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Karrieresprung Internationales Geschäft (5): Der internationale Manager

 ·  Im Zuge der Globalisierung nimmt die Anzahl internationaler Tätigkeiten zu, ihre Unterschiedlichkeit nimmt jedoch nicht ab. Daher gilt es, sich auf einen Einsatz im Ausland angemessen vorzubereiten.

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Im Zuge der Globalisierung nimmt die Anzahl internationaler Transaktionen, Kooperation und sonstiger Projekte sowie Berufsbilder stetig zu. Doch damit werden sie im In- und Ausland allerdings nicht ähnlicher.

Die Art und Weise, wie zum Beispiel ein und dasselbe Projekt in verschiedenen Ländern ausgeführt wird, ist nach wie vor sehr unterschiedlich. Diese Tatsache sollte jedes Unternehmen besser kennen, bevor es den Schritt ins Ausland unternimmt. Generell besteht im internationalen Bereich keine Normalität, kein apodiktisches richtig oder falsch.

Mit Feingefühl zum Erfolg

Das Bewußtsein für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Unterschiede und Eigenheiten im internationalen Rahmen ist sowohl für die ersten Gespräche mit einem möglichen Kooperationspartner als auch für den späteren Umgang mit Mitarbeitern des Ziellandes wichtig. Ohne ein gehöriges Maß an Feingefühl wird der Erfolg im Ausland eher unwahrscheinlich. Oftmals fehlt es Managern multinationaler Konzerne eben am nötigen Fingerspitzengefühl. Sie verhalten sich auf Geschäftsreisen nach Tokio oder Paris ähnlich wie in New York oder London.

Wie aber entwickelt man ein derartiges Feingefühl und schärft seine Wahrnehmung, um erfolgreicher im Ausland tätig zu werden. Die Grafik zeigt die wichtigsten Aufgaben eines international arbeitenden Managers:

Auf Englisch kommunizieren und doch nicht die gleiche Sprache sprechen

Erliegen Sie nicht dem Fehler zu glauben, mit Englisch käme man überall weiter! Natürlich ist Englisch die einzig wirklich globale Sprache. In der Realität prallen jedoch häufig gegensätzliche Mentalitäten aufeinander. Es wird zwar auf Englisch kommuniziert, aber man spricht letztlich nicht die gleiche Sprache.

Für einen Einsatz im Ausland kann das zumindest teilweise Beherrschen der Landessprache gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Bruchstückhafte Kenntnisse der Sprache, mit denen man bisher bei gelegentlichen Geschäftsreisen im Land zurechtgekommen ist, reichen sicher nicht aus, um Mitarbeiter zu führen. Man sollte sich nichts vormachen, es sind die kleinen Nuancen in der Kommunikation, die den Erfolg beziehungsweise Mißerfolg einer internationalen Aufgabe ausmachen.

Geschäftsmerkmale vergleichen

In der folgenden Checkliste sind weitere beachtenswerte Kriterien beschrieben, welche helfen negative Erfahrungen und erfolgslose Verhandlungen im Ausland zu vermeiden:

Machen Sie eine Aufstellung der wichtigsten Geschäftsmerkmale ihres Landes und verwenden Sie eine Form des meßbaren Vergleichs, zum Beispiel eine Gewichtung von 1 bis 10.

Einige Schlagwörter für die Vereinigten Staaten wären beispielsweise „Money talks“, „Everybody is equal“, „Hard work is rewarded“. Versuchen Sie zu überprüfen, wie viel Gültigkeit diese Eigenheiten in ihrem Zielland und welchen Zahlenwert sie dort hätten.

Ist die Gleichstellung der Geschlechter in ihrem Zielland realisiert beziehungsweise gewünscht? Die großen Unterschiede, die diesbezüglich von Land zu Land herrschen, erweisen sich häufig als unerwartete Fallstricke. Stellen Sie sich beispielsweise eine schwedische Geschäftsfrau in Saudi Arabien vor.

Typische Situationen geistig durchspielen

Schreiben Sie einmal typische Arbeitssituationen auf, in denen Sie sich im anderen Land wieder finden werden und stellen Sie sich vor, wie Sie eventuell Ihr Verhalten anpassen müßten. Schon die Begrüßung Ihrer Kollegen, Vorgesetzten oder Untergebenen könnte zu einem Problem werden. Oder: Wie verhalten Sie sich im Konfliktfall, wie in einer normalen Besprechung? Welche Etikette müßten Sie bei einem Geschäftsessen befolgen?

Sergey Frank arbeitet als Personalberater bei Kienbaum Executive Consultants und hat ein Buch zum Thema Internationales Business publiziert: Sergey Frank: Internationales Business

Quelle: rwi
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