Home
http://www.faz.net/-gqe-72h8z
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
Risikoabsicherung

Kanzler-Reise nach China Milliardenverträge zum Auftakt

Beim Besuch von Angela Merkel in China sind Wirtschaftsverträge in einem Umfang von mehr als 6 Milliarden Dollar unterschrieben worden. Der Flugzeugbauer Airbus besiegelte den Verkauf von 50 Maschinen sowie die Fortsetzung seiner Endmontage in China.

© AFP Vergrößern Angela Merkel wird von so vielen ranghohen Managern aus Dax- und mittelständischen Unternehmen begleitet wie noch nie

Beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in China hat der europäische Flugzeughersteller Airbus sich einen Auftrag für 50 Maschinen im Volumen von rund 3,5 Milliarden Dollar (knapp 2,8 Milliarden Euro) gesichert. Im Beisein Merkels und des chinesischen Regierungschefs Wen Jiabao unterzeichneten das Unternehmen und die Chinesische Handelsbank (ICBC) am Donnerstag einen entsprechenden Vertrag, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Am Freitag will Merkel in der nordchinesischen Stadt Tianjin ein Airbus-Montagewerk besichtigen. Das Abkommen über die Verlängerung der Montage in dem dritten und einzigen außereuropäische Werk von Airbus in Tianjin südöstlich von Peking hat einen Umfang von 1,6 Milliarden Dollar.

Ein weiteres Abkommen mit dem chinesischen Telekommunikationsriesen ZTE zum Ausbau von Breitbandnetzen wurde auf 1,3 Milliarden Dollar beziffert, wie informierte Kreise berichteten. Zwei weitere Abschlüsse betreffen den Bau eines neuen Getriebewerks von Volkswagen mit einem Volumen von rund 300 Millionen Euro sowie die Endmontage des europäischen Hubschraubers Eurocopter.

Mehr zum Thema


Merkel hält sich zu deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen in China auf. Die Kanzlerin wird von sieben Ministern ihres Kabinetts begleitet, darunter Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler und Bundesaußenminister Guido Westerwelle (beide FDP). Merkel wird zudem von einer ranghohen Delegation von Managern aus Dax- und mittelständischen Unternehmen begleitet. Die Wirtschaftsbeziehungen beider Länder sind intensiv, das beiderseitige Handelsvolumen betrug im Jahr 2011 rund 144 Milliarden Euro, elf Prozent mehr als im Vorjahr.

Zur Eröffnung warnte Wen, die „Weltfinanzkrise und die europäische Schuldenkrise“ hätten „immer schlimmere Auswirkungen“. „China und Deutschland müssen als wichtige Volkswirtschaften und strategische Partner internationales Vertrauen schaffen“, sagte er. Zudem kündigte er nach einem Gespräch mit Merkel an, China werde weiter „in der Europäischen Union investieren“. Westerwelle betonte in einer Mitteilung, die deutsch-chinesischen Beziehungen seien „von überragender Dynamik“. Nach seinen Angaben soll es bei den Gesprächen in Peking auch um den Konflikt in Syrien und Fragen der Menschenrechte gehen.


 

Quelle: FAz.NET mit AFP, dpa, Reuters

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Büro in Peking aufgelöst Yahoos Niedergang in China

Der amerikanische Konzern zieht seine letzten Geschäfte vom größten Markt der Welt ab. Und beendet damit eine unrühmliches Lehrstück darüber, welchen Schwierigkeiten westlichen Unternehmen in Chinas autoritärem System begegnen. Mehr Von Hendrik Ankenbrand, Schanghai

19.03.2015, 07:37 Uhr | Wirtschaft
Merkel: Es geht um die europäische Friedensordnung

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zu den anstehenden Friedensgesprächen in Moskau geäußert. Mehr

06.02.2015, 13:17 Uhr | Politik
Asien Chinas Präsident will eine neue regionale Ordnung

Auf dem Wirtschaftsgipfel auf der chinesischen Insel Hainan wirbt Xi Jinping für eine neue Ordnung Asiens. Der Staatschef macht außerdem Werbung für die neue Entwicklungsbank AIIB, die als Konkurrent der Weltbank gilt. Und er hat damit Erfolg. Mehr

28.03.2015, 06:50 Uhr | Politik
Peking Zwangsumsiedlungen durch Wasserknappheit

Die Regierung Chinas hat mehr als 50 Milliarden Euro in die sogenannte Süd-Nord-Wasserumleitung investiert. Weil Peking zunehmend auf dem Trockenen sitzt, zapft die Hauptstadt riesige Mengen Wasser aus dem regenreichen Süden des Landes ab. Mehr

11.12.2014, 11:13 Uhr | Wirtschaft
Übernahme Pirelli wird chinesisch

Der Hauptaktionär des Reifenherstellers Pirelli verkauft seinen Anteil an einen Konzern aus China. Das Staatsunternehmen aus Peking ist vor allem an der Technologie der Italiener interessiert. Mehr

23.03.2015, 03:56 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 30.08.2012, 09:01 Uhr

Grünes Autoländle

Von Susanne Preuß

Der Verkehrsminister von Baden-Württemberg wünscht sich Autos ohne Emissionen - die Industrie arbeitet bereits daran. Grüne Zukunftsvisionen aus dem Autoländle. Mehr 2 1


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Die riesigen Bargeldreserven der Tech-Unternehmen

Apple, Google und Co. haben riesige Bargeldbestände angehäuft. Man kommt aus dem Staunen kaum heraus und muss zum Vergleich schon die griechischen Staatsschulden heranziehen. Mehr 5

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden