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Kampf gegen Fettleibigkeit Große Colabecher werden in New York verboten

 ·  Der New Yorker Bürgermeister Bloomberg hat sich auf seinem Gesundheitskreuzzug ein neues Verbot einfallen lassen: Er will der Gastronomie in der Stadt den Verkauf von Süßgetränken in großen Behältern untersagen.

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Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 02.06.2012 12:25 Uhr

"Schon der Ansatz, einzelne Produkte „gesund“ oder „ungesund“ zu nennen,

sei falsch, sagte die Geschäftsführerin des Verbandes Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde, Angelika Mrohs. Ungesund könne nur eine Ernährungsweise als Ganzes sein."
Ungesund sind in jedem Fall die ganzen industriell vorgefertigten plastikverpackten Nahrungsmittel der Supermärkte und Discounter, da darin mehr E-Nummern, Zucker, Geschmacksverstärker und Chemie verarbeitet sind als unbehandelte Naturprodukte. Gesunde (im Sinne natürlicher chemiefreier) Nahrungsmittel sind auf dem Markt fast nicht mehr zu finden, da selbst bei vielen Bio-Produkten mit künstlicher Citronensäure (WC-Reiniger!) als Konservierungsstoff gearbeitet wird. Da mögen Chemiker noch so oft beteuern, WC-Reiniger und Zitronensaft seien beide gleich wirksam, ich möchte ersteren nicht im Essen haben.

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Bastian Voigtmann

Freie Wahl?

Ich enttäusche die Verteidiger vom "Freien Leben" nur ungern, aber wer glaubt, dass das gedankenlose Fressen von Fast Food und das nachhaltige Schädigen des eigenen Körpers auf Kosten der eigenen Gesundheit UND der Allgemeinheit eine "Freie Wahl" ist, der hat etwas noch nicht verstanden.

Die Lebensmittelindustrie gibt jährlich Milliarden für die Werbung aus, vor allem auch für das Klientel unserer Kleinsten und Hilflosesten, die mit dem Dreck am schnellsten geködert werden und dann womöglich ihr Leben lang gehooked sind.

"Freie Wahl" ist ja schön und gut, die muss man aber auch wirklich haben und sie sollte nicht die sein zwischen Pest und Cholera.

Bedenklich sind hierbei vor allem auch die Bewegungen einiger adipöser Amerikaner, die meinen, sie wären nicht emanzipiert genug, nur, weil Airlines sie dazu zwingen den Platz, den sie tatsächlich nutzen, auch zu bezahlen.

Die Erfahrung zeigt mir zudem, dass es "fett und glücklich" nicht gibt... das ist zu 99% Fassade für den Frust.

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Matthias Unger

Na und

Jeder ist seine Glückes (und Gesundheit) Schmied. Man muss nur wollen. Seltsamerweise ist die Passivität in Sachen Gesundheistvorsorge sehr stark ausgeprägt. Auch in Deutschland, wo dieses Verhalten durch die Kankenversicherungspflicht, die ich grundsätzlich nicht in Abrede stelle, alimentiert wird. Wenn der Arzt sagt, sie bekommen keine Pillen mehr, sie müssen sich einfach mehr bewegen, wird der Arzt gewechselt. Pillen einwerfen ist ja einfacher...Kein Wunder, daß das adipöse Schulkind keine Seltenheit mehr ist. Von wem soll es das richtige Verhalten lernen?

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Dietmar Blum

Was maßen sich

diese Volkserzieher eigentlich noch so an?

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Alex Merck
Alex Merck (AlexM3) - 01.06.2012 04:16 Uhr

Ja, leider gibt es auch in den USA Spinner, die glauben

das der Staat die Funktion des Volkserziehers hat. Vielleicht bringt dieser Überschwang endlich die "Political Correctness", die auch in der EU ausgeprägt ist, zum Kippen. Bloomberg hat bereits Milliardenschäden angerichtet - was zeigt, das selbst Top-Manager manchmal auch nicht regieren sollten.

