die Ärztekammern hart durchgreifen. Das gilt auch für die Krankenhausträger. Denn es ist nicht nur so, dass Ärzte auf Klinikleitungen mit unmoralischen Angeboten zugehen, andersherum geschieht das ebenso. Auf Dauer schneiden sich die Kliniken ins eigene Fleisch. Dass Ärzte "Fangprämien" bekommen, kann nur bedeuten: Entweder sind die von den Kassen gezahlten Fallpauschalen je Operation zu üppig bemessen und müssen reduziert werden, oder es gibt zu viele Krankenhäuser. Vielleicht auch beides.
der verkaufte Patient
Wolfgang Lützenrath (Luetzenrath)
- 31.08.2009, 13:10 Uhr
Wie krank ist eigentlich unsere Gesellschaft, allen vorran .....
Rüdiger Noll (krn)
- 31.08.2009, 13:56 Uhr
| Name | Kurs | Prozent |
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| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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