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Keine Spur von Krise Deutsche Autohersteller brechen alle Rekorde

 ·  Erfolgsmeldungen von Wolfsburg bis Zuffenhausen: Nach Volkswagen, BMW und Daimler hat nun auch Porsche hervorragende Zahlen für das vergangene Jahr veröffentlicht. Wie auch die Konkurrenz fuhr die Sportwagenschmiede Bestmarken bei Umsatz, Absatz und Ergebnis ein. Nur bei einem Traditionshersteller sieht es völlig anders aus.

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Die deutschen Autohersteller jagen von Rekord zu Rekord. Nachdem in den vergangenen Wochen bereits VW, BMW und Daimler über das vergangene Geschäftsjahr berichtet hatten, legte nun auch die Sportwagenschmiede aus Zuffenhausen ihre Zahlen auf den Tisch.

Demnach hat Porsche 2011 im besten Verkaufsjahr seiner Geschichte auch einen Rekordgewinn im laufenden Geschäft eingefahren. Das operative Ergebnis der Schwaben stieg zwischen Januar und Dezember um 22 Prozent auf 2,05 Milliarden Euro, teilte die Porsche AG am Dienstag in Stuttgart mit. Der Autobauer verkaufte im vergangenen Jahr rund 117.000 Autos und machte fast 11 Milliarden Euro Umsatz – was 18 Prozent Zuwachs bedeutet und ebenfalls eine neue Bestmarke darstellt.

Hohe Umsatzrenditen

Zum Überschuss machte der Autobauer am Dienstag keine Angaben. Der Nettogewinn solle erst mit dem Geschäftsbericht in den nächsten Tagen veröffentlicht werden, sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Die Umsatzrendite - das Verhältnis zwischen Erlösen und operativem Gewinn - beträgt 18,7 Prozent. Luxushersteller Mercedes schaffte im vergangenen Jahr 9 Prozent, BMW 11,8 Prozent, Audi 12,1 Prozent und der Massenhersteller VW 7 Prozent.

„Dank der starken Nachfrage konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr unsere Position als einer der weltweit profitabelsten Autohersteller weiter festigen“, sagte Porsche-Chef Matthias Müller. Das hohe Niveau will Porsche halten, bis 2018 soll die Umsatzrendite stets mindestens 15 Prozent betragen. Im selben Jahr wollen die Zuffenhausener 200.000 Autos absetzen. Der Konzern will das mit einer Erneuerung und Erweiterung seiner Modellpalette erreichen.

VW: Höchster Gewinn aller Dax-Konzerne

Die Zahlen von Porsche reihen sich nahtlos ein in die Erfolgsmeldungen der anderen deutschen Autobauer. Für besonders viel Aufsehen hatte Ende Februar der Volkswagen-Konzern gesorgt, der das vergangene Jahr mit einem Ergebnis abschloss, das alle Rekorde brach. Der Jahresüberschuss von Europas größtem Automobilhersteller stieg auf 15,8 Milliarden Euro nach 7,2 Milliarden Euro im Jahr 2010. Das ist der höchste Gewinn, den jemals ein im Deutschen Aktienindex (Dax) geführtes Unternehmen erzielt hat. Die Wolfsburger lieferten im vergangenen Jahr rund 8,3 Millionen Fahrzeuge aus, etwa 15 Prozent mehr als 2010.

Audi, die Ertragsperle von VW, steuert mit einem operativen Gewinn von 5,3 Milliarden Euro (plus 60 Prozent) einen Großteil des Ergebnisses des Wolfsburger Konzerns bei. Die Premiummarke des VW-Imperiums verkaufte knapp 1,4 Millionen Autos (plus 19 Prozent).

Daimler: Ziele „mehr als erreicht“

Zuvor hatte Daimler berichtet, mehr Absatz, Umsatz und Gewinn erzielt zu haben als jemals zuvor. Der Konzern verkaufte 2,1 Millionen Autos, Busse und Lastwagen in aller Welt. Er erlöste damit erstmals über 100 Milliarden Euro und verdiente netto etwa 6 Milliarden Euro. „Wir hatten uns für 2011 viel vorgenommen - und wir haben es mehr als erreicht“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dieter Zetsche dazu.

Auch der BMW-Konzern verdiente im vergangenen Geschäftsjahr so viel wie nie zuvor. „Neue Höchstwerte bei Absatz, Umsatz und Konzernergebnis“ verkündete der Münchner Autohersteller vor ein paar Tagen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erreichte 8 Milliarden Euro, ein Plus von 57 Prozent. Zudem verkauften auch die Bayern so viele Autos wie nie zuvor: Insgesamt setzte BMW einschließlich seiner Marken Mini und Rolls-Royce 1,67 Millionen Fahrzeuge (plus 14,2 Prozent) ab. Der Umsatz stieg um fast 14 Prozent auf 68,8 Milliarden Euro.

Sorgenkind Opel

Einzig der Rüsselsheimer Autobauer Opel steckt weiter in der Krise: 573 Millionen Euro Verlust erwirtschaftete der Mutterkonzern General Motors im europäischen Geschäft - und das sind in der Hauptsache eben Opel und die Schwestermarke Vauxhall. Im Zuge der Sanierung seit 2009 hat Opel schon das Werk in Antwerpen geschlossen und 8000 von einst 48.000 Stellen gestrichen. Bis Ende März soll Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke einen neuen Sanierungsplan für die Zeit bis 2016 ausarbeiten.

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