04.06.2012 · Von August 2013 an haben Eltern einen Rechtsanspruch auf Kita-Plätze. Doch oft fehlt Personal. Nun rücken Arbeitslose in den Blickpunkt.
Von Sven AstheimerRichtlinien für Lesermeinungen
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Beruf des Erziehers / der Erzieherin - Was ist mit der Reform?
War da nicht mal von einer Reform die Rede? Bachelor-Abschluss? Vorher
sollte es der FH-Abschluss sein. Ist es aus reinen Kostengründen
bei dem staatlich geprüften Erzieher geblieben, der ca. 30%
billiger ist, da er einen Abschluss einer Berufsfachschule erwirbt, oder?
.
Ausnahmsweise mal ohne Ironie.
Natürlich kann man geeigneten Arbeitslosen, die motiviert sind,
eine solche Ausbildung anbieten, warum auch nicht. Das dürften
allerdings kaum genug sein, um den Mangel an ErzieherInnen zu decken.
Die Mehrzahl des betreffenden Personenkreises ist allerdings in Zeiten
von Vollbeschäftigung nicht ohne Grund ohne Job. Entweder handelt
sich um Ältere, häufig mit gesundheitlichen
Einschränkungen, oder um Persönlichkeiten mit Suchtproblemen,
Vorbestrafte und Leute mit nicht akzeptablen Arbeits- und Sozialverhalten.
Die Feststellung, daß diese für einen solchen Beruf nicht
geeignet sind, ist banal.
Danke - das sind wohl alles Zombies, Pädophile und Kinderfresser?
Woher nehmen Sie derartige Weisheiten? Das ist ja am Rande rassistischer Äusserungen.Sie sind wohl eine echte Führungskraft mit ausgeprägt klaren Vorstellungen über diese Welt. Glückwunsch!.
Ausgerechnet die Menschen, die unsere Zukunft mit am stärksten
prägen (Erzieher und Grundschullehrer), zählne zu den am
schlechtesten ausgebildeten und bezahlten Menschen in unserem System.
Diese Idee setzt dem noch einen oben drauf - wir wollen
"Leistungsträger der Zukunft", sind aber nicht bereit,
hierfür auch die notwendigen Grundlagen zu schaffen...
Irgendwie hat die Politik nicht begriffen, dass Sparen bei der
Ausbildung eben die Zukunft kostet... aber das ist den Dmane und Herren
vermutlich egal, wenn man das Durschnittsalter der
"Entscheider" in unseren diversen Regierungen betrachtet...
Ganz so schwarz möchte ich das Bild nicht gezeichnet wissen. Was heißt denn in Deutschland sind es diejenigen, die sonst nichts bekommen? Berufsarbeitslose werden sicherlich nicht in eine Umschulungsmaßnahme dieser Kategorie transferiert. Die Qualität der Befähigung einer Kindererziehung oder Betreuung innerhalb einer Kita hat auch wenig mit dem erreichten Schulabschluss und relevanten Notendurchschnitt der Betreuer gemeinsam. Die Zugangskriterien reflexartig zu erhöhen und somit vielen geeignete(re)n Kandidaten den Zutritt zu versperren, ist genau der falsche Weg. Die Qualität von Erziehern in einer Kita steht mehr im Zusammenhang mit Leidenschaft, allgemeine Befähigung, emotionale Intelligenz und Herzlichkeit, jedoch weniger mit Schulnoten & Abschluss. Sonst züchten wir wie in der Medizin zwar viele 1'er Studenten und bekommen als Endresultat trotzdem nur mittelmäßige Ärzte. Die wirklich talentierten Kandidaten finden sich, wie so häufig, eben nicht nur unter den A-Grade-Absolventen.
sollen doch die Harzer auch Herzchirurgen werden
oder banker oder Vermögensverwalter......
hätten sich sofort um das Problem der fehlenden Plätze gekümmert, statt jetzt dämlich Bezahlsysteme für Eltern auszudenken und mit "blöden Ideen Personal herbei zuaubern zu wollen.
Arbeitslose dürfen sich persönlich weiterentwickeln ,Kita-Mütter nicht,angeordnet durch den Staat?
Warum gibt es keinen Aufstand der Mütter mit diesen staatlichen
Experimenten?Irgendwie habe ich den Verdacht,dass heutige Frauen zwar
emanzipiert sind oder es werden wollen--dabei ist aber ein
gehöriger Schuss an Narzißmus.In der Klinik der Psychomatik
der Frau weiß man,dass Frauen,die z.B.schon von vornherein
stärker narzißtisch orientiert sind,eher den Ausbruch
neurotischer Erscheinungen in der Zeit nach der Geburt eines Kindes
bekommen.Ich denke,dass die Emanzipation nicht nur unter
Gleichberechtigung gesehen werden darf.Hinzukommen sollte eine
altersgerechte persönliche Reifung -aus eigenem Antrieb- und nicht
nur oft unausgegorene Vorstellungen,die junge Frauen haben.Reifung der
Personlichkeit ist umfassender als der Teilaspekt der Emanzipation
z.B.in beruflicher Sicht.Durch die Kitas für Kinder unter 2-3 Jahren
kann den Kindern womöglich die( temporären) Neurosen der
Mütter erspart werden,auf der anderen Seite erfährt aber die
Frau in dieser Zeit keine weitere eigene Reifung mehr.
