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Kanzler-Reise nach China Milliardenverträge zum Auftakt

 ·  Beim Besuch von Angela Merkel in China sind Wirtschaftsverträge in einem Umfang von mehr als 6 Milliarden Dollar unterschrieben worden. Der Flugzeugbauer Airbus besiegelte den Verkauf von 50 Maschinen sowie die Fortsetzung seiner Endmontage in China.

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Beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in China hat der europäische Flugzeughersteller Airbus sich einen Auftrag für 50 Maschinen im Volumen von rund 3,5 Milliarden Dollar (knapp 2,8 Milliarden Euro) gesichert. Im Beisein Merkels und des chinesischen Regierungschefs Wen Jiabao unterzeichneten das Unternehmen und die Chinesische Handelsbank (ICBC) am Donnerstag einen entsprechenden Vertrag, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Am Freitag will Merkel in der nordchinesischen Stadt Tianjin ein Airbus-Montagewerk besichtigen. Das Abkommen über die Verlängerung der Montage in dem dritten und einzigen außereuropäische Werk von Airbus in Tianjin südöstlich von Peking hat einen Umfang von 1,6 Milliarden Dollar.

Ein weiteres Abkommen mit dem chinesischen Telekommunikationsriesen ZTE zum Ausbau von Breitbandnetzen wurde auf 1,3 Milliarden Dollar beziffert, wie informierte Kreise berichteten. Zwei weitere Abschlüsse betreffen den Bau eines neuen Getriebewerks von Volkswagen mit einem Volumen von rund 300 Millionen Euro sowie die Endmontage des europäischen Hubschraubers Eurocopter.


Merkel hält sich zu deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen in China auf. Die Kanzlerin wird von sieben Ministern ihres Kabinetts begleitet, darunter Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler und Bundesaußenminister Guido Westerwelle (beide FDP). Merkel wird zudem von einer ranghohen Delegation von Managern aus Dax- und mittelständischen Unternehmen begleitet. Die Wirtschaftsbeziehungen beider Länder sind intensiv, das beiderseitige Handelsvolumen betrug im Jahr 2011 rund 144 Milliarden Euro, elf Prozent mehr als im Vorjahr.

Zur Eröffnung warnte Wen, die „Weltfinanzkrise und die europäische Schuldenkrise“ hätten „immer schlimmere Auswirkungen“. „China und Deutschland müssen als wichtige Volkswirtschaften und strategische Partner internationales Vertrauen schaffen“, sagte er. Zudem kündigte er nach einem Gespräch mit Merkel an, China werde weiter „in der Europäischen Union investieren“. Westerwelle betonte in einer Mitteilung, die deutsch-chinesischen Beziehungen seien „von überragender Dynamik“. Nach seinen Angaben soll es bei den Gesprächen in Peking auch um den Konflikt in Syrien und Fragen der Menschenrechte gehen.


 

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