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michael martensen

Vielleicht hat das ja auch nur eine rein ästhetische Dimension

New York wird in den USA oft als die unamerikanischste aller Städte bezeichnet. Die typisch amerikanische Ästhetik, alles immer etwas größer und umfangreicher haben zu wollen wird dort wohl in gutsituierten Kreisen - womöglich dem sogenannten alten Geld - als unchique empfunden. Die Riesenbecher sehen ja auch fürchterlich aus und passen eben, außer zu kleinen Jungs nur zu besonders fettleibigen Menschen. Denen stehen aber nun wiederum die kleinen Becher umso weniger. Wenn dann als nächstes auch die anderen Nahrungsmittel wieder zurechtgeschrumpft werden, stehen die Beleibten dann vielleicht als das da, als das man sie in NY haben möchte: ein paar Nummern zu groß? - Wenn den Amerikanern nicht mal mehr ihr freiheitsliebender Way of Life bleibt, ist es sicherlich bald aus und vorbei mit dem Frieden im Land...

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George Rauscher

Ausgerechnet

Diet Coke, die macht mit ihrer künstlichen Süsse Heißhunger und trockenen Mund (sprich, man holt sich danach noch ein Getränk). Bin mal gespannt auf die Resultate dieser Kampagne...

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Frieder Sudermas
Frieder Sudermas (Frisu) - 31.05.2012 19:18 Uhr

*Kopfschüttel*

Jetzt ist die arme Cola schuld, dass die Amerikaner zu füllig sind. Wer schonmal was von Free Refill gehört hat, weiß, dass durch kleinere Größen nicht automatisch weniger Süßgetränk konsumiert wird. Es könnte natürlich sein, dass Mayor Bloomberg darauf hofft, dass die Leute den Weg zur Refillanlage in Sport umsetzen. Es könnte aber auch sein, dass er sich einfach einmal maßlos geärgert hat, als er seine Cola über den teuren Armanianzug gekippt hat, weil der große Becher nicht in den Cupholder seines Prius passte...

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.06.2012 02:15 Uhr
Nicolas Jost

Free Refill ist in NYC nicht relevant



Tach!

Also, vorweg:
Natürlich ist es absurd, der Coca Cola und Pepsi die Schuld an den Begleiterscheinungen einer bildungslosen Wohlstandsgesellschaft zuzuschreiben (nebenbei, die Bundesrepublik steht EU-weit ja auch an der Spitze).

Aber ich muss Ihnen ganz massiv widersprechen, wenn Sie hier Free Refills als Grundübel ausmachen. Einerseits verbreitet sich Free Refill bei McDonald's, IKEA, Burger King, Kentucky Fried Chicken etc. auch in Deutschland rasant, andererseits gibt's das weder in Berlin noch New York bislang zu häufig (Obdachlose, Jugendliche ohne Familien im klassischen Sinn?).

Und da der Prius (nach meiner Beobachtung als Taxifahrgast, das Ding verbreitet sich rasanter als Kaninchen in Australien) keinen Cup Holder besitzt, bliebe nur noch die Erklärung, dass sich Mr. B. einfach profilieren muss. Nicht leicht als Nachfolger eines Bürgermeisters, der die Subway wieder allen Schichten zugänglich gemacht hat.

Have a good one!
Nic. J.,

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michael martensen

Sie irren...

Ihnen muss doch klar sein, dass er, wenn der Becher nicht gepasst hätte, er Toyota verklagt und recht bekommen hätte. Dennoch ist Ihre Vermutung mit dem Refillsport aus meiner Sicht sehr treffend, auch wenn manche vielleicht eher durstig sitzen bleiben werden, als sich auf den beschwerlichen Weg zu machen.

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Bastian Voigtmann

Auch das Wiederkäuen von Klischees über Liberale und Ökos hilft nix...

die Amerikaner sind trotzdem zu fett.

Eine derartige Politik wäre für die immer fetter werdenden Deutschen auch nicht verkehrt. Und von wegen Transparenz, das ist ja ein Witz. Transparent wäre es, wenn es noch der letzte Vollidiot auf den ersten Blick verstehen würde, beispielsweise über das Ampelsystem.
Da ist die Lebensmittellobby aber doch zu stark und so feiert man hier schon Erfolge, wenn die Hersteller nun die Nährwertangaben in einer auch für Rentner lesbaren Schriftgröße abdrucken müssen.
Auf vielen Produkten - vor allem die besonders süßen und fett machenden - stehen sie dennoch nicht drauf.
Aus den Zutaten allein kann aber der Ottonormalverbraucher nicht ablesen, ob das nun gut oder schlecht ist und vor allem, in welchen Mengen.

Paracelsus hat zwar gesagt, die Dosis macht das Gift, es gibt aber dennoch Dinge, die nicht als Nahrung dienen sollten, egal in welch kleiner Dosierung. So viel zum Thema "Lebenswandel" vs. "Ausweispflicht".

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