19.11.2009 · Aus Klimaschutzsicht kommen die Vorgaben, nach denen Neubauten von Ende 2020 an „Nullenergiehäuser“ sein müssen, eigentlich eher zu spät. Zur Ehrlichkeit gehört aber, dass die EU-Institutionen den Bürgern in diesem Kontext noch einmal klarmachen: Umsonst ist Klimaschutz nicht zu haben.
Von Hendrik KafsackAus EU-Perspektive ist es stringent, wenn die Staatengemeinschaft nun strikte Klimaschutzauflagen für Gebäude festlegt. Bis 2020 will die Europäische Union nicht nur den Ausstoß von Treibhausgasen um 20 Prozent senken, sondern auch 20 Prozent Energie einsparen. So hat sie es 2007 unter deutscher Ratspräsidentschaft vereinbart.
Beide Ziele sind ohne Einschnitte im Gebäudesektor nicht zu erreichen. Schließlich steht dieser für 40 Prozent des Energieverbrauchs und fast 40 Prozent der Emissionen in der EU. Aus Klimaschutzsicht kommen die Vorgaben, nach denen Neubauten von Ende 2020 an „Nullenergiehäuser“ sein müssen, daher eher zu spät.
Umsonst ist Klimaschutz nicht zu haben
Die Wohnungswirtschaft sieht das naturgemäß ganz anders. Für sie bedeuten die neuen Auflagen hohe Investitionen. Ob und wie schnell sich diese Kosten „rechnen“, ist ungewiss.
Zur Ehrlichkeit gehört, dass die EU-Institutionen den Bürgern in diesem Kontext noch einmal klarmachen: Umsonst ist Klimaschutz nicht zu haben. Da mag die EU-Kommission die Regeln noch so sehr als Sonderprogramm für die Baubranche preisen und dem Bürger niedrigere Nebenkosten versprechen. Irgendwer muss die Rechnung am Ende zahlen.
| Name | Kurs | Prozent |
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| FAZ-INDEX | 1.394,07 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.527,40 | +0,58% |
| EUR/USD | 1,2535 | −0,05% |
| Rohöl Brent Crude | 107,54 $ | +0,26% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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