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Kalifornien Energiekrise eskaliert

06.04.2001 ·  Die kalifornische Stromkrise hat einen weiteren Höhepunkt erreicht: Dem ersten Elektrizitätskonzern geht das Geld aus.

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Die Energiekrise in Kalifornien hat sich mit einem Vergleichsantrag des großen Versorgers Pacific Gas and Electric Company zugespitzt. Das Unternehmen reichte einen entsprechenden Antrag im Rahmen des Kapitel Elf des US-Konkursrechtes ein, der eine Weiterführung der Geschäfte erlaubt. Die Pacific Gas and Electric (PG&E) hat 13 Millionen Kunden und beschäftigt 20.000 Mitarbeiter.

Das Unternehmen begründete den drastischen Schritt unter anderem damit, dass nicht wieder erstattete Energiekosten von 300 Millionen Dollar pro Monat anfallen. Die Gesellschaft führte auch fehlende Fortschritte bei den Verhandlungen über die Wiederbeschaffung von neun Milliarden Dollar an, die das Unternehmen bei Energieeinkäufen seit Juni 2000 mehr bezahlt hat als sie dafür von ihren Stromkunden erhalten hat.

Die Mittel seien im Zuge der eingefrorenen Stromgebühren nicht hereinzuholen, erklärte der Stromversorger. Die Gesellschaft habe damit auch die Möglichkeiten für weitere Kreditaufnahmen erschöpft. Es habe keine Fortschritte für eine Wiedererstattung gegeben wie sie gesetzlich vorgesehen sei.

Fehlgeschlagene Liberalisierung

Kalifornien leidet nach einer fehlgeschlagenen Liberalisierung des Strommarktes seit Monaten unter Stromversorgungsproblemen. Pacific Gas and Electric steht mit im Zentrum der Energiekrise. Die Elektrizitätsgesellschaft lastete dem Staat Kalifornien und ihrem Gouverneur die Schuld an dem Energiedebakel an. Robert D. Glynn, der Verwaltungsratsvorsitzende der Gesellschaft hofft, dass das Gericht der Ort ist, um eine Lösung zu finden. Diese hätten das Land Kalifornien und die Aufsichtsstellen des Landes nicht geschafft.

Er versprach, dass die Gesellschaft so rasch wie möglich durch das Vergleichsverfahren hindurch will, ohne die Operationen zu unterbrechen und die Kunden zu belasten. Die Gesellschaft erklärte, sie habe sich mit dem Land Kalifornien um eine gemeinsame, verantwortliche, faire und umfassende Lösung der Energiekrise bemüht. Es habe jedoch keine Vereinbarung getroffen werden können.

Quelle: @mey, mit Material von dpa
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29.05.2012 15:13 Uhr
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