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Veröffentlicht: 08.05.2012, 11:15 Uhr

Keine Abnahme vom TÜV Neuer Hauptstadtflughafen öffnet später

Der Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg wird nicht wie geplant am 3. Juni eröffnet. Noch gibt es keinen neuen Termin, vor August sei aber nichts zu machen, sagen die Verantwortlichen. Derzeit hapert es an zahlreichen Stellen - unter anderem beim Brand- und Katastrophenschutz.

© dpa Das Rollfeld auf dem künftigen Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg bleibt vorerst leer.

Die für den 3. Juni geplante Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens Berlin-Brandenburg verzögert sich um unbestimmte Zeit. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) konnte am
Dienstag noch keinen genauen Termin für die Eröffnung nennen. Gedacht sei an ein Datum nach dem Ende der Sommerferien am 3. August.

Zuvor hatte Brandenburgs Innenminister Dietmar Woidke (SPD) gesagt, der Flughafen habe noch Probleme mit dem Brand- und Katastrophenschutz, den Meldewegen sowie Türabsperrungen. „Es kann also keine Abnahme vom TÜV geben. Sie sind noch nicht so weit“, sagte Woidke. Es gebe „keine abnahmefähigen Unterlagen“.

Offenbar wurden die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg auf ihrer gemeinsamen Kabinettssitzung in Potsdam von der Verschiebung überrascht. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (beide SPD) hatten sich umgehend auf den Weg nach Schönefeld gemacht. Dort sagte Wowereit: „Das ist kein guter Tag für den Flughafen Berlin-Brandenburg.“ Die nötigen Arbeiten sollten so schnell wie möglich abgeschlossen werden, der Zeitraum der Verzögerung solle so kurz wie möglich sein.

Ursprüngliches Eröffnungsdatum: November 2011

Noch vor zwei Wochen hatte Technik-Geschäftsführer Manfred Körtgen gesagt, die Genehmigungen auch für den Brandschutz seien auf dem Weg. Schon damals gab es Berichte, die Belüftungsanlage im Terminal funktioniere im Brandfall nicht ordnungsgemäß.

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Die Eröffnung des Flughafens ist nun schon zum zweiten Mal verschoben worden. Ursprünglich sollte er im November 2011 in Betrieb gehen. Im Juni 2010 war dieser Termin aber gekippt worden. Hauptgrund war damals eine Umplanung für zusätzliche Pavillons, die für neue Sicherheitsschleusen errichtet werden mussten.

Der neue Airport soll den Flugbetrieb der Region an einem Standort konzentrieren. Der Airport Tegel sollte geschlossen werden, Tempelhof hatte bereits 2008 den Betrieb eingestellt. Gesellschafter des 2,5 Milliarden Euro teuren Renommeprojekts sind Berlin, Brandenburg und der Bund. Dem „Tagesspiegel“ zufolge kostet jeden Verzögerung um einen weiteren Monat rund 15 Millionen Euro.

Die Grünen nannten den verzögerten Start des Flughafens in Schönefeld eine „Posse“. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Abgeordnetenhaus, Ramona Pop, sagte, die Entscheidung sei ein Schlag ins Gesicht des Regierenden Bürgermeisters Wowereit, der auch den Aufsichtrsrat der Flughafengesellschaft anführt. Die Verschiebung passe zu den „jahrelangen Täuschungen“ der Anwohner durch den Senat über die Flugrouten.

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