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Kinderhilfswerk Jürgen Heraeus ist neuer Unicef-Vorsitzender

11.04.2008 ·  Durch Verschwendungsvorwürfe und verschwiegene Provisionen ist Unicef Deutschland in eine tiefe Krise geraten. Das Kinderhilfswerk braucht dringend ein Signal für den Neuanfang. Heute wurde der Hanauer Unternehmer Jürgen Heraeus zum neuen Vorsitzenden gewählt.

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Der Unternehmer Jürgen Heraeus aus Hanau ist neuer Vorsitzender von Unicef Deutschland. Der zehnköpfige Vorstand wählte ihn am Freitag in Berlin an die Spitze der deutschen Sektion des UN-Kinderhilfswerks. Der promovierte Betriebswirt Heraeus ist Aufsichtsratshef des gleichnamigen Edelmetall- und Technologiekonzerns aus Hanau. Das weltweit tätige Familienunternehmen ist auf Edelmetalle, Dentalwerkstoffe, Quarzglas, Sensoren, Speziallichtquellen und Medizintechnik spezialisert.

Als Stellvertreter wurden die Ex-Dressurreiterin Ann Kathrin Linsenhoff und die Fernsehjournalistin Maria von Welser gewählt. Zuvor hatte die Mitgliederversammlung als oberstes Organ des Deutschen Komitees für Unicef am Donnerstag den neuen Vorstand bestimmt. Mit der Neuwahl soll nach der Spendenaffäre ein Signal für den Neuanfang bei Unicef gesetzt werden.

Die deutsche Sektion des UN-Kinderhilfswerks war im Herbst vergangenen Jahres nach Verschwendungsvorwürfen in die Schlagzeilen geraten. Als Folge der Affäre muss die Organisation seit November einen Rückgang der Einnahmen um 20 Prozent verkraften. Im internen Streit um die Neuausrichtung traten erst die Vorsitzende Heide Simonis und dann der Geschäftsführer Dietrich Garlichs zurück. Ende Februar wurde Unicef Deutschland wegen mangelnder finanzieller Transparenz auch das Spendensiegel entzogen.

Jürgen Heraeus ist neuer Unicef-Vorsitzender

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