12.06.2008 · Die Koalition hat sich auf eine Reform der Kraftfahrzeugsteuer geeinigt. Ein großer Wurf ist die Neuregelung nicht. Die Richtung stimmt zwar, aber besser wäre die komplette Abschaffung der Steuer. Stattdessen könnte ein Zuschlag auf den Benzinpreis erhoben werden.
Von Henning PeitsmeierDie Neuregelung der Kraftfahrzeugsteuer ist kein großer Wurf. Lediglich die Richtung stimmt, wenn das Ziel der Klimaverbesserung Ernst genommen wird. Eine Orientierung der Kraftfahrzeugsteuer am Verbrauch bedeutet einen zusätzlichen Anreiz für sparsame Autos. Doch das monatelange Hickhack der Koalition hat Deutschlands Autofahrer nur verunsichert - abzulesen an der Neuzulassungsstatistik aus Flensburg.
Monat für Monat hat der potentielle Neuwagenkäufer seine Kaufabsicht verschoben, verunsichert darüber, wie sein neues Fahrzeug künftig versteuert wird, ob es demnächst Biosprit tanken muss oder mit einem hubraumstarken Sechszylinder-Motor womöglich nicht mehr in die Innenstadt darf. Auch wenn jetzt Klarheit über die Kohlendioxidabhängigkeit herrscht, ist die neue, klimafreundlichere Autosteuer nicht der Weisheit letzter Schluss.
Ökologisch und ökonomisch richtig wäre die komplette Abschaffung und stattdessen ein Zuschlag auf den Benzinpreis. Die Entscheidung über den Umgang mit knappen Ressourcen sollte der Bürger an der Tankstelle treffen. Wer viel fährt zahlt mehr, wer wenig fährt schont die Umwelt - und seinen Geldbeutel.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,23 | +1,27% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| EUR/USD | 1,2530 | −0,09% |
| Rohöl Brent Crude | 107,58 $ | +0,30% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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