Arbeitslose sollen Erzieherinnen werden
.
Aha.
Aber warum auch nicht?
Bei Politikerinnen, Lehrerinnen und Journalistinnen hat das schliesslich
ja auch schon geklappt.
In anderen Ländern müssen Erzieherinnen studiert sein ...
... in Deutschland sind es diejenigen, die sonst nichts bekommen -
prima, da hat ja jemand gut mitgedacht! Keine Frage, es gibt auch
genügend Arbeitslose, die wohlqualifiziert sind und mit einer
moderaten Schnellausbildung bessere Erzieher als die Gelernten sein
könnten. Aber gleichzeitig gibt es auch viele
"Berufsarbeitslose", die ich als allerletzte in der
Kindererziehung sehen will (und häufig sind die schon mit ihrem
eigenen Nachwuchs heillos überfordert).
Bei uns kann man mit einem schlechten Realschulabschluss Erzieher werden
- und mit einem schlechten Hauptschulabschluss Kinderpfleger, was
letztlich nichts anderes als ein schlechter bezahlter Erzieher mit
reduzierten Kompetenzen (keine Gruppenleitung) ist.
Deutschland müsste den Erzieherberuf in seinem Ansehen durch eine
Erhöhung der Voraussetzungen (d.h. Anspruch der Ausbildung) und der
Bezahlung wesentlich attraktiver machen, um hier besser qualifizierte
Leute zu holen. Aber das kostet eben gleich an zwei Stellen ...
Ich hätte eine viel bessere Idee: Arbeitslose sollen in .....
..... den Bundestag einziehen. Dann könnte man die jetzigen Pfeifen rausschmeissen und die Arbeitslosen wären weg von der Strasse - und wahrscheinlich lief dann so einiges besser. Ach ja, noch was: Arbeitslose mit Abitur und über 50 haben dann Anspruch auf eine Ministerposition.
Das ganze erinnert an die Arbeitsbeschaffungsmassnahmen von früher ..
1. Schritt: Wir fabrizieren ein unnötiges Gesetz und liefern eine
weiteren, bisher völlig unnötige Staat-"Wohltat",
für die aber eigentlich weder Geld noch tatsächlich sachliche
(Arbeitskräfte, Räume etc.) Resourcen vorhanden sind.
2. Dann kann unser Überschuss an Weiterbildern, Politologen usw
sich austoben (und z.T. Beamten lassen), um die notwendigen
Arbeitskräfte (die z.T. zu anderen, einfacheren Jobs unfähig
oder unwillig sind) auszubilden, zu beurteilen und zertifizieren,
weitere Studien zu machen, etc..
3. Insgesamt schafft man damit viele neue Jobs, die nicht vorhandenes
Geld kosten.
4. Wir erhöhen Steuern / Gebühren bzw. nehmen nicht einmal
Infaltionsanpassungen vor
4. Die dadurch steigende Unzufriedenheit schafft weiteren Bedarf an Steuerfahndern.
Wie ein zynischer Nebenkommentar während der Jauch-Show zum Thema
zeigte, wird ja nur ein Teil dieser Kosten wirklich in der Staatskasse
wirksam, da die neu Beschäftigten ja mehr Steuern zahlen etc...
Das ist krank!
Na, so unnötig
ist das nicht. Es ist ein Stochern im Nebel, aber der Staat versucht
immer noch die Stellschraube zu finden, mit der es einfacher gemacht
werden kann Kinder und das Leben, auf das wir gedrillt worden sind,
miteinander zu vereinbaren.
Mobilität, Kinder, Arbeit, das alles geht nicht gleichzeitig ohne
Kita. Mit der Mobilität verliert man den räumlichen Kontakt
zur Familie, die ansonsten helfen könnte.
In der Richtung gebe ich Ihnen recht, ich finde diese Aktion nicht
gerade vertrauensbildend. Die Qualität der Betreuung muss gesichert
sein. Solange das gegeben ist, ist mir egal, ob die Leute vorher
Kunstgeschichte studiert haben oder auf dem Bau waren.
Es ist einfach nicht mehr zu ertragen, wie Sie die Menschen in diesem Land an der Nase herumführen. Wie sie den Müttern ihre Kinder wegnehmen, nur damit die endlich jede freie Minute Stress haben. Es gibt nichts Schlimmeres als Versagensängste und Schuldgefühle zu schüren, die sich dann wieder auf das Wohlbefinden der Kinder auswirken.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 05.06.2012 10:47 UhrNee, falschrum...
Ich habe Kolleginnen, die ihre Arbeit lieben und wichtig finden, und die sehr kämpfen müssen, damit ihre Kinder adäquat betreut sind. Denen wäre sehr geholfen, wenn sie wüssten, dass sie auf staatliche Angebote zurückgreifen könnten, momentan kann es sein, dass sie in einem halben Jahr arbeitslos sind, weil sie auf der Kita-Warteliste zu weit hinten stehen.
