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Karrieresprung : Grenzerfahrungen III - Arbeiten im Ausland

  • -Aktualisiert am

Das Arbeiten im Ausland kann ein Sprungbrett für die Karriere sein. Im dritten Teil der FAZ.NET-Serie werden die Arbeitsmärkte in Südeuropa vorgestellt. Außerdem wird erklärt, warum man schon bei der Abreise die Rückkehr vorbereiten sollte?

          Studien haben ermittelt, daß 80 Prozent aller von ihren Firmen ins Ausland Entsandten in einer festen Partnerschaft leben. Davon nehmen wiederum 90 Prozent ihre Familie mit ins Ausland. Wer gebunden ist, für den spielt ein Entsendungsvertrag eine wichtige Rolle.

          Diese Verträge regeln nicht nur die Einkommens- und Lebensbedingungen im Zielland, sondern auch den späteren Wiedereintritt in das Unternehmen nach der Rückkehr. „Wenn Expatriates ins Ausland gehen, wird der Arbeitsvertrag ruhig gesetzt“, erklärt Frederike Ruch von Convinus. Das Züricher Beratungsunternehmen betreut Firmen bei der Entsendung ins Ausland und arbeitet unter anderem Entsendungsverträge aus oder prüft sie im Auftrag von Firmen.

          In den Entsenderegularien werden die Zulagen, Zusatzvergütungen, die Wohnregelung, die Steuersätze oder die Aufwendungen für die Sozialversicherung festgeschrieben. In den letzten Jahren hat sich das Entsendungsmanagement professionalisiert, alle Dax-Unternehmen verfügen heute über entsprechende Abteilungen. „Die meisten Unternehmen verfügen auch über spezielle Expat-Policies für die Entsendung von Mitarbeitern“, sagt die Geschäftsführerin von Convinus. Manche Unternehmen lassen bei den Vertragsinhalten auch mit sich handeln, allerdings sollten Sie sich gut überlegen, wie weit Sie gehen. Die Unternehmen wollen ihre Mitarbeiter möglichst alle gleich behandeln, ein zu forsches Auftreten und zu hohe Forderungen, könnten Ihnen eventuell schaden - spätestens nach der Rückkehr vom Auslandseinsatz.

          Italien

          Die Situation auf dem Arbeitsmarkt in Italien ist recht ambivalent. Einerseits ist die Arbeitslosenquote geringer, als in Deutschland, aber vor allem für Berufseinsteiger ist eine Festanstellung schwer zu bekommen. Recht gute Aussichten haben hingegen Ingenieure und Wirtschaftswissenschaftler. Folgende Branchen suchen nach Arbeitskräften: IT/Telekommunikation, Forschung, Erziehung und Bildung. An Sprachen wird Italienisch - selbst im deutschsprachigen Südtirol - vorausgesetzt, wer zusätzlich gutes Englisch spricht, kann seine Chance deutlich erhöhen.

          Wie überall in Südeuropa liegt auch in bella Italia der Verdienst mit 20 bis 40 Prozent deutlich unter dem deutschen Niveau - allerdings bei gleich hohen Lebenshaltungshaltungskosten. Die Industrie konzentriert sich vor allem auf den reichen Norden, namentlich das Dreieck Mailand, Turin, Genua. Diese Städte gehören neben Rom und Florenz auch zu den teuersten Pflastern in Italien. Der Süden ist hingegen agrarisch geprägt und weist kaum Infrastruktur auf.

          Spanien

          2005 schaffte es Spanien nach einem kleinen Jobwunder erstmals die durchschnittliche Arbeitslosenquote der EU zu unterbieten. Das Land auf der Iberischen Halbinsel hat im Gegensatz zu Mittel- und Nordeuropa kaum Bedarf an Akademikern. Überproportional sind der Dienstleistungssektor, die Verarbeitenden Industrien und die Bauwirtschaft ausgeprägt. Vor allem im gewerblich-technischen Bereich (Metallverarbeitung, Kfz) werden Facharbeiter gesucht. Deutsche haben mit einer ordentlichen Ausbildung keine schlechten Chancen.

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