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Kita-Ausbau Von der Leyen will Arbeitslose zu Erziehern umschulen

 ·  Hartz-IV-Bezieher sollen künftig verstärkt zu Erziehern weitergebildet werden. Einem Pressebericht zufolge plant Arbeitsministerin von der Leyen eine gemeinsame Aktion mit der Bundesagentur für Arbeit.

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Nach Informationen des „Focus“ will Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) den Chef der Bundesagentur für Arbeit, Hans-Jürgen Weise, prüfen lassen, ob rund „5000 Personen aus dem Rechtskreis SGB II und SGB III“, also größtenteils Hartz-IV-Bezieher, zu Erziehern und Erzieherinnen weitergebildet werden könnten. Geeignete Kandidaten würden eine Ausbildung an Fachschulen absolvieren.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) begrüßte diese Unterstützung grundsätzlich, erklärte aber, sie werde „streng auf die Qualität der Aus- und Weiterbildungsinitiativen achten“. Es handele sich hier um einen sehr sensiblen Bereich.

Eltern setzen auf den Rechtsanspruch

Nach einer Anfrage der Grünen wurde Ende April bekannt, dass zwischen 2008 und 2011 bundesweit 2056 arbeitslose Personen eine entsprechende Weiterbildung begonnen hatten. Erfolgreich abgeschlossen hatte sie jedoch nicht einmal die Hälfte von ihnen. Hintergrund der Initiative ist die Vereinbarung von Bund, Ländern und Kommunen, bis Mitte 2013 für 750.000 Kinder unter drei Jahren ein Betreuungsangebot zu schaffen – etwa ein Drittel davon in der Tagespflege. Wegen des ab August 2013 geltenden Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr sehen die Kommunen demnächst eine Klagewelle auf sich zurollen.

Eltern könnten nämlich bei einem fehlenden Betreuungsplatz für ihre zwei- und dreijährigen Kinder dem Verdienstausfall geltend machen, wenn sie sich selbst um ihre Kinder kümmern müssen.

Bundesländer starten Modellprojekte

Auch die Bundesländer versuchen unterdessen, dem wachsenden Bedarf an Kita-Plätzen und Betreuung gerecht zu werden. So sollen in Rheinland-Pfalz in einem Projekt verstärkt Migranten „Fit für die Kita“ gemacht werden. In Wochenend-Seminar informieren das rheinland-pfälzische Familienministerium und die Hertie-Stiftung Menschen mit ausländischen Wurzeln und pädagogischer Vorerfahrung über den Beruf des Erziehers. Nach einem halben Jahr soll dann die Situation der Teilnehmer überprüft werden. Eine reguläre Ausbildung zum Erzieher dauert jedoch einschließlich Anerkennungsjahr rund fünf Jahre.

In Rheinland-Pfalz haben schon jetzt Kinder ab zwei Jahren einen Rechtsanspruch auf einen kostenlosen Kita-Platz. Bis August 2013 sollen die Länder eine Betreuungsquote für unter Dreijährige von 35 Prozent erreichen. Rheinland-Pfalz hält das für machbar. Im Februar 2012 gab es im Land laut Familienministerium für die unter Dreijährigen 30 133 Krippenplätze. Das entspreche einer Betreuungsquote von 31,6 Prozent, hieß es.

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