Ich verlange eine Männerquote von 50% in den Kindertagesstätten
Das sollte mithilfe der männlichen Arbeitslosen in drei Jahren zu
realisieren sein. Ansonsten gibt es eine Klage vor dem Menschengerichtshof.
Ein höherer Männeranteil könnte sich aufgrund der vielen
Alleinerziehenden auch auf die Entwicklung der Kinder auswirken. Ich
könnte mir vorstellen positiv. Auf die Expertise des Mannes sollte
nicht verzichtet werden, denn die erlernten Fertigkeiten werden das
ganze Leben prägen. Das ist alles viel wichtiger, als bei einem
Unternehmen durch Geschlechterquoten den Profit zu erhöhen (wenn
das überhaupt jemals gelingt).
Die staatlichen Experimente mit der Umerziehung der Gesellschaft
müssen ein Ende haben.
Der Staat darf sich nicht familiäre Aufgaben aneignen.
Mögen manche Familien mit der Erziehung ihrer Kinder
überfordert sein, der Staat ist es weitaus mehr.
Die hier geschilderten Probleme mit dem Personal sind erst der Anfang.
Bringt genau soviel wie Leute zu Spargel Stechern ausbilden zu lassen.
Aha neuer Reichtsarbeitsdienst einführen ? bzw Bundesarbeitsdienst
jetzt natürlich.
Man hat ja schon die Resultate gesehen wenn man Langzeit Arbeitslosen
Arbeit aufdrängt die sie nicht machen wollen. ( als jede Arbeit ) ,
dann wird halt gleich am ersten Tag Krank gemacht.
Bei Deutschen Spargel Stechern ist ja die Ausfall Quote bei über 99 %.
Unsere Mainstream-Gesellschaft übt erst alles, was an Druck,
Indoktrination und Demagogie möglich ist, aus, um Mütter
möglichst schon mit Durchschneiden der Nabelschnur unmittelbar nach
der Geburt wieder in die Erwerbstätigkeit zu treiben. Dann werden
auf der anderen Seite diejenigen, die der Arbeitsmarkt nicht gebrauchen
kann auf unseren ohnehin spärlichen Nachwuchs losgelassen...
Geht es noch verdrehter? Weshalb soll den bitteschön in so ein
System noch Kinder setzen wollen??
Arme Kinder, armes Deutschland!
Na, wie war das doch gleich mit den Jedermann-Aushilfslehrern?
Ist doch noch gar nicht so lange her, daß der Lehrermangel dadurch beseitigt werden sollte, daß irgendwie auf einmal jeder Lehrer sein konnte. Wenn man selbst Kinder hat oder vielleicht sogar was studiert, dann kann man doch sicher auch Schulklassen unterrichten - mit dem Ergebnis, daß manche der solchermassen rekrutierten Aushilfslehrer panisch aus den Klassenzimmern rannten. Das fiel mir als erstes wieder ein, als ich die Überschrift zum Artikel gelesen hatte. Immerhin scheint man sich ja nun doch Gedanken um eine Qualifizierung der Betroffenen zu machen. Aber das Desaster mit den Aushilfslehrern zeigt, dass gerade Erziehung nicht nur ein Beruf ist sondern auch ein gewisses Mass an Berufung erfordert.
Wie lässt es sich eigentlich intelligent und rational begründen,
dass Menschen, die in sozialen Berufen arbeiten, lächerlich viel
weniger Geld verdienen als z.B Steuerhinterziehungsberater,
"Rechts-"Anwälte und Bankster?
Wer leistet die menschlich, sozial UND WIRTSCHAFTLICH wertvollere Arbeit?
Es ist eine Frage der Qualifikation,
und natürlich ist es schwieriger ein Studium zu absolvieren, als eine Ausbildung zur Erzieherin. - Außerdem stellt eine gute Bezahlung nicht sicher, dass die Besseren den Beruf ergreifen. Unsere Politiker sind dafür der lebende Beweis.
Da werden von unseren sogenannten "Volksvertretern" Gesetze erlassen, die teilweise unsinnig, teilweise unerfüllbar sind, wo die Ausführung letzten Endes kaum zu finanzieren ist und wo der grandiose Misserfolg bereits abzusehen ist und dann kommt den Poltikern auch noch der glorreiche Gedanke, dass man für die Erziehung!!! der Kinder aus dem Riesenheer der Hartz4-Empfänger schöpfen könnte, die natürlich erst eine von den Steuer-und Beitragszahlern getragene Ausbildung absovieren müssten. Prost Mahlzeit, der Misserfolg und weitere vergeudete Milliarden an Euros sind jedenfalls schon vorprogrammiert. Man weiss gar nicht, wen man mehr bedauern muss, jene die diesen Wahnsinn bezahlen müssen oder die armen Kinder.
Sven Astheimer Jahrgang 1972, Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Beruf und Chance“.
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